AMY & PINK

[lang_en]Yeah I know, the internet is evil. Everywhere lurk kidnapper, terrorists and google-employees, who abduct my family and foist personalized ads for testical cancer on me with the information I expose here. But anyway I love this loathsome, drunk and spoiled bunch. So much, that I made it to my occupation to make the net a little bit nicer. I became a web designer!

Born in an idyllic small town in even more idyllic Bavaria, I live in big, dangerous Berlin since 2007 and work there as a designer at the prestigious aperto AG. There I’m involved in design projects for clients like Sony, Volkswagen, Siemens and Stiftung Warentest. And that’s really great.[/lang_en][lang_de]Ja ich weiß, das Internet ist böse. Überall lauern Kindesentführer, Terroristen und Google-Mitarbeiter, die mit den Informationen, die ich hier so naiv und großkotzig preisgebe, irgendwann meine Familie kidnappen und mir personalisierte Hodenkrebswerbung andrehen wollen. Aber trotzdem liebe ich diesen verruchten, besoffenen und versauten Haufen so sehr, dass ich es auch gleich zu meinem Beruf gemacht habe, das niederträchtige Netz ein wenig schöner zu machen: Indem ich Webdesigner geworden bin.

Geboren in einer idyllischen Kleinstadt im noch idyllischeren Bayern, lebe ich nun seit Mitte 2007 im großen, gefährlichen Berlin und arbeite dort als Mediengestalter in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung bei der renommierten Webagentur aperto. Dort bin ich an Designprojekten für Kunden wie Sony, Volkswagen, Siemens und Stiftung Warentest beteiligt. Und das ist toll.[/lang_de]

[lang_en]Since I was a little rugrat I’d been an absolutely nerd, talked to myself on the toilet and wanted just one thing: to rule the world. I’ve learned that from the TV. From two mice. While other kids made out at the swimming pool and afterwards were trashed by their drunk fathers with stinging nettles through the ditch, I hang out at home, watched “Sailor Moon” and “Pokémon” and had so much fun with my BRAVO’s. I mean: reeeaaalllyy much fun.

This changed when I meet one chaotic family after the other with people, who were so idiotic like I am. So we spent whole summer evenings on an isolated playground, raced with power-crazed policemen and cut school, to learn the difference between shaved and unshaved female genitals or to sleep on the rooftops. This saved at least the rest of my childhood.[/lang_en][lang_de]Ich war schon als Hosenscheißer voll der kleine Nerd, redete auf dem Klo mit mir selbst und wollte doch eigentlich nur eins: Die Weltherrschaft an mich reißen. So hab ich’s wenigstens aus dem Fernsehen gelernt. Von zwei Mäusen. Während andere im Freibad miteinander rumfummelten und dann von ihren besoffenen Vätern mit Brennnesseln durch den Bach gejagt wurden, gammelte ich zu Hause herum, zog mir “Sailor Moon” und “Pokémon” rein und hatte richtig viel Spaß mit meinen BRAVOs. Also: riiichtiiig viel Spaß.

Das änderte sich, als ich in eine chaotische Familie nach der anderen hineingezogen wurde und dabei Leute traf, die genauso idiotensicher drauf waren wie ich. Also verbrachten wir ganze Sommerabende auf einem abgelegenen Spielplatz, rannten mit machtbesessenen Polizisten um die Wette und schwänzten die Schule, um den Unterschied zwischen unrasierten und rasierten weiblichen Genitalien kennen zu lernen oder um einfach nur dumm auf einem Dach zu schlafen. Dadurch konnte meine Kindheit wenigstens ein bisschen gerettet werden.[/lang_de]

[lang_en]Today I’m a schizophrenic something, which makes out with funny people on boozy parties, generelly copes better with girls than with guys and apparently throws the money with both hands out of the window. I don’t really remember that one, but by no later then the middle of a month the bancomat is no more my best friend. So I walk bi-bu-bankruptcy home, listen loud to Japanese pop music and watch every (really every) sitcom on tv. After all I’m the absolutely tv junkie. But if the box would be away some day: whatever!

