Stadthunger - Blut und Sex

Im Grunde genommen ging es bei allem was wir taten nur um Sex. Nicht um Liebe, nicht ums Tanzen. Als sie sich bei der Eröffnung vom Chan Shin von diesem…
Stadthunger

Blut und Sex

Im Grunde genommen ging es bei allem was wir taten nur um Sex. Nicht um Liebe, nicht ums Tanzen. Als sie sich bei der Eröffnung vom Chan Shin von diesem ekligen Junkie auf dem Klo durchnehmen ließ, während ich damit beschäftigt war, lustige Fotos vom mich anekelten Partyvolk zu schießen, machte mir das im Grunde nichts aus.

Trotzdem schlug ich Sina auf dem Parkplatz blutig, als sie es mir freudig erzählte. Bei jedem Hieb, bei jedem Schlag, bei jedem Tritt kam mir sein Gesicht in den Sinn, wie er sie wie ein Wilder bestieg, keine Ahnung von ihren Träumen, ihren Sehnsüchten hatte.

Dass sie gern drei Stück Zucker in ihren Kaffee fallen ließ. Dass sie wie ein kleines Schweinchen grunzte, wenn jemand im Fernsehen etwas Witziges sagte. Und dass sie rosa Unterwäsche trug, wenn sie ihre Tage hatte. Von alledem hatte der Wichser doch keine Ahnung, als er sie an die Wand drückte und sein ekliges Ding immer und immer wieder in sie reinschob. Und es war ihm auch scheißegal.

Als sie mich von dir wegzogen, lagst du keuchend und weinend auf dem dunklen Beton. Das Blut floss glänzend deinen wunderschönen Körper hinunter. Du standest auf und sahst mich an wie eine Mutter ihren Sohn, der etwas Dummes, aber unglaublich Süßes angestellt hatte.

“Du liebst mich, nicht wahr?”, fragst du mich, als wir Nachts zusammen im Bett liegen, gegenseitig an einem Joint ziehen und ich dir deine Wunden küsse. “Wie kommst du darauf?”, frage ich nur knapp. “Weil du eifersüchtig warst. Weil ich mit Cosby auf dem Klo gevögelt habe.” Du kicherst vergnügt. “Ich hasse dich.”, sage ich, drehe mich mit dem Rücken zu dir und schlafe ein.

Wach werde ich am nächsten Morgen erst von deinen Klickgeräuschen am Laptop. Ich blinzle, sehe dich in deinem weißen Nachthemd auf dem Boden sitzen und knie mich hinter dich. Die Wut schäumt in mir hoch, du chattest mit Cosby, am frühen Morgen. Ich schnappe mir das MacBook und werfe es aus dem Fenster. Wie ein Frisbee. Du schaust mich verdutzt an, gibst mir einen Kuss auf die Wange und machst uns ein paar Rühreier mit Speck. “Kauf einen neuen, ich will Musik hören.”

Das war das dritte Kapitel “Blut und Sex” aus dem furiosen Blog-Roman-Projekt “Stadthunger”, dem Fortsetzungsroman bei AMY&PINK. Alle Teile davon findet ihr fortwährend auch unter der Rubrik “Stadthunger“.

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