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Goodbye Scala

Da hilft alles Rumgeheule nichts: Das Scala in der Friedrichstraße schließt dieses Wochenende für ever ever seine dirty Pforten. Keine Ahnung wieso, schließlich hat es weder an trinkwütigen Touristen, grandiosen Acts, noch an einer lecker süffigen Location gefehlt und dennoch folgt die Partytruppe dem Galerie-Vorbild und verschwindet von der Bildfläche. Für immer!

Aber natürlich nicht ohne vorher noch einmal richtig auf die Kacke zu hauen. Unter anderem werden sich die Junior Boys, Shir Khan und Jack Tennis die letzte Ehre geben, einfach gegen Mitternacht die Nutten in der O’burger loslassen, um die Ecke schwanken und um Einlass betteln. Das wird ein großer Spaß für die ganze Familie. Eine Facebook-Gruppe gibt’s zu dem Thema natürlich auch. Seid dabei!

              
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Bei manchen Videos frage ich mich wirklich immer, wieso nicht alle Videos auf dieser verdammten Welt in so einer geilen Qualität in unsere Gehirne übertragen werden. Gestochen scharf, ohne behinderte schwarze Ränder und mit einem glasklaren Ton, der sich anfühlt, als würde die Band genau neben dir stehen. Meine Forderung ist deshalb: Stellt YouTube ab und übertragt die ganzen Perlen an Vimeo.

Die eben erwähnte Band ist dieses Mal Kish Mauve (wieder einmal ein Electropop-Duo, das kennen wir ja jetzt langsam irgendwo her) aus London (das liegt in England liebe Kinder), die Ende März ihr neues Album “Black Heart” veröffentlicht haben und aus dem wir jetzt die Single “Matthew” zu sehen und auch zu hören bekommen werden. Clip ab.

        
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SuicideGirl der Woche: Hezza

Die ganze Welt dreht sich einzig und allein um Sex, Sex, Sex und große Möpse. So natürlich auch bei uns, ich meine ihr kennt uns schließlich. Und da Montana die ihrigen leider viel zu selten in die Kamera hält und Carö erst auf dem Kings of Leon-Konzert im Juli die Hüllen fallen lassen wird, muss sich heute das SuicideGirl Hezza für uns nackisch machen.

25 Jahre ist die brünette Schönheit jung, die am liebsten Queen of the Stone Age, Elvis Presley und The Doors hört und aus Uruguay stammt. Sie besitzt mit dem MajoReyStore sogar ein eigenes kleines Modelabel, bei dem ihr sexy Unterwäsche, T-Shirts und Hosen käuflich erwerben könnt. Und wer gerne “Die wilden 70er” und “Two and a Half Men” im Fernsehen drin anschaut, den muss man einfach geil finden. Okay, ihre Nippelpiercings sind daran wohl auch nicht ganz unbeteiligt. Hezza, meine Damen.

      
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Die unglaublichen Erkenntnisse der letzten Tage

Dodgeball ist eine der wenigen Sportarten, in denen ich gar nicht mal so schlecht bin. Basti ist eine Prinzessin. Gysi ist zwar ein lustiger Typ, aber ich wähle trotzdem die Piraten – das bin ich meinem kleinen Internetvölkchen schuldig. Sobald ein Kumpel einen alkoholischen Totalabsturz hat bin ich schlagartig wieder nüchtern. Philipp Poisel singt wunderschöne Lieder. Süße Nachrichten von Montana am späten Abend pinseln mir ein Lächeln ins Gesicht. Island war viel besser als Norwegen. Für die IHK ist ein beschissener Fireworks-Dummy mehr wert als ein valider HTML-Code. Gülcan und ich sind ein super Team.

