- Dein persönlicher 11. September

Es gibt Tage im Leben eines jeden Menschen, die sind milde ausgesprochen eine Katastrophe, bringen uns innerlich an den Rand der Verzweiflung und verändern unser Hier und Jetzt schlagartig von…

Dein persönlicher 11. September

Es gibt Tage im Leben eines jeden Menschen, die sind milde ausgesprochen eine Katastrophe, bringen uns innerlich an den Rand der Verzweiflung und verändern unser Hier und Jetzt schlagartig von einen auf den anderen Augenblick – ohne Vorwarnung. Wenn es soweit ist kann man nur noch zusehen wie die Trümmer unseres hart erschufteten Daseins über uns herein brechen und Schadensbegrenzung betreiben. Und dabei muss noch nicht einmal ein Flugzeug in einen Wolkenkratzer donnern.

Es kann der Tod eines guten Freundes sein, der am Abend zuvor noch mit dir lachend in einer Bar sa&szlig und dir vor Freude strahlend von seinen Zukunftsplänen in Brasilien erzählte. Es kann der Moment sein, in dem du merkst, dass deine langjährige Freundin seit einiger Zeit ein inniges Verhältnis zu ihrem Professor pflegt. Oder es ist die Antwort auf eine Frage, die du besser nie gestellt hättest.

Schicksalsschläge gibt es immer wieder und überall und ist der Rauch der Zerstörung erst einmal gewichen und der Blick auf das Verbliebene gerichtet, so steht den Opfern des meist doch sehr unfairen Lebens die Frage wie eine Tätowierung ins Gesicht geschrieben: “Warum ich?” Deshalb wollen wir zum Jahrestag der Terroranschläge auf das World Trade Center gerne von euch wissen: Was war bisher euer persönlicher 11. September? Und wie um alles in der Welt habt ihr ihn nur überstanden?

Topman

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10 Kommentare

  • Nen gro&szligen Crash gabs bei mir bis jetzt noch nicht, eher kleiner Auffahrunfälle und so… die ich meistens mit meinen Kopfkissen aka Tränenauffangbecken, Taschentüchern und einen Haufen Selbstmitleid verdrängt hab. Verarbeitet noch nichts, kommt immer wieder hoch und hindert mich oft daran einen Schritt vor zu gehen, statt dessen gehts rückwärts wieder zurück zum Kopfkissen, zu den Taschentüchern und zu meinen Selbstmitleid…

  • Tweets that mention AMY&PINK » Dein persönlicher 11. September — Topsy.com

    […] This post was mentioned on Twitter by Marcel Winatschek. Marcel Winatschek said: Neuer Eintrag: Dein persönlicher 11. September http://tinyurl.com/oub8om […]

  • zimtsternin

    Mein persönlicher 11. September war der 26. März 2005. Wenige Tage vor meinen Abiturprüfungen.
    Am Abend zuvor hatte der beste Freund meines damaligen Freundes Geburtstag. Und mir wurde damals klar, dass ich mehr als freundschaftliche Gefühle für den guten Mann hegte. Das wollte ich ihm am 25. März irgendwie mitteilen. Dazu kam es nicht.
    Er war furchtbar besoffen und hat die allgemeine Stimmung absolut versaut. Irgendwann wollten wir alle nur noch nach Hause, weil er so rumgestänkert hat und ich mich auch noch mit ihm gestritten habe.
    Ich war sauer und nahm mir vor, am nächsten Tag nochmal in aller Ruhe mit ihm zu reden. Ãœberlegte noch, ob ich ihm mit dem Auto hinterherfahren sollte, bis er zuhause ankam. War jedoch so stinksauer, dass ich es lie&szlig. Ich fuhr über einen Umweg nach Hause. Der Krankenwagen kam mir entgegen…

    Tags darauf, am 26. März rief mich die Mutter meines damaligen Freundes an. Ob ich zuhause sei. Sie käme vorbei. Im Schlepptau mein Freund. Tür geöffnet. Er fiel mir in die Arme.
    Nach einer gefühlte Ewigkeit sagte seine Mutter: “T. hat sich letzte Nacht vor den Zug geworfen.”
    Ich wollte fragen, wie es im geht, in welchem Krankenhaus er sei. Aber im selben Augenblick wurde mir klar, wie absurd diese Fragen sind.
    Er fuhr mit seinem Rad nach Hause. Stellte es seelenruhig in der Garage ab. Nahm den kleinen Feldweg direkt zu den Gleisen. Legte sich hin und wartete.

