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	<title>AMY&#38;PINK &#187; Leben</title>
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	<description>Booms From Berlin And Munich.</description>
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		<title>Ich packe meinen Koffer - Wenn die Karten neu gemischt werden</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 11:50:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Hannah Maria Paffen</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kurz vor Semesterende. Ich sitze &#252;ber der letzten Klausur, bei der letzten Multiple-Choice-Aufgabe. Nur noch f&#252;nf Minuten. Ich kann nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden. Alles verschwimmt in einem gro&#223;en Buchstabenhaufen zu einem dicken Klumpen. Und dieses St&#252;ck Papier vor meiner Nase soll einen kleinen Teil meiner Zukunft ausmachen? Be&#228;ngstigend. Meine Ohren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/02/hannah.jpg" /><br/><br/><p>Es ist kurz vor Semesterende. Ich sitze &#252;ber der letzten Klausur, bei der letzten Multiple-Choice-Aufgabe. Nur noch f&#252;nf Minuten. Ich kann nicht mehr zwischen richtig und falsch entscheiden. Alles verschwimmt in einem gro&#223;en Buchstabenhaufen zu einem dicken Klumpen. Und dieses St&#252;ck Papier vor meiner Nase soll einen kleinen Teil meiner Zukunft ausmachen? Be&#228;ngstigend.</p>
<p>Meine Ohren werden hei&#223;. Das werden sie immer, wenn ich aufgeregt bin, weil ein s&#252;&#223;er Typ vor mir steht. Oder eben bei wichtigen Klausuren. Schrecklich. Meine Fantasie schweift ab. In letzter Zeit ging es drunter und dr&#252;ber und den Gedanken, gerade ein Kreuzchen machen zu m&#252;ssen, finde ich fast ein wenig l&#228;cherlich. Ich kann noch nicht einmal die letzten f&#252;nf Minuten meiner Gedanken zusammen halten.     </p>
<p>Wenn uns das Leben durchr&#252;ttelt und die Karten neu gemischt werden, packen wir ein paar sch&#246;ne Dinge in eine Tasche und begeben uns auf Reisen. &#8220;Love&#8221; von Stephen King, welches seit Weihnachten auf mich wartet, f&#252;llt jetzt meine Handtasche aus. Das Album von Lana Del Rey darf nicht fehlen, ein paar Kekse, Pop-Rocks, der olle alte Lieblingspulli. Noch ein Film und wir setzen uns in den Zug oder ins Flugzeug und fahren oder fliegen &#252;berall dort hin, wo wir eben gerne sind. Oder gerne sein m&#246;chten. Wir st&#252;rzen uns soweit es geht in ein kleines Abenteuer, um gewissen Menschen und Dingen f&#252;r eine kurze Zeit aus dem Weg zu gehen. Um den Kopf mal wieder frei zu bekommen.    </p>
<p>Dann landen wir an einem Ort unserer Wahl, saugen ihn auf, erkunden die Stra&#223;en und atmen seine Luft. Setzen uns in eine Bar, trinken das Bier der Stadt und beobachten die Leute in unserer Umgebung. Wir sind den ganzen Tag in Eile, in Bewegung und auf der Suche nach Verbundenheit. Wir turteln und knutschen und wenn wir wirklich gefunden haben, dann verlieren wir uns ineinander. Wir leben dann wie in einem Popsong. F&#252;r Tage, Monate, Jahre. Oder eben nur f&#252;r diesen einen Abend.</p>
<p>Ganz so einfach ist das f&#252;r die meisten von uns dann aber leider doch nicht. Es geht um das richtige Timing, darum, sich in den richtigen Momenten ein Herz zu fassen und den Mut zu haben jemanden anzusprechen. Darum keine Altlasten mit uns herum zu tragen, wenn uns die Liebe des Lebens &#252;ber den Weg l&#228;uft. Darum keine Angst zu haben sich auf etwas einzulassen und in den richtigen Momenten zu einem zu stehen und f&#252;r einen da zu sein, anstatt jemanden fallen zu lassen. Um Gl&#252;ck. Zufall. Schicksal?      </p>