Das Smashing Magazine liebt uns. Kein Internet zu haben ist ein ziemliches Handycap für einen Blogger. Ältere Frauen können auch ziemlich sexy sein. Ich steh auf das Rollenspiel “Dragon Quest Monsters V -Die Hand der Himmelsbraut” für den Nintendo DS. Betrunken fährt es sich schneller U-Bahn als nüchtern. Ihre Brüste sind immer noch ziemlich geil. Mit Sojasauce schmeckt nicht alles besser. Ich habe Filme in meinem Regal, die ich noch nie angeschaut habe. Alte Familien-Sitcoms stillen mein Heimweh. Mit Geld würde vieles viel schneller voran gehen. Ane Brun singt ebenfalls wunderschöne Lieder. Auf manche eMails möchte ich einfach nicht antworten. Meine Haare fühlen sich toll an. Der falsche Pete Doherty ist lustig.

        
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Hannah Montana Is Back In Town!

Der Adler ist gelandet! So schnell können fünf Wochen ins Land gehen und das bedeutet für uns und euch Glückliche da draußen: Unsere geliebte Hannah Banana Montana ist nach ihrer Tokio-Reise wieder in Good Old Germany! Ja verneigt euch vor der großartigen Weltenbummlerin, lauschet bedächtig was sie uns alles zu erzählen hat und kommt ihr besser nie wieder mit Sushi oder Nudelsuppen an, sonst könnte sie euch glatt mit Haut und Haaren verschlingen.

Ich sage Willkommen zu Hause Schatzerl und danke für die tonnenweise Fotos, Videos und Texte, die du trotz dieser beschissenen 56k-lahmen Internetverbindung von einem Land ins andere geradewegs durch dieses süße kommunistische China geschleust hast. Das hast du toll gemacht und jetzt beginnt wieder der ernste Teil des Lebens. Prüfungen wollen absolviert, In & Out-Listen geschrieben und frisch rasierte Kings Of Leon-Konzerte besucht werden.

Und damit du nicht gleich den deutschen Weißwurst-Schock bekommst und Stück für Stück an das hiesige gutbürgerliche Leben gewöhnt wirst, gibt’s hier ein kunterbuntes japanisches Video von der nicht weltbekannten Band Ikimono Gakari, das du am besten zum Einschlafen laufen lässt, damit du dich wie im Land der aufgehenden Sonne fühlst. Willkommen zu Hause!

        
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Shave The Queen

In aller Herrgottsfrüh ließ mir ein netter Typ heute morgen ein komisches Päckchen ohne Absender da und mein erster Gedanke war: Briefbombe! Sollten es die neidischen Blogkollegen tatsächlich wagen soweit zu gehen und uns für alle Zeit in die Luft zu sprengen? Helmut, Marten, Namensvetter..? Dann fragte ich mich, wann so ein Ding wohl hochgehen würde und wie ich es öffnen konnte, ohne dass es soweit kommt. Hoch konzentriert und total verrenkt machte ich es Stück für Stück auf, immer mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass meine schöne rechte Hand gleich in tausend Stücke zerfetzt wird. Was doof wäre. Denn die brauch ich noch.

Zum Vorschein kam dann allerdings etwas, mit dem ich gar nicht gerechnet hätte: Ein Rasierer von Gillette. Venus. Die Sara von Heidi Klums Flohzirkus hatte mir ‘nen Frauenrasierer geschickt. ‘Nen Frauenrasierer! Das ist jetzt zwar nicht unbedingt das, was ich mir seit Kindestagen an gewünscht habe (oder doch?) und ich werde das schöne Stück natürlich an Hannah weiter schicken, damit sie auch ja überall schön rasiert ist, wenn wir mit Carö zusammen beim Kings of Leon-Konzert hier in Berlin eintrudeln, aber an kostenlose Geschenke können sich gewisse andere Firmen mal gerne ein Beispiel nehmen. Nintendo, Ferrari und Apple – ihr seid dran!

        
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Ist das immer so schnulzig?

