- Ätzend

Freitag Abend – die Welt steht einem offen. Ich persönlich hatte drei Möglichkeiten zur Auswahl: Mit André, Lisa und den anderen ins Melo, mit Ana auf so eine seltsame FOS-nicht-wirklich-Abschlussparty…

Ätzend

Freitag Abend – die Welt steht einem offen. Ich persönlich hatte drei Möglichkeiten zur Auswahl: Mit André, Lisa und den anderen ins Melo, mit Ana auf so eine seltsame FOS-nicht-wirklich-Abschlussparty oder zu Hause zu bleiben, um dort auf Arte den Film “Die Silicon Valley Storyâⓚ¬Â anzusehen, in dem es um den Konkurrenzkampf zwischen Microsoft und Apple ging.

Und eigentlich hatte ich mich auch schon entschieden: Und zwar für’s Melo. Zum einen, weil ich den Film schon mal auf Englisch gesehen hatte und zum anderen, weil es für mich immer so eine Sache ist, mit Ana auf eine Party zu gehen. So etwas endete erfahrungsgemäß immer damit, dass ich irgendwelche Selbstmordgedanken habe.

Ana ging’s nicht gut gestern, richtig scheiße eigentlich. Und sie bat mich, doch mit ihr zu dieser FOS-Feier zu gehen. Natürlich gab ich nach. Ein Fehler. Die Party fand in einer kleinen Disco in einem nahegelegem Kurort statt. Winzige Location, ätzende Türsteher und so hochnäsige Menschen, wie ich sie nicht einmal im PM erlebt hatte. Wie stolz diese aufgeföhnten Typen und hochgezüchteten Tussen doch waren, dass sie in diesem Raum, der nicht größer als meine Wohnung war, zu Hip Hop-Remixen tanzen durften.

Die Leute, mit denen wir eigentlich verabredet waren, dampften schon ab, bevor sie überhaupt Eintritt gezahlt hatten und meine Alarmglocken klingelten sich in meinem Kopf einen ab. Aber ich überhörte sie. Wieder ein Fehler. So dackelte ich also Ana nach und eifersüchtelte ihr wie gewohnt hinterher. So wie immer.

Der Abend brachte es auf jeden Fall voll. Ich wollte nur noch nach Hause. Ich verabschiedete mich von ihr und den Typen, die sich nur darauf gefreut hatten, dass ich endlich das Feld räumte, damit sie freie Fahrt hatten, und musste dann nach Hause latschen, weil meine Fahrer, deren Abend ähnlich beschissen verlaufen war, schon alle im Bett waren. Wenigstens hatte ich meinen iPod dabei. Der verscheuchte die bösen Stimmen in meinem Kopf allerdings auch nicht. Fazit: Das nächste Mal höre ich auf meine innere Vernunft und mit Ana gehe ich garantiert auf keine Party mehr. Ich erinner nur an die Selbstmordgedanken. Hoffentlich war euer Abend besser.

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