- Wie Universal die Musik rettete

Es war einmal in einem unbekannten Land. Menschen und Tiere machten in dieser Zeit ganz schlimme Dinge mit Musik: Sie tauschten sie, stellten Musikvideos online und schrieben Songtexte, die sie…

Wie Universal die Musik rettete

Es war einmal in einem unbekannten Land. Menschen und Tiere machten in dieser Zeit ganz schlimme Dinge mit Musik: Sie tauschten sie, stellten Musikvideos online und schrieben Songtexte, die sie dann auf ihren Webseiten zur freien Verfügung anboten. Die armen Musiker sahen keine andere Möglichkeit und suchten Schutz und Hilfe beim Rächer der Geblechten: Universal.

Mit dicken Koffern und ganz vielen seelenlosen Anwälten zogen sie in den Kampf gegen Filesharing-Netzwerke, Musikforen und Lyrics-Webseiten und streckten einen Gegner nach dem anderen nieder. Doch wieso aufhören, wo es doch gerade so viel Spaß machte? Schließlich gab es noch so viel Ungerechtigkeit auf dieser Welt. Man schlich sich also leise hinter einen nahegelegenen Busch, streckte die Köpfe nach oben und sah die neuen und ein paar alte Feinde: Kleine Teenies, die auf Seiten wie YouTube und MySpace fröhlich lachend ihren Idolen frönten, indem sie ihre Lieblingssongs im Hintergrund laufen lassen oder Musikvideos ohne schriftliche Erlaubnis zum Anschauen hochluden.

Universal und seine Verbündeten glaubten ihren Augen nicht: Es kann doch nicht angehen, dass Fans und Kunden einfach so ihrem Hobby nachgingen und damit angaben, welche Musik sie gerne hörten. Dass sie sich spontan undownloadbare Musik gegenseitig vorspielten und Musikvideos zu Universals Werbezwecken benutzten? Dass dadurch unbekannte gute Bands gar berühmt werden könnten?! Nein! Diese Ungerechtigkeit musste sofort aufhören! Lasst uns schnellstmöglich diese Plattformen verklagen!

Auch wenn es den Künstlern zu mehr Publicity verschafft? Natürlich! Schließlich dachte man immer noch daran zurück, welches Milliardenunternehmen MTV mit der kostenlosen Ausstrahlung von Musikvideos auf Universals Rücken geschaffen hatte. Aber daran, dass unsere Rettungsplattenfirma niemals so groß geworden wäre, wenn MTV ihre Mugge nicht ausgestrahlt hätte, daran dachten die geldgeilen Säcke nicht.

Und wie endet unser kleines Märchen? Universal verbietet alles und jedem ihre Musik auch nur weiter als zwei Meter anzuhören, schalldichte Wände müssten dafür reichen. Im Internet dürfen nur noch 5-sekündige MIDI-Dateien zu Werbezwecke laufen. Mit Viacom sind sie ganz dicke, weil MTV ja seit Jahren auch zur bösen Seite gewechselt ist und sich zu einem geldgeilen Konzern entwickelt hat. iTunes und Musicload gibt’s nicht mehr, weil keiner so richtig die Preisvorstellungen unseres Lieblingsplattenlabels von 9,99 Euro pro Song kapiert hat und verklagt wird heute immer noch wie Kanone. Und zwar jeder der es auch nur wagt, sein Lieblingslied auf offener Straße zu summen. Darf Universal das alles überhaupt, werdet ihr fragen. Natürlich dürfen die! Schließlich hat Universal ja die Musik erfunden, oder etwa nicht?!

Topman

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