Wenn ihr nicht gerade im Altenheim lebt, eine Nachtschicht nach der anderen absolvieren müsst oder einen Penis zwischen den Beinen baumeln habt, dann liebt ihr einfach “Grey’s Anatomy”. Die sexy Bettgeschichten, das spritzende Blut und die lustige Musik im Hintergrund, wenn irgendwer aufgeschnitten wird oder zwei Lesben ihr erstes Mal haben – das alles macht großen Spaß. Mir auch. Ich hab ‘nen Penis.

Anders jedoch, wenn plötzlich eure Freunde neben euch sitzen. Da habt ihr’s schon so weit geschafft, dass um 20:15 Uhr die Flimmerkiste läuft, auch noch das ProSieben-Logo oben rechts prangt und das doofe Krankenhaus auftaucht und ihr freut euch darauf euch als abonnierter Zuseher dieses Meisterwerks präsentieren zu können. Breit grinsend sitzt ihr da.

Und was machen eure Arschis von Freunden? Im besten Fall sitzen sie nur gelangweilt da, im schlimmsten jedoch geben sie behinderte Kommentare wie “Ist das immer so schnulzig?” oder “Gibt’s das auch in lustig?” ab. Und scheiß egal wie tapfer ihr auch seid, wie sehr ihr die Charaktere und ihre Geschichten auch innerlich verteidigt und wie bewusst ihr euch auch seid, dass auch dieser Strang der Entwicklungen ab und zu mal einen langatmigen oder gar peinlichen Zwischenstopp braucht, um anschließend umso euphorischer wieder auferstehen zu können: Irgendwann knickt ihr ein und ihr gesteht euch ein: Die Folge ist echt beschissen…

Und was lernen wir aus dieser Misere? Wenn eure besten Freunde nicht gerade den “Grey’s Anatomy”-Fanclub mit gegründet haben oder nach der Folge mit euch pennen wollen, schmeißt sie um 20 Uhr raus, haut euch Popcorn in die Mikrowelle und taucht dann allein und glücklich in die fabelhafte Welt des Seattle Grace Hospitals ein, wo gevögelt, geschlitzt und geheult wird bis der Arzt kommt. Amen.

      
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Schmankerl?!

Da der letzte Abend in meiner Casaunterkunft hier in Tokio begonnen hat, mein Koffer mehr oder weniger gepackt in der Ecke steht und meine 24-Stunden Beschäftigung Kristin gerade etwas anderes zu tun hat, hör ich mal wieder Musik und blicke ein bisschen wehmütig auf die Zeit hier in Tokio zurück.

Ich muss ja gestehen dass ich mich hier in Tokio in die Jungs von der Band The Kilians und in ihr Album „Kill The Kilians“ neu verliebt hab. Simon, ich heirate dich auch wenn deine Stimme vorübergehend nicht in Topform ist… So und jetzt kommen ein paar neue Schmankerl von meinem Quadratkasten.

Fight The Start” von The Kilians, “When Will I Ever Get Home” von The Kilians, “Out of Reach” von The Get Up Kids, “Please Please Please” von Shout Out Louds, “Linguistic Relativity for Horses” von Ambry, “Pump The Volume” von Art Brut, “The Wine Song” von The Cat Empire, “Club Foot” von Kasabian, “Do you read me” von Ghinzu, “Feeler” von Pete Murray und “Jessica’s Suicide” von Bad Astronaut. Viel Spaß beim Durchhören!

        
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wtf

Willkommen bei einer neuen Ausgabe von: “Was zum Teufel geben einige Knallerbsen eigentlich bei Google ein, damit sie auf dieser komischen Seite landen?!” Und ich sag euch nur so viel: Es gibt EINIGE kranke Hirne da draußen. Wirklich kranke.. Und das aus meinem Munde zu hören, das will schon was heißen. Hier also eine weitere Liste von Google-Suchanfragen, die illuminatimäßig auf AMY&PINK weiter geleitet wurden..

