- Lamer retten die Welt

Unserem Planeten und allem drum herum etwas Gutes zu tun ist heute gar nicht mehr so einfach. Ständig werden wir von Geld, Ruhm und lecker Eiscreme vom rechten Weg abgebracht,…

Lamer retten die Welt

Unserem Planeten und allem drum herum etwas Gutes zu tun ist heute gar nicht mehr so einfach. Ständig werden wir von Geld, Ruhm und lecker Eiscreme vom rechten Weg abgebracht, fühlen uns auf weitem Feld verloren und müssen uns in einer Ellenbogengesellschaft zurecht finden, in der jeder nur an sich selbst denkt. Aber wenn das jeder macht ist jedenfalls an jeden gedacht, oder wie war das..?

Sara mit der neuen Frise und ich brachen deshalb an diesem Wochenende zu einer dreistufigen Mission auf, die Welt, die es womöglich gar nicht verdient hat, vor sich selbst zu retten – ohne Plan, ohne Waffen und ohne Verstand. So fanden wir uns inmitten der grö&szligten Ansammlung von Nerds wieder, die extra für die “Freiheit statt Angst”-Demo aus ihren Kellerverlie&szligen gekrochen waren und mit uns gemeinsam gegen die Vorratsdatenspeicherung, gegen die ÃÅ“berwachung und gegen die Zensur auf die Stra&szligen gingen. So leer waren die “World of Warcraft“-Server und Linux-Gedenkforen wohl schon lange nicht mehr. Und während wir da friedlich neben dem Wagen der Piratenpartei herum hüpften hatten wir wirklich das Gefühl etwas zu bewegen. I can has privucy?

Nachdem wir der Menschheit erfolgreich zu mehr Freiraum verholfen hatten, mussten wir uns im zweiten Schritt natürlich auch um die anderen Bewohner der Erde kümmern. Nein, nicht Tiere und schon gar nicht Pflanzen, sondern natürlich die extraterrestrischen Shrimps, die dort einsam und verlassen in ihrem Auffanglager vor sich hin vegetierten. Durch unsere reine Willenskraft im Kino sitzend beförderten wir sie von “District 9” direkt auf ihren Heimatplaneten. Oder so. Der Streifen war ganz gut, auch wenn ich dem Spacken von einer Hauptperson ständig nur eine reinhauen wollte. Wehe der taucht in der Fortsetzung noch mal auf.

Nachts blieb Sara und mir dann nichts anderes mehr übrig als uns selbst zu helfen. Wir standen auf der Gästeliste der Vice-Party zur Preview des Games “Dirt 2” im Cargo und schlichen gemeinsam durch die Parallelwelt aus aufgesetzten Hipstern, Lasershows und an die Hauswand projizierte Gamescreens. Und trotz des leckeren Wassers beschlossen wir das Partyvolk kurzfristig zu verlassen, fanden uns einige Minuten später in der U-Bahn wieder und kamen zu dem Entschluss, dass wir absolute Lamer sind. Aber wenigstens retteten wir die Welt.

Topman

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