<p>Wir besuchen das h&#246;chste Geb&#228;ude in der Stadt, fahren mit dem Aufzug bis ganz nach oben und gehen auf die Dachterrasse. Von dort aus haben wir die ganze Stadt im Blick, das Gef&#252;hl alles unter Kontrolle zu haben und wenn wir tief durchatmen, merken wir einfach, dass wir lebendig sind und die ganze Welt umarmen m&#246;chten. Wir h&#228;tten am liebsten alles sofort und genau jetzt. Wir m&#246;chten jetzt los laufen und jetzt ankommen. Wir m&#246;chten jetzt die Freundin, die Geliebte und die Ehepartnerin sein. Wir m&#246;chten jetzt die Welt entdecken, das Studium bereits fertig haben und jetzt stolz unseren Enkeln davon erz&#228;hlen. Wir m&#246;chten das ganze Leben genau jetzt, auf diesem bl&#246;den Dach, in dieser fremden Stadt, weil wir uns f&#252;r diesen einen Atemzug dort oben einfach beschissen unsterblich f&#252;hlen.   </p>
<p>Irgendwann ziehen wir weiter und sitzen vielleicht wieder im Zug. Auf dem Weg in eine neue Stadt, um wenigstens einen Bruchteil von unserer Welt schon etwas fr&#252;her zu entdecken. Wir sitzen mit fremden Menschen, die f&#252;r ein paar Stunden dein Leben kreuzen, in einem Abteil, schnappen die eine oder andere Information auf, fragen uns, welches Buch der oder die wohl gerade liest, und wechseln ein paar S&#228;tze.</p>
<p>Wir sind gespannt auf das, was kommt, und auf das, was war. Auf unsere alten Freunde, die wir vielleicht irgendwo auf der Welt besuchen. Was sie zu erz&#228;hlen haben, auf den Schokokuchen, den wir dann immer gemeinsam essen. Wir freuen uns sogar auf den K&#246;nig von Narnia. Oder auf gemeinsame Wii-Abende auf Marcels Assisofa. Und eben auf die neuen Menschen, die man kennen lernen wird. </p>
<p>Es ist kurz vor Semesterende. Die letzten f&#252;nf Minuten sind vergangen. Die Zeit ist abgelaufen. Die Klausur ist vorbei. Ich setze noch schnell mein letztes Kreuzchen wahllos irgendwo hin und entlasse mich mit einem unguten Gef&#252;hl im Bauch in die Semesterferien. Wenn uns das Leben durchr&#252;ttelt und die Karten neu gemischt werden, packen wir ein paar sch&#246;ne Dinge in eine Tasche und begeben uns auf Reisen.</p>
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<p><small>Schreibe einen Kommentar zu diesem Artikel: <a href="http://www.amypink.com/2012/02/ich-packe-meinen-koffer-wenn-die-karten-neu-gemischt-werden/">Wenn die Karten neu gemischt werden</a></small></p>
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		<title>Problemfreunde - Ich w&#252;nschte, ich w&#228;re tot</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/02/problemfreunde-ich-wuenschte-ich-ware-tot/</link>
		<comments>http://www.amypink.com/2012/02/problemfreunde-ich-wuenschte-ich-ware-tot/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2012 14:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Winatschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich sollte ich den Gro&#223;teil meiner Zeit damit verbringen, ein bisschen Kohle heranzuschaffen. F&#252;r schlechtere Zeiten. Oder zu essen, zu schlafen, durch die Gegend zu ziehen &#8211; die Dinge, die man eben so macht. Als normaler Mensch. Tats&#228;chlich aber geht der Gro&#223;teil meines Daseins momentan nur f&#252;r eine Sache drauf: Meinen Freunden zu sagen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/02/tot.jpg" /><br/><br/><p>Eigentlich sollte ich den Gro&#223;teil meiner Zeit damit verbringen, ein bisschen Kohle heranzuschaffen. F&#252;r schlechtere Zeiten. Oder zu essen, zu schlafen, durch die Gegend zu ziehen &#8211; die Dinge, die man eben so macht. Als normaler Mensch. Tats&#228;chlich aber geht der Gro&#223;teil meines Daseins momentan nur f&#252;r eine Sache drauf: Meinen Freunden zu sagen, dass sie sich nicht umbringen sollen.</p>
