- Mag Watch #2 und die Rückkehr der Blond

Meine sehr geehrten Opfer von Mode, Gefühlen und nackischen Mädels, es wird mal wieder Zeit für unseren monatlichen Blick zum Kiosk des Vertrauens, um der gefährdeten Rasse namens Printmedien ein…

Mag Watch #2 und die Rückkehr der Blond

Mag Watch #2 und die Rückkehr der Blond

Meine sehr geehrten Opfer von Mode, Gefühlen und nackischen Mädels, es wird mal wieder Zeit für unseren monatlichen Blick zum Kiosk des Vertrauens, um der gefährdeten Rasse namens Printmedien ein wenig unter die Arme zu greifen. Und weil ich heute so ausgesprochen emanzipiert bin, beginnen wir doch mit der Frauenfraktion, indem wir wir zum Beispiel im aktuellen Cooler Mag neben einer Reportage über die geilsten australischen Surfstrände und einem ausgelassenen Interview mit der Snowboardlegende Kjersti Buaas auch eine zuckersüße Fotostrecke mit der Riderin Juliet Elliott finden, die auch mit verbundenem Arm noch toll aussieht. Gewohnt weniger sportlich geht es da in der Nylon zu, auf deren Cover dieses Mal die süße Kristen Stewart, die u.a. die Bella in “Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen” spielt, abgebildet ist, und die schon am Anfang vor ihrem Modegeschmack warnt: “Niemand sollte jemals das anziehen, was ich in einem Magazin sage.” Sympathisch.

Die NEON stellt sich wie immer den ganz großen Fragen der Gefühlswelt (was auch bald Galileo Emo-Science auf ProSieben versucht, allein der Titel sagt schon alles) und möchte von euch wissen, wie ehrgeizig ihr doch seid. Wenn euch eine Antwort darauf allerdings getrost am Arsch vorbei geht, könnt ihr immer noch nachlesen, wieso und warum sich so viele Menschen mit schlechtem Sex abfinden und wie Studenten ganz legal leer stehende Villen in London besetzen.

Weniger zimperlich geht’s nach wie vor in meiner Lieblingszeitschrift VICE zur Sache, die auch dieses Mal wieder so geile Themen haben, dass dem nur eine einfache Aufzählung gerecht wird: Es geht um Pilze in Penisform, um die Vancouver Punks White Lung, um einen Typen, der seit 18 Jahren jeden Tag ein Polaroid macht, um die auf AMY&PINK bereits erwähnten Kekse aus Muttermilch und um Laura, die sich von Richard Kern nackt beim Zähneputzen und auf’m Pott ablichten lässt. Viel Spaß für uns alle also.

Und tatsächlich ist diesen Monat das geschehen, was wir schon lange befürchtet haben und von dessen grauenhafter Vorahnung wir alle bereits schlaflose Nächte durchleben mussten: Die Blond ist wieder da. Mutiert, kastriert und durch einen Hochglanzkopierer gejagt. Blonde mit E nennt sich das Geschöpf nun, deren Redaktion die Zeichen der Zeit erkannt hat und das nun in die gleiche Kerbe wie Millionen von Mädchen- und Modemagazinen schlagen will. Für eine neue Homepage hat’s noch nicht gereicht, aber der erste Fan Marilena äußert sich bereits begeistert: “Oh. Mein. Gott. Ich fasse nicht was da in meinem Briefkasten lag. Ein auf Hochglanz poliertes Modeheft-BlondE ist nämlich ein Modemädchen, jaja-mit unglaublich uninteressanten Beiträgen alá “Kopenhagen ist das neue Stockholm”. Wenn ich mich gegen den “bösen uncoolen” Mainstream anziehen will, dann brauch ich keine Zeitschrift, die dann die Gegenbewegen dazu in einer tabloidartigen Zeitschrift komprimiert und generalisiert. BlondE ist die Blidzeitung der Modezeitschriften.” Was da also aus seiner wohlverdienten Ruhestätte empor gekrochen ist, kann man getrost als modebewussten Magazinzombie betrachten. Was kommt da wohl als nächstes?

Topman

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3 Kommentare

  • Viel zu schade, was die da mit der Blond gemacht, haben die war immer billig aufgemacht und nun dieses Monster da. Manche Redaktionen sollten sich wirklich schämen.

  • ich hab sie gestern gesehen. zuerst habe ich YAY! gedacht und dann das e gesehen und mich gewundert, geblättert und weiter gewundert. aber da sind viele große bilder drinne, die ich ausschneiden und an meine wand kleben kann. deswegen hab ich sie gekauft. die artikel lese ich eh nicht.

    blabla

  • Frank

    Und wenn man sich mal die Fotostrecken ansieht, merkt man, wie hier massiv geworben wird. Ich sag nur I love Jeans sponsored by Levis.