Unbekannte Eifersucht - Das rote Tuch

Egal ob Expartner, bester (nicht gleichgeschlechtlicher!) Kumpel (was nur in den seltensten Fällen auf platonischem Gedankengut beruht), die Ex-Affäre am Arbeitsplatz oder einfach der längst verziehene Flirt zwischendurch, es gibt…
Unbekannte Eifersucht

Das rote Tuch

Egal ob Expartner, bester (nicht gleichgeschlechtlicher!) Kumpel (was nur in den seltensten Fällen auf platonischem Gedankengut beruht), die Ex-Affäre am Arbeitsplatz oder einfach der längst verziehene Flirt zwischendurch, es gibt sie. Die Menschen die man meist nicht wirklich kennt, man sie aber verabscheut, für das was sie sind oder einem irgendwann mal indirekt angetan haben. Sie erinnern einen meist an schreckliche Zeiten und führen einem bei der bloßen Erinnerung daran immer wieder Schmerzen zu. Sie sind das Fundament auf dem all das ungewollte und abscheuliche Misstrauen beruht.

Man betrachtet sie nicht einmal als adäquate Konkurrenz, trotz allem sind sie der Grund dafür, dass man tagelang kotzen möchte und anschließend in einem Meer von Tränen zu ertrinken wünscht. Jedoch nicht, bevor man dieser Person noch schnell ein Messer ins Herz gerammt hat. Das Aggressions- und Gewaltpotenzial kennt in diesen Momenten keine Grenzen. Zurecht. Schließlich beruht dieser Zustand auf der Tatsache ausgleichender Gerechtigkeit. Eifersucht und der Hang nachtragend zu sein wird einem unterbewusst zugeschoben. Der Ausbruch des emotionalen Impulses wird mit Unverständnis zur Kenntnis genommen, von Nachvollziehen keine Spur. Man zweifelt an seinem eigenen Ich.

Doch irgendwann tritt der Zeitpunkt der Gleichgültigkeit ein. Das wieder gewonnene Selbstwertgefühl und -bewusstsein steigt wieder und man versucht diesen bis dato völlig unzurecht relevant gewordenen Unbekannten aus seinem Leben zu verbannen. Die Realität wieder in den Fokus zu rücken. Das Geschehene auszublenden und das Leben mit all seinen schönen und verzaubernden Facetten zu genießen. Zu lieben und zu verzeihen. Und einen etwas länger andauernden Augenblick gelingt das auch. Doch ein Wort, ein Bild, ein Name, kann alles in null Komma nichts wieder aufwühlen und die alten Wunden wieder zum Bluten bringen…

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10 Kommentare

  • Ich weiß bei jedem einzelnen Satz was du meinst. Toller Beitrag.

  • uh ja… kisten mit alten erinnerungsstücken sind auch gefährlich. die brennen plötzlich so gut

  • Super gesagt! Es tut gut zu wissen, dass man nicht der einzige Mensch auf der Welt ist der so fühlt ^^

  • cr

    Je weniger Input desto weniger Output! Klingt jetzt so totalitär und mechatronisch aber im grunde ist es die beste Problemlösestrategie was diese Menschen angeht. Bis wie du meinst das Gefühl der gleichgültigkeit eintritt. Das dauert leider.

  • scally

    Und wie du Recht behälst…. gruselig! O.O

  • Wie wenig Macht man doch in solchen Momenten hat…

  • Man erschreckt sich dann immer wieder selber über sich und es ist echt verwirrend wieso so alter Herzmist einen noch berührt, aber genau das nimmt mir auch ein bisschen die Angst.
    Die Angst davor, dass alles endlich ist und man auf kurz oder lang angeblich alles und jeden vergessen kann. Dass diese Angst aber im Endeffekt ja auch nur durch Schmerz minimiert wird, ist eine andere perverse Geschichte.

  • Oh, ja, kenn ich auch. Und wenn ich drüber nachdenke, verzeiht man diesen Menschen zwar, verzeiht ihnen aber nie wirklich, wenn Du verstehst, was ich meine!

  • Britta

    Bin sehr erleichtert, dass dieses Empfinden auch in anderen wohnt. Finde es schlimm weil grad erfahren, wie man innerhalb eines Jahres alles versucht, jemanden zu vergessen, ihn gleichgültig werden zu lassen – und dann, ein Treffen, ein Gespräch – und alles ist wieder da. Stärker und intensiver als je zuvor. Muss das denn sein?