<p>Ich bin jetzt fast 30 Jahre alt. Das ist &#8216;ne Menge, wenn man einmal so dr&#252;ber nachdenkt. Aber noch nie hatte ich so viele Menschen um mich herum, die an so vielen verschiedenen Arten von Depressionen erkrankt sind. Und mir das auch gut und gerne die ganze Nacht lang unter die Nase reiben. Burn-Out-Syndrom. Liebeskummer. Existenzangst. Zukunftsfurcht. Stimmen im Kopf. Reue. Hyperkinetische St&#246;rung.</p>
<p>Irgendwas haben sie doch alle. Und im Laufe eines etwas ernsteres Gespr&#228;chs &#252;ber Skype oder Telefon oder unter vier Augen f&#228;llt fr&#252;her oder sp&#228;ter dieser Satz, f&#252;r den ich jeden von ihnen immer wieder aufs Neue gegen die Wand pr&#252;geln k&#246;nnte: &#8220;Ich w&#252;nschte, ich w&#228;re tot&#8221;. Und du stehst nur da und denkst dir: Ach komm, halt doch die Fresse. Aber das sagt du nicht. Jedenfalls noch nicht gleich.</p>
<p>Am Anfang machst du noch aufmunternde Witze. Oder gibst gute Ratschl&#228;ge, verpackt in einen coolen Spruch. Der Gespr&#228;chspartner soll merken: Was er dir da gerade gesagt hat, ist dir nicht schei&#223; egal. Aber die Sache ist jetzt auch nicht so schlimm, dass ihr euch die kommende Woche zusammen in einem Ben-&#038;-Jerry&#8217;s-Laden verkriecht und gemeinsam herum heult. Und w&#228;hrenddessen neue Eissorten ausprobiert.</p>
<p>Wenn das nichts n&#252;tzt und das Gejammer immer noch weitergeht, dann schnappst du ihn dir, zettelst ein ernstes Gespr&#228;ch an und gehst mit ihm die Punkte durch, die in seinem Leben gerade nicht so wirklich glatt laufen. Deine Freundin hat dich verlassen? Ja, das ist schei&#223;e. Aber das kennen wir alle. Und egal wie tief und besonders dieser Schmerz erscheint, die H&#246;lle geht vorbei. War eh &#8216;ne Schlampe.</p>
<p>Du hast kein Geld? Dann gucken wir, was du jetzt und hier in dieser Stadt machen kannst. Wen kennen wir? Wer kann uns helfen? Wie kommst du schnell an einen nicht allzu beschissenen Job? Schritt f&#252;r Schritt. Dein Leben ist in so vielen Aspekten einfach nur beschissen und Sex hattest du auch schon seit drei Jahren nicht mehr? Da hilft erst mal nur &#8216;ne Flasche Wein. Und dann das harte Zeug.</p>
<p>Die Quintessenz aus solchen Gespr&#228;chen ist immer dieselbe: Keines unserer Leben ist perfekt. Uns geht es allen irgendwie, irgendwann so beschissen, dass wir dar&#252;ber nachdenken, wie es wohl w&#228;re, dem allen ein Ende zu machen. Aber das sollte nur ein kurzer Gedanke bleiben, den wir schnell wieder wegwischen, um dann Platz f&#252;r einen L&#246;sungsansatz zu schaffen. Gemeinsam schaffen wir das schon. Irgendwie.</p>
<p>Ihr l&#228;chelt euch an, werft euch gegenseitig die Arme um die K&#246;rper, plappert wieder bescheuertes Zeug. Dieser Tiefpunkt ist erst mal wieder &#252;berwunden. So scheint es jedenfalls. Und dann ist es vier Uhr nachts und eine kleine Facebook-Message rei&#223;t euch aus der Nur-noch-eine-Folge-Sopranos-Mami-versprochen-Phase. &#8220;Ich w&#252;nschte, ich w&#228;re tot&#8221; leuchtet euch dort in schwarzer Schrift auf wei&#223;em Grund entgegen. Und ihr schlie&#223;t den Laptop und denkt euch nur: Dann mach&#8217;s doch. Und lass mich endlich in Ruhe mit der Schei&#223;e.</p>
<p>Wenn euer Leben nicht so l&#228;uft, wie ihr es gerne h&#228;ttet, wenn euch irgendetwas bedr&#252;ckt, abh&#228;ngig machte oder die vermeintliche Zukunft versaut hat, dann ist das euer Problem. Mal ganz pragmatisch ausgedr&#252;ckt. Aber wir, eure Freunde, sind daf&#252;r da, um euch unter die Arme zu greifen. Zuzuh&#246;ren, die Sachlage objektiv zu betrachten, euch aus dem Chaos zu f&#252;hren. Wir &#252;bernehmen das Denken f&#252;r euch.</p>
