Jenny Wilson – Like A Fading Rainbow
Untergrundbahn
Jenny und ich waren in den Szenevierteln der Hauptstadt unterwegs. Weil ich da hin ziehen will. Weil die Wohnungen da grad (noch) billig sind. Wir waren teuer essen, haben zwei mit einem Fotohandy bewaffnete Touris gesehen, die auf einen farbigen Penner (mit extrem coolen Klamotten) drauf gehalten haben und ich wollte getrockneten Salzfisch kaufen. Hab ich dann aber vergessen. Ich Idiot.
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Nudeln mit Maggi

Während Berlin für kurze Zeit unter einer Decke aus weißem Schnee verschwand, haben sich Jenny und ich the faulest weekend ever gegönnt. Wir haben DVDs geguckt, gevögelt und gegessen. Viel gegessen. Kuchen. Nudeln mit Maggi. Kartoffelgratin. Müsli. Golden Puffs. Türkisches Fladenbrot. Schinken. Und noch mehr Nudeln. Wenn ich jetzt platze, erinnert euch an mich als...
Ein Wachtraum (1)
Jennys Kolumne: “Och neeeee, was is’ denn das hier??!!” Er lacht. Patrick sitzt da und grinst einem genauso dümmlich zu. Patrick, dieser kleine Seestern soll neben diesem tollen Lächeln auch noch wunderbare Sätze sprechen, sagt er mir stolz. Ich zweifle an seiner Zurechnungsfähigkeit und ahne, dass er angetrunken sein muss. Komme aber zu dem Schluss… das meint der ernst!!! Auch ohne Alkohol! Der mag dieses rosa Vieh! Von seiner Ex. Sagt er. Na klasse und...
Weiterlesen »Die Grenzen des Aufstandes
Ihr Bett war weich und es roch gut hier. Neben uns standen haufenweise Disney-DVDs in Reih und Glied und an der Decke hing ein kleines Windspiel, das sich aber keinen Millimeter rührte. Rumknutschen konnten wir nicht, das Foto ihres Freundes am Schrank hinderte uns daran. Also lasen wir uns gegenseitig ein Sexbuch vor, lachten uns bei Begriffen wie “Goofys Schwanzparade” oder “Analsafari” den Musculus gluteus maximus ab und überspielten so den Schock, den wir noch...
Weiterlesen »Erste Zeilen
Jennys Kolumne: Ich bin die Neue… Und ich stehe unter Druck, mir was wahnsinnig Raffiniertes, vom Hocker reißendes einfallen zu lassen. Und was macht man da? Man überlegt. Es gibt nur dieses vom-Hocker-reiße-Ziel, aber der Weg führt mich zu einem Ort, der einem nie einfallen würde, wenn man an die Orte denkt, an denen man gerne wäre. Man sagt nie so Dinge über diesen Ort wie: “Hey, wenn ich mal wieder frei hab, dann geh ich da hin.” Oder: “Wow,...
Weiterlesen »Die Psychologie des Punktes
Der Punkt wirkt unruhig, passiv in diesem Bild. Diese Linie hier, sie sprengt den Rahmen, wird sanfter, aber kann sich kaum halten. Sie und der Punkt umschlingen sich, werden eins, werden keins. Implodieren auf einem DIN-A3-Blatt, leuchten noch einmal kurz auf, verschwinden für immer auf der weißen Fläche. So etwas lernen wir auf der Berufsschule. Wir gestalten, müssen berücksichtigen wie, wo und warum dieses und jenes nun hier oder dort platziert ist, sollen uns der Wirkung...
Weiterlesen »Irgendwann bin ich mal in der PAGE
Ab morgen arbeite ich in der Kreativbranche. Ich. Für Geld. Das heißt im Klartext: Andere bezahlen mich dafür, dass ich schöne Dinge mache. Ist das nicht der Hammer? Dann mache ich dasselbe wie Matt. Und Ella. Oder auch irgendwie wie die süße Amanda, obwohl ich keine Ahnung habe, was die eigentlich wirklich so bei Connected...
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