
Jünger werden wir alle nun leider nicht, außer vielleicht Benjamin Botton. Aber da es ja nun nicht die Regel ist dass man verschrumpelt alt auf die Welt kommt, sondern knackig jung und an jeder Körperstelle glatt wie frisch vom Wachsen (das waren noch Zeiten) streichen wir mal unseren tollen Hollywoodstar aus unseren kranken Gedanken und werfen einen Blick in die uns liebende Realität.
Dort ist sie. Ganz klar. Mal mehr mal weniger, je nachdem wie viel wir geraucht, getrunken oder uns anderen realitätsentfremdenen Flüssigkeiten, Pulver oder kleinen Tablettchen mit lustigen Motiven drauf gewidmet haben. Ja dieser ganze alte Drogenscheiss mit dem man auf dem Land genauso wie in der Stadt schon in jungen Jahren schön konfrontiert wurde und es auf unsere Erziehung drauf ankam ob das Teufelchen oder das Engelchen auf unserer Schulter gesiegt hat.
Diesem ganzen Mistthema wäre ich viel lieber aus dem Weg gegangen aber mit frischen und ebenso glattrasierten 15 Jahren durfte ich mich damit das erste Mal enger auseinandersetzen. Ich will gar nicht wissen wie unsere neue „Du bist Deutschland“-Generation mittlerweile drauf ist und sie sich schon mit alkoholhaltigen Flüssigkeiten und anderen berauschenden Mittelchen die Zeit vertreiben.
Mein damaliger Freund – wenn man es denn so nennen kann- beschäftigte sich lieber mit Drogen als mit mir und als ich schlauer Fuchs dann rausbekommen hab und mir ein Vögelchen zwitscherte dass er mal gerne LSD ausprobieren möchte, war die Färbung meiner Rosarotenbrille tief schwarz und er Geschichte.

Da stellt man sich doch die Frage: Wieso will man denn so was ausprobieren? Um sich umzubringen? Mal zu schauen wie das ist? Der Reiz des Verbotenen? Uhuuuuuuuuuuuu ja genau so was verdient natürlich Respekt und Anerkennung und ist ja so was von cool. Entschuldigung an alle Junkies und „Gelegenheits“-Drogenkranke die uns lesen, ich will euch nicht bekehren sondern einfach nur mal schön auf die Schippe nehmen bei der ganzen Verherrlichung des heutigen Drogenkonsums in unserem Alltag…….blablablubb. How?! Hannahmama habe gesprochen.
Ne Spaß. Eigentlich wollte ich auf etwas ganz anderes hinaus. Also. Es gibt anscheinend schon seit dem Urknall unserer mittlerweile nicht mehr zu rettenden Erde einen Trieb in uns Menschen, der uns dazu zwingt gewisse Dinge auszuprobieren zu müssen, die nicht immer ganz gut für uns sind. Diese Taten rechtfertigt man dann immer mit dem Satz „Ich wollte das mal ausprobieren“. Netter Satz. Eine Rechtfertigung für alles?!
Diese Geistesblitze, welche irgendwann spontan über einen kommen, stehen dann solange auf einer imaginären Liste, bis sie mit einem fetten Edding und einem breitem Grinsen im Gesicht durchgekritzelt werden können. Nacktbaden, Sex im Freien, Fallschirmspringen, Trampen, den Fuji in der Nacht besteigen, etwas klauen, Kiffen, ‘n One-Night-Stand, Taxi schwarz fahren, durch den Stachusbrunnen laufen… das alles könnte auf so einer tollen imaginären Liste stehen.
Vielleicht bringt einem die ein oder andere Aktion weiter, vielleicht auch nicht unbedingt. So macht man aber seine Erfahrungen, kann sich austesten und neue Sachen kennen lernen. Ich glaub so eine imaginäre Liste gibt’s wirklich. Unbewusst. Irgendwo in einer verstaubten Schublade gibt es bestimmt schon zahlreiche Theorien unbekannter Hobbypsychologen die nur darauf warten ans Tageslicht zu kommen und so lange die nicht entdeckt werden müsst ihr leider mit den wagemutigen Theorien und Thesen von Dr. Marcel Winatschek und Dr. Hannah Paffen vorlieb nehmen.