<p>Das machen wir kostenlos. Und wenn nicht, dann mindestens f&#252;r &#8216;nen Kasten Beck&#8217;s. Oder ein Date mit eurer Schwester. Der hei&#223;en, nicht der anderen. Aber dann h&#246;rt gef&#228;lligst auch auf damit, euch in eurem ekligen Selbstmitleid zu suhlen und uns die Sache noch unn&#246;tig zu erschweren, indem ihr partout alles daran setzt, um uns davon zu &#252;berzeugen, dass es doch sowieso ausweglos ist. Das alles.</p>
<p>Anstatt endlich mal euren Arsch hochzubekommen und uns dabei zu unterst&#252;tzen, euer versautes Leben wieder auf Vordermann zu bringen. So schwierig ist das n&#228;mlich meist gar nicht. Und dann kann ich auch endlich wieder mehr Zeit damit verbringen, Kohle heranzuschaffen. F&#252;r schlechtere Zeiten. Oder zu essen, zu schlafen, durch die Gegend zu ziehen &#8211; die Dinge, die man eben so macht. Als normaler Mensch.</p>
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		<title>Tipps zum Wochenende - Ten Little Missions</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/02/tipps-zum-wochenende-ten-little-missions-66/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Feb 2012 17:25:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Winatschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
		<category><![CDATA[tenlittlemissions]]></category>

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		<description><![CDATA[Freitag ist ja unser aller Lieblingstag. Ihr freut euch wie Rudi R&#252;ssel auf das nahende Wochenende, an dem ihr endlich alles machen k&#246;nnt, was euch der schn&#246;de Alltag sonst so verbietet. Den selbstgebauten Raketenrucksack ausprobieren. Mit dem zwielichtigen Nachbarn eine Sauftour durch Polen starten. Er ist schlie&#223;lich Arzt. Oder versuchen den Fernsehturm einmal ringsherum anzupinkeln. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/02/tumblr_lsns1bDfRH1r05jkho1_1280.jpg" /><br/><br/><p>Freitag ist ja unser aller Lieblingstag. Ihr freut euch wie Rudi R&#252;ssel auf das nahende Wochenende, an dem ihr endlich alles machen k&#246;nnt, was euch der schn&#246;de Alltag sonst so verbietet. Den selbstgebauten Raketenrucksack ausprobieren. Mit dem zwielichtigen Nachbarn eine Sauftour durch Polen starten. Er ist schlie&#223;lich Arzt. Oder versuchen den Fernsehturm einmal ringsherum anzupinkeln. Stattdessen sitzt ihr bl&#246;d zu Hause herum, schiebt euch Pommes rein und guckt ProSieben. Ach, ist das Leben nicht sch&#246;n? Hier sind eure Missionen. Und los!</p>
<p><strong>Eins.</strong> Verlasst eure Freundin und kauft euch ein iPad. Und dieses <a href="http://www.theregister.co.uk/2012/01/26/ipad_fleshlight_design/">Teil</a> hier. Das ist schlie&#223;lich fast genauso gut wie Sex. Und im Endeffekt billiger als eine Beziehung. <strong>Zwei.</strong> Schreibt uns einen emotionalen Hassbrief. Wie <a href="http://spiegeleule.blogspot.com/2012/01/ich-glaub-es-hackt.html">Lisa</a>. Am besten beleidigt, schimpft und hasst ihr euch ein bisschen in Rage und h&#228;ngt ein Nacktfoto eurer kleinen Schwester mit an. Schickt ihn per <a href="mailto:marcel@amypink.com">Mail</a> an uns. <strong>Drei.</strong> Versendet Tweets, in denen ihr die USA verarscht, an eure Freunde. Dann d&#252;rft ihr aber <a href="http://boingboing.net/2012/01/30/brits-deported-from-u-s-for-t.html">nicht mehr rein</a>. <strong>Vier.</strong> Schaut mal nach, ob ihr auf Fotos nur ein rotes Auge habt. Weil dann habt ihr wohl <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Leukokorie">Krebs</a>. <strong>F&#252;nf.</strong> Rettet &#8220;<a href="http://www.youtube.com/watch?v=dq4_MFgL_To">Community</a>&#8220;. Ihr wisst zwar nicht, was das ist, aber macht euch trotzdem daf&#252;r stark.</p>