Sex mit dem Onkel. Wohnzimmer Farbideen von Tine Wittler. Grösste Hängetitten der Welt. Intellectual Porn. Poppen wie Mama. Richtiger Name von La Dolce Vegas. Bambi im Land der geilen Böcke. Meine Exfreundin, die dumme Schlampe. Wie heißt der Affe von Tokio der raucht. Zigarette im Schwimmbad. Hallo Spongebob. Sexy Photo von Nora Tschirner for free. Tine Wittler mach’s bei mir. Ich schob meine Hand langsam in ihren Schlafanzug. Mädchen auf einsamer Insel. Azubi Schleimer. Ich habe auch Gefühle verdammt! Wir haben uns jetzt schon lange nicht mehr gesehen und mir ist es scheiß egal. Selbstbefriedigung mit Gurke Video. Wer mit meiner Mitbewohnerin schläft holt morgens Brötchen. Zungenarzt Berlin. Warum muss der kleine Prinz nicht traurig sein obwohl es so viele Rosen gibt? Eiter kommt aus der Schwanz. Kommt ein Blinder in den Fischladen und sagt: “Hey Mädels!” Mag Gesine Yannick nicht mehr?

Pfeiffender Vogel bei Todesantritt. Schamhaargeschichten. Ihre kleine Pussy wird von Opa gefällt. Guten Morgen, der Frühling ist da. Affen poppen. ‘Ne Vagina. Ich strecke mich den Fingern entgegen, um sie tiefer in mir zu spüren. Sprudelnde Lesben. Emanzipierte Frauen behaart. Selbstbefriedigung gegenseitig. Maybrit Illner nackt. Jungs befummeln Mädchen. Hässlicher Marcel. Poppen lernen. Wo kriegt man Lachgas her? Böse Titten. Cobra mit Schlaghammer. Tortenschlacht Orgien. Rothaarige haben keine Seele. Lena du Wichser. Glücklich sein ist ein Gefühlszustand, den man gerne hat. Sahne oder Schokosauce. Ich habe Sexfantasien mit meiner Lehrerin. Google zerstören. Ich bin süß und nett, doch der Schein trügt. Wo bekomme ich so eine crazy Sonnenbrille wie die Fergy? Perverse Rasur im Intimbereich.

    
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Fujikawaguchiko

Gerade bin ich wieder in Tokio, aber die letzten zwei Tage habe ich im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark verbracht. Dem Namen nach zu urteilen kann man sich schon denken, dass in diesem Nationalpark der heißbegehrte Berg Fuji-san aus dem Boden 3776m in die Höhe gewachsen ist. Fuji kommt von Feuer und ist insgesamt 18-mal ausgebrochen, zuletzt im Jahre 1707 und ein neuer Ausbruch wird auf alle Fälle kommen. Schön, hab ich mir gedacht, da muss ich doch dann mal hinfahren. Nein, Spaß. In der kleinen Stadt Fujikawaguchiko, welche gleich am Fuji liegt, stehen Evakuierungstafeln, wo man hinlaufen sollte, falls es zu einem Ausbruch kommt. Hm, aber ob diese Unterkünfte bzw. Plätze dann helfen ist die Frage.

Auf alle Fälle ging es dann am Montag in der Früh mit Isa, Lara und Kristin mit dem Bus von Shinjuku aus nach Fujikawaguchiko. Dort angekommen sind wir dann erst mal zum Hostel (welches echt schön war und sauber und jetzt kommt das Beste: ich hatte ein Bett! So mit Matratze und so) und danach sind wir beim Inder um die Ecke durch das scharfe Curry ins schwitzen gekommen. Es war dann so ungefähr 13 Uhr als wir uns geeinigt haben, dass wir noch ne kleine Wanderung von ca. drei Stunden (nach unserer mega geilen selbst gezeichneten und kopierten Hostelmap) an unser Curry hängen.

