- Hell On Earth Tour 2009 – Berichterstattung

Wieso haben die beiden da Trikots an? Und weshalb tragen die da drüben Bandanas auf’m Koppâⓚ¬Â¦ und wiiieso haben eigentlich alle Sänger Glatzen und stehen vorwiegend mit nackten schwei&szliggebadeten Oberkörpern…

Hell On Earth Tour 2009 – Berichterstattung

Wieso haben die beiden da Trikots an? Und weshalb tragen die da drüben Bandanas auf’m Koppâⓚ¬Â¦ und wiiieso haben eigentlich alle Sänger Glatzen und stehen vorwiegend mit nackten schwei&szliggebadeten Oberkörpern auf der Bühne?! Und als zum ersten Circle Pit aufgerufen wurde stand Hannah nur noch das pure Entsetzen im Gesicht: „Oh nein, die kommen doch da nie mehr lebend raus!!“

Ab diesem Zeitpunkt verdrückte sich unsere etwas stiller gewordene Banäna doch eher eine Reihe hinter mich und beobachtete alles mit angemessenem Sicherheitsabstand. Doch nachdem der erste Schreck verdaut war, die Ohrstöpsel gut in den Lauschern verstaut waren und Wörter wie Straight Edge, Head Walk und Circle Pit keine Fremdwörter mehr waren, wurde dann auch gleich zu War from a harlots mouth mitgewippt. Für meinen Geschmack die innovativste Band des Abends, die mit geilen Samples punktete und vor allem mit viel Sympathie rockte.

Fast gleich auf schlugen sich die Jungs von Neaera, wobei Shouter Benny gleich zu Beginn die Todsünde überhaupt beging und das Münchner Publikum mit „Stuttgart“ begrü&szligte. Na vielen Dank, der Herr! Dieser Fauxpas, für den er schon während des Aussprechens von seinen Bandkollegen belächelt (naja, eher ausgelacht) und mit Kopfschütteln missachtet wurde, war jedoch bei mir schnell vergessen. Vielleicht lag es auch daran, dass ich durch einige Gesten und Bewegungen von Benny auf der Bühne mit Wehmut und Melancholie an meinen Exfreund erinnert und gleichzeitig irritiert wurdeâⓚ¬Â¦ hmm, liegt wohl an dem Kabelmikro (âⓚ¬Â¦und verstehen nur insider;))

Sworn Enemy aus New York fanden bei mir eher weniger Anklang, zu trashig, dafür umso mehr beim Publikum. Und vor allem bei dem Typ direkt hinter mir, der nach jedem kurzen Break den klassischen Fu&szligballgröller „Jööööööööööhhh“ gebracht hat. Immer wieder. Und schön monoton. Als ob er’s immer wieder vom Tonband ablaufen hat lassen.

Die Headliner und wohl bekannsteste Vegan-Straight-Edge-Band Earth Crisis waren wie zu erwarten HAMMER! Kalle hat’s auf der Bühne ordentlich krachen lassen, jedoch waren wir nach fast fünf Stunden Stehen, Kopfwackeln und Rückenschmerzen schon mehr als angeschlagen und in Gedanken schon auf dem nächsten, in weitreiche stehendem Stuhl gesessen. Thy will be done, War of Ages und Waking the Cadaver waren alles in allem gut, jedoch nicht im speziellen erwähnenswert.

Aber was auf jeden Fall noch zu erwähnen ist war das überaus junge Publikum: Jungs, welche die Ein-Meter-Grenze nur knapp überschreiten, vom Bartwuchs noch sehr weit entfernt sind und Schamhaare doch eher aus der BRAVO kennen. Und Mädels, die mit nicht annähernd homoerotischen Zungenspielen provozieren und mit ihrer piepsigen Mädchenstimme und der teils auftoupierten Emo-Friese die harten Jungs von der Bühne ins Bett zerren wollenâⓚ¬Â¦ Soll sich nicht abwertend anhören, ich find’s ja gut, dass sich unsere Kinder der Nation lieber dem Hardcore/Metal-Genre hingeben, als irgendeiner gecasteten, pseudocoolen Popstars-Band hinterher eifern, aber mit zwölf Jahren kurz vor Mitternacht noch zum Crowd surfing ansetzen find ich von den Eltern doch ein kleinwenig verantwortungslosâⓚ¬Â¦

Natürlich waren auch einige „gro&szlige“ eher männliche Kinder vertreten, die allerdings genauso fraglich waren wie das angebotene Merchandise-Sortiment. Demnach sind das Rotkäppchen und der mittlerweile angepasste böse Montäna-Wolf nach einem kleinen netten Plausch mit diversen Bandformationen alleine nach Hause. Ohne adäquate männliche Begleitungâⓚ¬Â¦ und noch viel schlimmer: ohne neues Bandshirt im Schrank.

Superdry

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