<p><strong>Sechs.</strong> Guckt euch den wiederauferstandenen <a href="http://www.youtube.com/watch?v=aeXXwQrQiPE">Steve Jobs</a> an. Er ist fast so gut wie neu. <strong>Sieben.</strong> Steckt euren betrunkenen Freunden ein Feuerwerk in den <a href="http://www.courthousenews.com/2012/02/02/43572.htm">Arsch</a>. Lasst euch anschlie&#223;end von ihnen verklagen. <strong>Acht.</strong> Sucht euch ein neues Hobby. Lustige Sticker an fremde Menschen kleben. Oder bunte Haarb&#228;nder sammeln. Oder euch GIFs auf den Oberarm t&#228;towieren lassen. <strong>Neun.</strong> Nutzt den Schnee, solange er noch da ist. Baut einen Schneemann, zettelt eine Schneeballschlacht an, geht in eine Eisbar. Versucht nicht unbedingt in der wei&#223;en Pracht einzuschlafen. <strong>Zehn.</strong> Schenkt eurer Tochter ein paar <a href="http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151238839055333&#038;set=a.395640375332.364490.221439450332">SpongeBob-Tampons</a> zum Geburtstag. Von irgendwem muss sie die Teile ja schlie&#223;lich bekommen.</p>
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		<title>Erika Steinbach und ihr Tweet - Wie links ist eigentlich rechts?</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/02/erika-steinbach-und-ihr-tweet-wie-links-ist-eigentlich-rechts/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Feb 2012 21:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Winatschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Twitter ist lustig. Weil kein PR-Berater oder Manager zwischen Leuten und ihrem Publikum sitzt, k&#246;nnen manche einfach drauflos tippen und Dinge in die Welt setzen, die sie genau in diesem Augenblick f&#252;r besonders witzig, klug oder provokant hielten. So wie es Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes des Vertriebenen, getan hat und damit die Missgunst einer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/02/skins.jpg" /><br/><br/><p>Twitter ist lustig. Weil kein PR-Berater oder Manager zwischen Leuten und ihrem Publikum sitzt, k&#246;nnen manche einfach drauflos tippen und Dinge in die Welt setzen, die sie genau in diesem Augenblick f&#252;r besonders witzig, klug oder provokant hielten. So wie es Erika Steinbach, Vorsitzende des Bundes des Vertriebenen, getan hat und damit die Missgunst einer ganzen Nation auf sich zog.</p>
<p>&#8220;Die NAZIS waren eine linke Partei. Vergessen? NationalSOZIALISTISCHE deutsche ARBEITERPARTEI&#8221;, plapperte sie per <a href="http://twitter.com/SteinbachErika/status/164744469378371584">Tweet</a> fr&#246;hlich vor sich hin. Das fanden nat&#252;rlich nicht alle spritzig. Besonders die Linken nicht. &#8220;Es d&#252;rfe mit gutem Recht bezweifelt werden, ob sie in die Reihe der Demokraten geh&#246;rt&#8221;, meinte zum Beispiel deren Vorsitzender Klaus Ernst. Wow, ein Schubs in die rechte Ecke. Nicht schlecht.</p>
<p>Nat&#252;rlich fragten auch wir uns: Hat die liebe Erika einfach &#8216;nen Schatten oder steckt wom&#246;glich ein K&#246;rnchen Wahrheit dahinter? Sind die Nazis am Ende gar eine linke Partei und wir wissen nur nichts davon? Sozialisten, Arbeiter, nie ganz so gut auf die derzeitige Regierung zu sprechen? Klingt doch schon mal nicht schlecht. Wir forschten nach. Und stie&#223;en &#8220;Galileo-Mystery&#8221;-like auf so manches Geheimnis.</p>