Erst sind wir schön am Kawaguchikosee vorbei gewandert und dann ein kleines Stück mit einer Seilbahn hoch auf eine art Bergkette um dort auf der Bergkettenschneide zum Mitsu-toge Berg zu wandern. Ich hab extra Schneide geschrieben weils größtenteils links und rechts Meter(wenn nicht km) weit runtergegangen ist und wir auf ca. 20cm Trampelpfaden gewandert sind. Natürlich hat das dann auch keine 170 Minuten gedauert bis zu diesem tollen Berg sondern ungefähr so drei oder vier Stunden. Die Aussicht hat sich gelohnt. Man konnte super schön den Fuji sehen aber sei mal da oben auf einem 1785m hohen Berg, die Sonne geht unter und du hast einen „errechneten“ 140-minutigen Wanderweg vor dir und da oben auf dem tollen Berg steht noch ein Schild, dass da Bären rumlaufen. So richtige Bären, nich so welche wie Bruno. Sondern so Nationalparkbären, die ganz heiß auf deutsche Wanderer sind, weil sie vielleicht zufälligerweise nicht in ihrem Nationalpark gestört werden möchten.

Fujikawaguchiko

Ok. Mit einem Bärengewissen gings dann nach ein paar Fotos sofort wieder weiter. Zum Abstieg. Die Kniescheiben schmerzten, alle mussten Pipi, wollten nach Hause, aber wir hatten Spaß. Fast im Tal angekommen wurden wir dann noch mit ein paar schönen Wasserfällen beglückt und einen Schrein gab es dann noch als Gutenachthupferl oben drauf. Schön verschwitzt sind wir dann noch in einem dieser tollen Family Mart-Supermärkte reingestört und haben uns Abendbrot gekauft und die Toilette des Supermarktes missbraucht um anschließend noch ne dreiviertel Stunde zum Hostel zu laufen.

Ich weiß nicht ob ich Isa nur einen Gefallen tun wollte, mir selber etwas beweisen oder ob mich der Schlafmangel, der übermäßige Sauerstoffkonsum oder das Supermarktessen dazu gebracht haben der Isa zu versprechen mit ihr den Fuji-san zum Sonnenaufgang an hochzulaufen. Haha ja wir haben es dann wirklich gemacht, uns schnell in den zweistunden Aufenthalt im Hostel geduscht, um uns dann wieder auf unsere Stinkesocken zu machen. Gepusht von der Vorstellung vom Sonnenaufgang und mit unserem Licht der 980 Yen Taschenlampe, auch aus dem Family Mart, der hat ja 24 Stunden am Stück auf, haben sich zwei mutige Mädels zum Fuji-san aufgemacht.

Der Berg ist zur Zeit gesperrt und nur zur Sommerzeit zwei Monate auf, aber man kann das ganze Jahr über bis zur fünften Station hochlaufen. Den Wanderweg haben wir auch wieder auf unserer Hostelmap gefunden und uns fünf Stunden vorhergesagt. Ok dachten wir, hängen wir noch drei Stunden drauf dann stimmt nämlich die Zeitberechnung laufen um 0 Uhr los und sind dann so um 7 oder 8 Uhr in der früh da, schauen uns unterwegs bei einer Rast den Sonnenaufgang an und treffen uns mit den anderen so um 11 Uhr oben auf dem Berg. Kristin und Lara schlummerten in ihren Bettchen im Hostel, als wir beide verzweifelt versucht haben über eine Art Autobahnkreuz zu kommen, um zu unserem Beginnpunkt der Wanderung zu kommen. Hallo?!! Es war halb drei in der Früh bis wir überhaupt zu Sengen Jinja gekommen sind, weil uns das Fujikyu Higland (so’n spastischer Freizeitpark) den Weg versperrt hatte.

fujidingsbums3

Naja ok. Drei Stunden weniger, mein Gott dann laufen wir eben schneller! Also sind wir dann mitten in der Nacht durch die Tempelanlage geschlichen, um unseren Wanderweg zu finden. Flötepiepe nö haben wir natürlich nicht gefunden und sind dann einfach eine Straße Richtung Fuji hochgelaufen. Es war gruselig. Es war dunkel. Es war mitten in der Nacht. Wir wussten, dass es Bären gibt und andere tolle Viecher. Die Taschenlampe ließen wir größtenteils aus um keine Tiere anzuziehen. Teilweise hielten Isa und ich Händchen, weil der Wald ziemlich bedrohlich rüber kam mit seinem Knacken und Knarren. Aber wir wollten da unbedingt hoch. Wir wollten uns doch den Berg anschauen und sagen können: „Hey da bin ich schon mal hochgelaufen“ Also weiter.

