Der dreiste Klamottendiebstahl - I Love My Boy-Shirts

Ich hasse Abschiede. Abschiede an Flughäfen. Abschiede mit Weinkrämpfen und Taschentuch-Rotznase. Abschiede an Wochenenden… und ich könnte hier wohl noch einemilliondrölfundneunzigtausend Dinge aufzählen, die generell und sowieso scheiße sind, man…
Der dreiste Klamottendiebstahl

I Love My Boy-Shirts

Ich hasse Abschiede. Abschiede an Flughäfen. Abschiede mit Weinkrämpfen und Taschentuch-Rotznase. Abschiede an Wochenenden… und ich könnte hier wohl noch einemilliondrölfundneunzigtausend Dinge aufzählen, die generell und sowieso scheiße sind, man sich ungern davon trennt, verabschiedet oder davon ziehen lässt. Aber diesmal geht es mal nicht um Gefühlsduseligkeiten, sondern um all das nicht zu übertreffende und nicht mehr von mir gehasste, als der Abschied… von meinem… Lieblings-Shirt. Schluchz.

Nein, ich habe es nicht zu heiß auf anorexische-30-Kilo-Körpergewicht gewaschen. Und nein, ich habe mich auch ausnahmsweise mal NICHT im betrunkenen Zustand nackisch gemacht um es in irgendeiner ranzigen Pseudo-Schicki-Micki-Münchner-Club-Ecke einer unterbezahlten Putzfrau am nächsten Morgen zu überlassen. Auch nicht auf dem spermaziösen Fußboden eines fremden, muschilechzenden Jüngling als Andenken meiner Person. Und erst recht nicht aus Geldnot für’n Euro bei Ebay verhökert, um mir jetzt dafür mit Reue in den Arsch zu beißen. Nein.

Und obwohl ich mir mit Scham im Gesicht (die mindestens genauso rot wie meine Haarpracht leuchtet) eingestehen muss, dass all diese Dinge (Mama, ich hoffe du wirst diese Zeilen hier nie lesen) mehr oder weniger in der Realität schon eingetroffen sind, handelt es sich diesmal simplerweise um die unerhörte Entwendung aus meinem eigenen Kleiderschrank. Jawohl.

Letzte Nacht. Einfach so. Im Beisein meiner Person. Ich glaube sogar eine kleine Vorwarnung wahrgenommen zu haben, doch irgendwie… meine Reaktion… war ich eingefroren? Schock? Verwirrung? Unzurechnungsfähigkeit? Postkoital? Ich weiß es nicht. Fakt ist, das Objekt der Begierde, das Drop-Dead-Glob-Shirt, ist nun nicht mehr in meinem Besitz. Sollte jemand einen mittelgroßen, dunkelhaarigen Mann mit diesem soeben erwähnten weißen Prachtstück sichten, reißt ihm sofort das Shirt vom Leib, rennt so schnell wie möglich weg, klemmt es ein paar Flugobjekten in den Schnabel und schickt es mit Luftpost-Navi in den Süden. Zu mir. In meine Hände. Dort wo es hingehört. In Naturalien vergüteter Finderlohn ist euch sicher.

Ich war mir nicht bewusst, dass dieser Verlust mir so nahe gehen wird und kann nun auch nachvollziehen, wie sehr mein großer Bruder derart textile Plünderungen meinerseits früher verabscheute. Und irgendwie sind wir Mädels ja selbst Schuld, wenn wir mittlerweile mehr Gefallen an Unisex Shirts finden und bei Konzerten unverständliche Blicke vom Merchandiser entgegen nehmen müssen, weil wir uns für ein „Boy-Shirt“ entschieden haben.

Meine neuesten Errungenschaften: das „Stay True“- Shirt von Deez Nuts und das legendäre „I Mosh“-Shirt von Evergreen Terrace. Letzteres steht in starker Konkurrenz als Anwärter für mein neues Lieblings-Shirt. Also nur sofern das widerrechtlich Enteignete seinen Weg in mein Klamottenreich nicht mehr finden sollte. In diesem Sinne… ich geh jetzt ein diebstahlsicheres Schloss kaufen und werde dabei darüber nachdenken, ob ich nicht wieder auf „Göörlies“ umsteige…

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