<p>Im Netz gibt es dar&#252;ber nat&#252;rlich &#8216;ne Menge Thesen. <a href="http://www.dasgelbeforum.de.org/forum_entry.php?id=125015">Phoenix5</a> kommt gerade von der Nachtschicht und schreibt: &#8220;Der Nationalsozialismus war ganz klar links!&#8221; Weil sich die Programme der Linken und NPD in vielen Punkten &#252;berschneiden. Sagt er. Aber wer glaubt schon einem Pseudonym im Internet? &#8220;Es ist einfach m&#252;&#223;ig zu fragen ob rechts oder links so oder so sind die Nazis oder Neonazis ABFALL der in das Gef&#228;ngnis geh&#246;rt, leider hat kein demokratisch gef&#252;hrtes und regiertes Land Umerziehungslager, f&#252;r diesen Schmutz w&#228;re es wahrhaftig angebracht&#8221;, meint ein Typ namens <a href="http://www.focus.de/politik/deutschland/nsdap-linkspartei-rechtsextremismus-kommentar_116678.html">Wikinger</a>. Okay. Danke. Das hat uns jetzt nicht wirklich weiter gebracht.</p>
<p>Was sagt denn Adolf Hitler selbst &#252;ber den Kommunismus und seine Anh&#228;nger? Der m&#252;sste das doch eigentlich am ehesten wissen. &#8220;Es gibt mehr Verbindendes als Trennendes zwischen uns und dem Bolschewismus. Vor allem die echte, revolution&#228;re Gesinnung, die auch in Russland &#252;berall dort lebt, wo keine j&#252;dischen Marxisten ihr Wesen treiben. Ich habe diesem Umstand immer Rechnung getragen und Anweisung gegeben, da&#223; man ehemalige Kommunisten sofort in die Partei aufnimmt.&#8221; Klingt ja ganz nach einem Freundschaftsangebot, oder?</p>
<p>Die Wahrheit finden wir aber erst bei J&#252;rgen Langowski, der mit seiner Seite <a href="http://www.h-ref.de/">Holocaust-Referenz</a> Auschwitzleugner mit Argumenten zum Schweigen bringen will. &#8220;Wenn man die fr&#252;hen &#196;u&#223;erungen von Nationalsozialisten untersucht, findet man Zitate, die durchaus so klingen, als h&#228;tten da Sozialisten gesprochen. Hier und dort, etwa in den Goebbels-Tageb&#252;chern am 17. M&#228;rz 1931, tauchen sogar Bemerkungen auf wie die, ein bestimmtes Verhalten eines politischen Gegners sei ein &#8220;glatter Verrat am Sozialismus&#8221; gewesen.&#8221;</p>
<p>Aber weiter: &#8220;Herausragende Vertreter des sozialistischen Fl&#252;gels der NSDAP waren die Br&#252;der Otto und Gregor Strasser. Doch war der Konflikt mit Hitler, der keineswegs ein sozialistisches System errichten wollte, bereits von Anfang an vorprogrammiert. 1930 hat Hitler durch die Entmachtung der Strasserianer verdeutlicht, dass er keineswegs die Absicht hatte, nach der Machtergreifung sozialistische Politik zu verwirklichen. Hitler war weder antikapitalistisch noch sozialistisch eingestellt, und da Hitler in der Partei das faschistische F&#252;hrerprinzip durchgesetzt hatte, galt diese politische Positionsbestimmung auch f&#252;r die NSDAP. Die Absage an den Sozialismus hatte Hitler schon zwei Jahre vorher festschreiben lassen. Vor diesem Hintergrund kann nicht die Rede davon sein, dass die Nazis Sozialisten gewesen w&#228;ren.&#8221;</p>
<p>Also Erika, damit hast du uns mit deinem provokanten Tweet einfach schlicht und ergreifend belogen. Die NSDAP war in etwa so links wie ein schlechter Vergleich mit euren Daumen. Euer Weltbild ist immer noch so, wie es gestern noch war. Und Nazis finden wir weiterhin schei&#223;e. So ganz ohne Ausnahme. Und weil ihr jetzt alle so flei&#223;ig unserer Geschichtsstunde zugeh&#246;rt habt, d&#252;rft ihr euch zur Belohnung ein Eis holen. Oder auch zwei. Und danach glaubt ihr der b&#246;sen Frau Steinbach kein einziges Wort mehr. Egal was sie zu euch sagt.</p>
