Per Viehtransport zur Uni - Just Another Manic Monday

Wie beschissen kann man eigentlich in eine Woche starten?? Äh, mal kurz überlegen…Genau so: 6:45 Uhr. „Better Days“ von Ignite (wie bezeichnend für diesen noch bevorstehenden Tag) wecken mich viel…
Per Viehtransport zur Uni

Just Another Manic Monday

Wie beschissen kann man eigentlich in eine Woche starten?? Äh, mal kurz überlegen…Genau so: 6:45 Uhr. „Better Days“ von Ignite (wie bezeichnend für diesen noch bevorstehenden Tag) wecken mich viel zu laut, plus furchtbares Vibrieren meines Handys. Wie immer. Aber jeden Abend aufs Neue zu bequem es vor dem Schlafen gehen noch umzustellen (was sich ab morgen ändern wird). Nach fünfmaligem Wegdrücken dieses doofen 3-Minuten-„Schlummer“-Intervalls, bin ich schließlich aus meinen Träumen gerissen, unausgeschlafen und verwirrt aufgestanden, um dann den schlimmsten „Bad Hair Day“ aller Zeiten im Spiegel zu erblicken. Und warum?? Weil Madame gestern Nacht keine Lust mehr auf Haaretrocknen hatte. Tja, das hat man dann davon!

Egal. Wofür hat man schließlich diese genialen Wollmützen zum Trend auserkoren. Nachdem ich dann routinemäßig etwas abwesend mein Müsli gefuttert hatte, ging’s zum Zähneputzen. Elektrisch. Oder auch nicht, wenn man es seit Tagen nicht gebacken bekommt mal im Vorbeilaufen den Stecker dieses rotierenden Zauberbürstchens in die Dose zu stecken (wird sich ab morgen AUCH ändern). Toll. Wird eben mit physischer Kraft geputzt. Paar Klamotten überschmeißen. Dann ab zur S-Bahn.

Nach nur kurzweiliger Verspätung, einer dafür großen ekelhaften Portion Nieselregen (soll es entweder richtig oder gar nicht regnen) ab zur nächsten Station und umsteigen in die U-Bahn. Rumgeschupse und –gedränge schon ab den Treppenstufen. Irgendwas verpasst?? Fährt in der abartigsten Rush Hour heute nur eine U-Bahn pro Stunde?? Kann nicht sein?! Kann doch. Tolle MVV. Vielen Dank an dieser Stelle an alle Beteiligten dieser Aktion. Deshalb wurde ich im Menschensog in die U-Bahn gestopft. Von Sauerstoff keine Spur. Nur Menschenmassen. Kopf an Kopf gequetscht. Und ich möchte jetzt gar nicht von diversen Körpergerüchen anfangen zu reden.

Der eine krallt sich in meinem Oberarm fest, die andere hustet mir ins Gesicht („Ah, hallo Schweinegrippe“). Und einer der Typen neben mir (leicht übergewichtig), der mir seit Beginn auf dem linken Fuß stand, hatte wohl schon früh um 8 Uhr ‘nen Kasten Bier intus. Prost, Mahlzeit! Und wer da trotz Sauerstoff- sowie Platzmangel noch aufrecht stehen kann hat meinen vollen Respekt verdient. Ich hab’ s nicht geschafft. Zumindest hab ich es durch imaginäres Mitsingen meiner neuen “Disco Ensemle”-Errungenschaft noch bis zur nächsten Station geschafft, doch dann wurde es zappenduster. Mein Körper nur noch auf Autopilot und mit schwarzem Bildschirm vor Augen stolperte ich bleich und mit kaltem Schweiß im Gesicht noch wenige Meter, bis ich mich dann meinem Kreislauf geschlagen geben musste und mich dem Boden gleich machte.

Nach meinem kurzen Erholungspäuschen auf dem Münchner U-Bahn Gelände versuchte ich erstmal meine liebsten, Hännah oder Ruth, zur Hilfe zu holen. Doch die waren wohl auch mitten im U-Bahn Krieg gefangen. Deshalb machte ich mich ziemlich wackelig und noch etwas benommen auf in die nächste U-Bahn. Nach Hause. Dann erstmal kurz ablegen und ab zum Arzt. Wurde als anonymer herzschwacher Mensch schon zu lang vor sich her geschoben… diesmal mit dem Auto! Doch die Gefahr liegt diesmal im Münchner Strassen- und Gartenbauamt.

Denn diese Vollidioten müssen an jedem freien Fleck diese vöööööllig überflüssigen und zudem unästhetischen Felsbrocken niederlegen. Ein besonders schönes Exemplar davon machte dann kurzerhand Bekanntschaft mit meinem Hinterteil (also dem meines etwas neueren Autos). Geile Scheiße! Und es war gerade mal halb zehn. Die 40 Minuten Wartezeit in der Arztpraxis waren dann noch der angenehmste Teil dieses Morgens. Mit nachlassender Wut im Bauch und einer Packung Betablocker in der Hand verließ ich dann kurz vor 11 die Praxis… um dann zuhause ‘ne komplette Kanne pappigen Kinderglühwein über mein geliebtes Ledersofa zu kippen, verteilt in alle Ritzen. In Gedanken bei Earl J. Hickey: danke liebes Karma.

Am Erschreckendsten find ich im nach hinein betrachtet die fehlende Zivilcourage der zahlreichen Menschen, die ohne mit einer Wimper zu zucken an mir vorbeiliefen. Aber ich bin es nicht anders gewohnt…

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Jack & Jones