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In letzter Zeit durchlaufe ich gewaltige Stimmungsschwankungen, die den Auswirkungen jeder weiblichen Periode Konkurrenz machen würden. Im einen Moment liebe ich diese ganze blaugüne Welt mit allem was darauf kreucht…

labil

In letzter Zeit durchlaufe ich gewaltige Stimmungsschwankungen, die den Auswirkungen jeder weiblichen Periode Konkurrenz machen würden. Im einen Moment liebe ich diese ganze blaugüne Welt mit allem was darauf kreucht und fleucht, sehe alles immer lockerer und möchte die Völker mit meiner guten Laune beschenken. Und einige Minuten später fühle ich mich von allen um mich herum verraten und verarscht, sehe keinerlei Auswege und würde am liebsten alles hinschmeißen und nach Kanada auswandern. Dann klicke ich mich wie ein Besessener durch iTunes, höre jedes Placebo-Lied bis zum Exzess und überspringe demonstrativ jedes von Muse.

Seit Monaten geht das nun schon so. An beruflichen Fortschritt ist dann manchmal gar nicht erst zu denken. Wenn’s privat gut läuft, dann ist alles andere ein Kinderspiel. Momentan fehlt mir einfach irgendwo der Halt, als wäre ich schwerelos und jeder Windstoß würde mich wieder woanders hinschleudern. Und ich habe zwei Theorien dafür: Entweder ich habe damals zu viel “Will & Grace” geschaut, oder ich brauche einfach eine Freundin. Denn an das Postitive und den künstlerischen Nährboden, den man nur in solchen privaten Niederlagen hegen und pflegen kann, denkt man natürlich nicht, wenn man richtig tief in so einer Krise steckt. Für manche Gefühle fehlen mir einfach die Rechte.

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