Wir verliefen uns, wir liefen hoch und runter, Strecken bis zu vier mal und ja ich habe sogar getrampt um schneller ans Ziel zu kommen. Im Auto lief die tolle Musik vom Film “Kill Bill” und ich habe nur darauf gewartet umgebracht zu werden. Stattdessen hat sich unser Fahrer den Arsch abgelacht als er uns rausgelassen hat und uns den Weg erklärte wie wir weiter kommen. Wir haben uns ganz lieb bedankt und konnten dann nur noch so pinken Bändern folgen, welche uns den Weg zeigten.

Isa und ich müssen ziemlich scheiße ausgesehen haben, nicht nur durch den nicht vorhanden Schlaf und die vier Stunden Wanderung, die hinter uns lagen, sondern auch als wir ein altes Flussbett gesehen haben. In dem Flussbett waren nur alte Lavabrocken. Das ganze Ding ist durch die Schwere der Steine zusammengebrochen und strahlte nur noch Bedrohlichkeit aus. Unsere pinken Fähnchen führten uns durch das Labyrinth von Lavabrocken. Wir hingen gerade mitten im Hang als wir merkten, dass wir wohl hier mit Turnschuhen nicht weiterkommen und es einfach zu gefährlich für uns ist diesen schlecht markierten Weg zu nehmen um noch rechtzeitig oben anzukommen, sodass die anderen sich keine Sorgen machen brauchen. Also machten wir kehrt. Es wäre einfach nur noch unvernünftig gewesen.

Fujikawaguchiko

Wir hatten einen scheiß Hass auf unsere Hostelmap und auf uns, weil wir uns nicht richtig informiert hatten und wir ja zum Teil auch selber schuld waren. Also wieder runter, durch die Lavabrocken, zurück zu unserem alten Wanderweg, zur Straße. Halb sieben war es in der früh als uns netterweise ein Mann, der vom Golfen gekommen ist und uns zurück zum Sengen Shirne Trail gebracht hat. Ich glaube ich war selten jemanden so dankbar weil mir inzwischen alles weh tat, ich Hunger hatte und müde und verärgert war. Aber es war wohl eine der schönsten Erfahrungen, die ich für mich persönlich machen konnte. Eine Klassenkameradin besser kennenlernen zu dürfen, mit ihr so ein krasses Stück Lebensgeschichte teilen zu dürfen und mir reichlich Gedanken über mich selber gemacht haben zu können.

Um sieben Uhr nahmen wir den Bus zur Kawaguchiko Station um dort mit dem Bus mit den anderen in einer einstündigen Fahrt den Fuji-san hochzufahren. Ich war so fertig, bin es glaub immer noch. Nur jetzt hab ich noch so einen krassen Muskelkater, dass ich mich kaum bewegen kann. Das war das härteste Bauch-Beine-Po-Training meines Lebens und das beste! Ich könnte euch echt noch stundenlang von der tollen Natur erzählen, dass unser Hostel voll schön war und wir einfach viel Spaß zusammen hatten aber das sprengt glaub dem Rahmen eines Blogbeitrages.

Jetzt bin ich wieder in Tokio, sitz in meiner Hütte hier mit der lieben Kristin. Die Koffer sind gepackt und nachher geht’s noch nach Koenji um mit den anderen beiden der Fujitour unseren Tokio-Abschied zu feiern. Hey. Schön wars. Eine der schönsten Erfahrungen die ich machen durfte aber ich freu mich schon wieder wahnsinnig auf meine Familie und auf meine Freunde und auf das verdammt fleischhaltige megadeftige Essen! Bald bin ich wieder daheim!

            
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