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		<title>Mount Life - Bezwinge dich selbst!</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Feb 2012 15:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Nat&#252;rlich ist das Leben ein Spiel. Deine Eltern machten eines Tages un&#252;berlegt Liebe und dr&#252;ckten, mit oder ohne schlechtem Gewissen, gl&#252;cklicherweise doch noch deinen pers&#246;nlichen &#8220;On-Button&#8221;. Also los geht&#8217;s: Spielregeln verstehen und gewinne ohne den W&#252;rfel zu zinken. Ein paar Sachen wei&#223;t du inzwischen ja schon &#252;ber das Leben. Zum Beispiel: Etappensieger sind nicht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/02/bird_sky.jpg" /><br/><br/><p>Nat&#252;rlich ist das Leben ein Spiel. Deine Eltern machten eines Tages un&#252;berlegt Liebe und dr&#252;ckten, mit oder ohne schlechtem Gewissen, gl&#252;cklicherweise doch noch deinen pers&#246;nlichen &#8220;On-Button&#8221;. Also los geht&#8217;s: Spielregeln verstehen und gewinne ohne den W&#252;rfel zu zinken. Ein paar Sachen wei&#223;t du inzwischen ja schon &#252;ber das Leben.</p>
<p>Zum Beispiel: Etappensieger sind nicht die wahren Gewinner. Du f&#252;hlst dich erst als ganzer Champ, wenn du das ganze Leben gewonnen hast. Ein Quarter ist kein Quarter. Zwei Quarter sind lame und drei sehen genau so h&#228;sslich aus wie die Bronze Medaille. Nur volle vier Quarter bedeuten den kompletten Organismus-Orgasmus deiner eigenen Unglaublichkeit.</p>
<p>Um diesen einmaligen Triumph zu erreichen, brauchst du Geduld, Willensst&#228;rke und ein dezent &#252;bersteigertes Selbstverst&#228;ndnis. Fehlen dir diese k&#228;mpferischen Attribute, s&#228;ufst du in der ersten Runde wahrscheinlich schon ab und bleibst f&#252;r ewig der armselige Waterboy. Die potenziellen Gewinner jubeln dir dann h&#228;misch vom Spielfeld zu und dir bleibt nichts anderes &#252;brig als den verdammten Siegertypen das olle Ges&#246;ff des Ruhmes zu reichen. Wer will das schon? Nicht du. Nicht ich. </p>
<p>Du willst ein Leben voller sch&#246;ner Momente. Gl&#252;cksmomente. Emotional einschneidende Unikate der Gro&#223;artigkeit. Ausger&#252;stet mit dem A-Z Survivor-Package (Gehirn), der ges&#252;ndesten Motivation aller Zeiten und der fehlenden Atemmaske to go, bist du bereit die Mount Everests und K2s dieser Welt zu erklimmen. Am Wegrand willst du den animierenden Beifall deiner Liebsten klatschen h&#246;ren und bei jeder lauernden Gefahr gehst du davon aus, dass dir die anderen Menschentiere dieser Welt den R&#252;cken st&#228;rken.</p>
<p>Loyale Liebe und niemals endende Kampfeslust treiben deine Wettkampfsucht gegen den st&#228;rksten Gegner der Welt &#8220;Leben&#8221;, ans Limit. Der Wille z&#228;hlt, jedoch reicht der Weg nicht als Ziel. Keiner will sein Leben lang eine gerade langweilige Linie entlang stampfen. Es braucht H&#246;hen und Tiefen. T&#252;ckische Schluchten, die dich verschlucken und riesige Berggipfel, die dir f&#252;r immer Fl&#252;gel schenken. </p>
<p>Die Einteilung des Sprits ist in dem Fall am wichtigsten. Wenn du schon am Anfang all dein stinkendes Benzin verschwendest, wirst du es mit Sicherheit nicht zur n&#228;chsten Tankstelle schaffen. Der Glaube an dich und deinen Sieg wird nicht reichen, wenn du deinen &#252;bermotivierten Motor nicht von mal zu mal auff&#252;llst. Pausen machen &#8211; inne halten. Durchatmen und reflektieren.</p>
<p>Nur so besteigst du den Berg deines potenziellen Gl&#252;cks. Bist du durstig &#8211; dann trinke. F&#252;lle deinen dehydrierten K&#246;rper mit der n&#246;tigen Dosis Idealismus. Bist du hungrig &#8211; dann esse. Koste den s&#252;&#223;en Kuchen deiner positiven Energie. Bist du m&#252;de &#8211; dann ruh dich aus und leg dein Ohr auf die Schiene der Geschichte. Weil es die Jungs von Freundeskreis nunmal besser wussten. Bist du traurig &#8211; dann denk an deine warmherzige Familie. Egal wo sie in diesem Moment ist &#8211; sie denkt auf jeden Fall an dich.</p>