    Ich hatte nie eine Chance, ihm von meinen Gefühlen zu erzählen. Und ich fühlte mich schuldig. Lange.

    Mir wurde bewusst, wie schnell es vorbei sein kann. Und wie ignorant man sich verhält, wenn man denkt, es hätte Zeit einem geliebten Menschen dies mitzuteilen. Wenn man denkt, dass morgen auch noch eine Gelegenheit dazu sein wird.

    Damals hab ich mich oft gefragt, ob ich jemals wieder lachen kann, unbeschwert leben kann. Und heute bin ich überrascht, dass es wirklich möglich ist. Es geht. Die Psyche ist stärker, als man annimmt. Ich kann nicht erklären wie und warum. Es ist einfach so. Weil es so sein muss. Weil wir sonst täglich am Leben zerbrechen und zugrunde gehen würden.
    Nimm das Leben nicht zu ernst. Du kommst hier eh nicht lebend ‘raus.

    Das waren meine fünf Minuten. Wieder zurück zur Heiterkeit. Jauchz.

  • mein 11.9 war der 26. Februar 2009 als ich nichtsahnend mittagspause gemacht habe und zuhause mein icq geöffnet habe und diese nachricht fand:
    11:32:15 sabrina: mir gehts momentan wirklich nich gut.ich will dir nicht weh tun,aber ich möchte mein leben alleine leben.ich muss wieder zu mir zurück finden.
    danach war die welt erstmal ein gro&szliger ground zero und ich lief heulend in die arbeit ich war noch nie soo glücklich kollegen zu haben die mich verstehen auch wen ich ein weinendes wrack mit tief ins gesicht gezogenern kapuze bin.

  • Mein persönlicher 11.9 war als damals .(2004 ) mein damaliger bester Freund an Läukemie gestorben ist. Wir hatten noch so viel vor. Er war so stark. Ich kannte und ich kenne immer noch keinen der so eine Stärke in seiner Situation bewiesen hat, wie er. Wir wollten nach Irland fahren und auf Kreta uns die Nase rot glühen lassen in der Sonne. Wir wollten gemeinsam eine Band gründen. Wir wollten später spa&szligeshalber Heiraten, weil wir uns gesagt haben, das wir nie wieder so einen tollen Menschen finden.
    Und dann kam am (2004) der Anruf von seiner Mama. Ich wollte ihm an dem Tag ein gro&szliges Eis mitbringen, das hat er sich am Vortag noch gewünscht….Ich verkrümelte mich für exakt zwei Wochen zuhause und wollte nichts mehr wissen, von nichts und niemanden. Und ich spüre seine Nähe auch heute noch, wenn ich in irgend einer doofen Situation bin. Dann weiss ich, auch er ist da. Wenn nicht in Echt, dann wenigstens in meinen Gedanken und dem Wind. Denn es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die versteht man einfach nicht.

  • Juhu, mein erster 9/11-Beitrag, der von mir gelesen wurde, heute. Mal sehen, wie viele noch kommen.

  • Der 18. September ist mein persönlicher 11. September, wie ich ihn überstehe? Keine Ahnung, ich übe noch (seit bald zwei Jahren).

  • @zimtsternin:

    Ouch, schluck… (Bully hat diesen Satz mal gesagt, ich krieg ich nicht mehr aus meinem Kopf!!!)

    Ich habe etwas ganz ähnliches erlebt. Meine beste Freundin hat sich freitags ganz einfach von mir verabschiedet. Wir waren im Wohnheim, hatten Turnus…

    Aber wir liefen uns nochmals über den Weg an diesem Freitag. Und wir umarmten uns, als gäb´s kein Morgen mehr. Wir haben uns in diesem Moment geliebt, wie sich Freunde eben lieben können!

    Leider haben wir uns für immer verabschiedet. Aber es war ein warmer Gru&szlig zum Abschied, ohne Schmerz. So ist sie auch gegangen. Schnell und schmerzlos, da Koma.

    Das Leben ist für mich wie ein Kindergarten. Bleib Kind, bleib frei und Du bist dabei!

  • Mein persönlicher 09/11 war der 3. August 2008 als ich meine Berlinerin verloren habe. Jetzt fast ein Jahr später bin ich wieder neu verliebt und vergeben doch die Narben von früher spüre ich noch immer.

Topman