- Ein Wachtraum (1)

Jennys Kolumne: “Och neeeee, was is’ denn das hier??!!” Er lacht. Patrick sitzt da und grinst einem genauso dümmlich zu. Patrick, dieser kleine Seestern soll neben diesem tollen Lächeln auch…

Ein Wachtraum (1)

Jennys Kolumne: “Och neeeee, was is’ denn das hier??!!” Er lacht. Patrick sitzt da und grinst einem genauso dümmlich zu. Patrick, dieser kleine Seestern soll neben diesem tollen Lächeln auch noch wunderbare Sätze sprechen, sagt er mir stolz. Ich zweifle an seiner Zurechnungsfähigkeit und ahne, dass er angetrunken sein muss. Komme aber zu dem Schlussâⓚ¬Â¦ das meint der ernst!!! Auch ohne Alkohol! Der mag dieses rosa Vieh! Von seiner Ex. Sagt er. Na klasse und ich lieg daneben. Also steh’ ich auf. Gucke weiter. Fotos und Fotos und Fotos. Für einen Kerl ist alles ziemlich liebevoll eingerichtet. Ich bin beeindruckt. Nach einer Weile kommt es einem gar nicht so eng vor. “Was machen wir jetzt?” Ein bisschen Lachen, ein bisschen schüchtern aneinander vorbeisehen und schon stehen wir wieder auf der Straße in Richtung Videothek. Eine schwierige Geburt einen passenden Film auszusuchen. Am Ende nehmen wir einen, den ich schon kenne. Das sage ich ihm aber nicht. Das wäre sonst noch auf einen Porno hinausgelaufen, weil es nichts anderes gab. Wir gehen kaum redend nebeneinander zurück.



“Gucken wir Mario Barth?“, und da ist er. Zum ersten Mal. Dieser Blick. Und schon wieder weg. Ein schnelles Nicken beendet diesen Moment. Die erste Berührung folgt. Sie war mir bekannt. Nicht unangenehm. Wie gesagt. Es ist sehr klein. Wir hatten gar keine andere Möglichkeit. Ich bin froh drüber. Ich wendete mich trotzdem von ihm weg. Hatte zu viel im Kopf. Schaute auf die Uhr um sicherzugehen, dass wir Mario Barth nicht verpassen. Es war lustig. Ich konnte mich nicht konzentrieren. Er lag da. Ich lag da. Und dieser Blick. Was würde ich zulassen, was nicht. Mario war mir egal. Wartete nur, was als nächstes kommt. Ein Kuss in den Nacken, ein festes aneinander Drücken, ein Lächeln. Ein Blick. Dieser Blick verfolgt mich. Immer noch. Immer.

Die Luft war zum schneiden, mit Funken voll. Mario hatte zu Ende gequatscht, was hieß: voneinander lösen und den Film gucken. Ich kannte ihn ja schon. Ich lachte, schon bevor die guten Stellen kamen. Es waren also keine guten Stellen mehr. Für ihn. Für mich war es lustig sein zum Teil böses, zum Teil amüsiertes Gesicht zu sehen. Es wurde später. Auch dieser Film ging zu Ende. Doch die Berührungen nicht. Sie wurden heftiger. Ich wollte mich wehren. Der Wille war da. Stellte sich aber sofort wieder ab. Das Einzige, was ich dachte, war: keine Küsse. Ich darf ihn nicht küssen. Die Hände überall. Der Atem schnell. “Der Film ist zu Endeâⓚ¬Â¦“ Dieser Blick, der Hauch in meinem Ohr. “Dann müssen wir einen anderen einlegen“. Ich durfte aussuchen, war aufgeregt. Mein Herz pochte, er stand hinter mir.

Eiskalte Engel. Vielleicht ein eher unpassender Film für diesen Abend. Ich durfte mich nicht verführen lassen. Doch der Film wurde zur Nebensache. Wir spielten Katz’ und Maus. Ich ließ mich gerne fangen. Von ihm und diesem Blick, dieser Stimme. An der Wand. In der Eckeâⓚ¬Â¦ Das Lied “Colorblind” ist unser Zeuge. Keine Küsse. Nur Verlangen.

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