I go for goldblonde hair and ocean blue eyes on the people with pussy. But my exgfs didn’t really care about. Very bad-mannered if you ask me. Unfortunately I get bored very, very fast. You have to exercise me, attract me, surprise me, otherwise I look out of the window during the sex, when the sun is shining. Hey look there: a birdie![/lang_en][lang_de]Heute bin ich ein schizophrenes Etwas, das auf feuchtfröhlichen Partys mit ganz komischen Leuten rummacht, mit Mädels generell besser klar kommt als mit Typen und sein Geld anscheinend mit beiden Händen aus dem Fenster wirft. Daran erinnere ich mich zwar nie, aber Mitte des Monats ist der Geldautomat plötzlich kein Freund mehr von mir. Also gehe ich pli-pla-pleite nach Hause, höre ganz laute japanische Popmusik und schaue jede (wirklich jede!) Sitcom im Fernsehen an. Ich bin schließlich voll der Fernsehjunkie. Aber wenn das Teil plötzlich weg wäre, wär’s mir eigentlich auch scheiß egal.

Ich kleiner Nazikommunist stehe bei den Leuten mit Muschi total auf goldblonde Haare und ozeanblaue Augen. Das ging meinen Exfreundinnen aber meistens ziemlich an ihrem süßen Arsch vorbei. Die hielten sich nämlich kein Stück daran. Ziemlich unhöflich, wenn ihr mich fragt. Leider kann man mich mit allem und jedem ziemlich schnell langweilen. Man muss mich fordern, ködern, überraschen, sonst schaue ich während dem Sex sogar lieber aus dem Fenster, wenn draußen die Sonne scheint. Ui guckt mal, ein Vögelchen![/lang_de]

[lang_en]So far my short life was a huge roller coaster ride. I was a veggy, cheater, mock-rebel.. but it is about time. Now I’ve got only one innermost destination and desire: I want to become king of the web designers! Die or rule the world. There lies nothing in between. In memory of Pinky and the Brain. Narf.

What I love: hot summer rain, everything from Japan, Mian Mian’s style of writing, watching “The O.C.” all night long, Bionade, this certain feeling of Apple, to order pizza over the internet, to find yourself in sitcoms, Nintendo, listening to the right soundtrack, Beck’s Green Lemon, organized chaos, pop socks by American Apparel at girls, sizzling air of thunderstorms, to have a model as my neighbor, openness, immediately hitting it off with someone, private parties, pushing pixels, Berlin, to move something with words, success.

What I really hate: money worries, factory farming, uncreative pain, fog in my head, an empty fridge, to meet idiots, “uberfunny” ringtones, alarmclock, wars, bills, addressed askance, coldness, to see innocents suffer, to realize senselessness, to think about deportations of the Jews when I’m in a train by Deutsche Bahn, cheap stuff without soul, to be alone without wanting it.

Also find me on:[/lang_en][lang_de]

Mein kurzes Leben war bisher eine ziemliche Berg- und Talfahrt. Ich war Vegetarier, Fremdgänger, Pseudorebell… Doch es wird Zeit. Jetzt habe ich nur ein innerstes Ziel und Verlangen: Ich möchte König der Webdesigner werden! Muahaha, entweder sterben oder Weltherrscher werden. Dazwischen gibt’s nichts. In Gedenken an Pinky und den Brain. Narf.

Was ich liebe: heiße Sommerregen, alles was aus Japan kommt, Mian Mians Schreibe, die ganze Nacht “O.C., California” gucken, Bionade, das gewisse Apple-Feeling, Pizzen übers Internet bestellen, sich bei Sitcoms wieder erkennen, Nintendo, den richtigen Soundtrack dabei zu haben, Beck’s Green Lemon, geordnetes Chaos, Kniestrümpfe von American Apparel bei Mädels, knisternde Gewitterluft, ein Model als Nachbarin haben, Offenheit, sich mit einem Menschen sofort gut verstehen, Privatparties, Pixelschubsen, Berlin, mit Worten etwas bewegen, Erfolg.

Was ich abgrundtief hasse: Geldsorgen, Massentierhaltung, unkreatives Leiden, Nebel im Kopf, leerer Kühlschrank, Idioten kennen lernen, “superlustige” Klingeltöne, Wecker, Kriege, Rechnungen, von der Seite angelabert werden, Kälte, Unschuldige leiden sehen, die Sinnlosigkeit erkennen, bei Zugfahrten an die Deportationen der Juden denken müssen, Billiggemachtes ohne Seele, ungewolltes Alleinsein.

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