<p>Willst du laut schreien &#8211; dann tu es mit der inbr&#252;nstigsten Liebe, die du seit dem Punkt Null in dir tr&#228;gst. B&#252;ndle all diese W&#252;nsche, F&#228;higkeiten und Sehns&#252;chte zu einem leidenschaftlichen Feuerball deiner selbst und renne so schnell du kannst den verfluchten Berg Leben hoch. Oben angekommen, empfindest du zum ersten Mal diesen einen Sinn. Der, nachdem du dein ganzes Leben lang gesucht und von dem du in jeder verdammten Nacht getr&#228;umt hast. Jetzt bist du da &#8211; bei dir selbst. Life fulfilled!</p>
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		<title>Wundermittel Ketamin? - Die Droge gegen Depressionen</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/01/wundermittel-ketamin-die-droge-gegen-depressionen/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:02:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Winatschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es l&#228;uft doch immer gleich ab. Ihr fangt mit ein bisschen Kiffen an, dann trefft ihr auf seltsame Freunde, die noch seltsamere T&#252;tchen oder Bl&#228;ttchen mitbringen. Ihr probiert Pep, LSD und manchmal auch Pilze. Und wer dann immer noch Lust hat, sich irgendwie anders wegzubeamen und einen Apotheker oder eine Krankenschwester oder einen Irren aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/01/keta2.jpg" /><br/><br/><p>Es l&#228;uft doch immer gleich ab. Ihr fangt mit ein bisschen Kiffen an, dann trefft ihr auf seltsame Freunde, die noch seltsamere T&#252;tchen oder Bl&#228;ttchen mitbringen. Ihr probiert Pep, LSD und manchmal auch Pilze. Und wer dann immer noch Lust hat, sich irgendwie anders wegzubeamen und einen Apotheker oder eine Krankenschwester oder einen Irren aus dem Park kennt, der befasst sich irgendwann mit Ketamin.</p>
<p>Was ihr euch aber in dubiosen Clubs als Special K reinzieht, ist eigentlich ein Narkotikum. Das Besondere daran und der Grund, wieso ihr es euch geben k&#246;nnt, ohne vollkommen wehrlos zu sein: Anders als die meisten Narkosemittel erzeugt es nicht nur Schmerzfreiheit und dieses gewisse Gef&#252;hl von seelenvoller Leichtigkeit, sondern erh&#228;lt zus&#228;tzlich eure Schutzreflexe. Und das ist gut.</p>
<p>Aber Ketamin hat anscheinend noch mehr drauf, au&#223;er euch in andere Sph&#228;ren zu hieven. <a href="http://www.npr.org/blogs/health/2012/01/30/145992588/could-a-club-drug-offer-almost-immediate-relief-from-depression">&#196;rzte in Houston</a> sind nun darauf gekommen, dass sich das Zeug auch optimal gegen Depressionen eignet. Und das innerhalb von wenigen Stunden nach Einnahme. &#8220;Diese Leichtigkeit und ein Gef&#252;hl von Zuversicht kamen so pl&#246;tzlich&#8221;, meint Heather Merrill, eine Mutter von drei Kindern, die seit Jahren an schwerem Kummer leidet.</p>
<p>Nat&#252;rlich k&#246;nnt ihr jetzt sagen: Ja klar, nachdem ich mir irgendeinen anderen Stuff eingeworfen habe, geht&#8217;s mir auch immer so. Das ist schlie&#223;lich der Grund, wieso man sich f&#252;r das gleiche Geld nicht ein paar Kilo Gummib&#228;rchen kauft und sich damit im Schrank einschlie&#223;t. Aber da steckt mehr dahinter. Denn Ketamin ver&#228;ndert die Verbindungen zwischen den Gehirnzellen, ganze Molek&#252;le werden optimiert.</p>
<p>&#8220;Das ganze Auftreten von Heather hat sich rapide ver&#228;ndert&#8221;, meint Dr. Asim Shah von der Ben-Taub-Klinik, in der die Studie mit Ketamin betrieben wird. &#8220;Sie ist jetzt eine freudigere Person, die wirklich gl&#252;cklich mit ihrem Leben zu sein scheint. Vor der Therapie war sie niedergeschlagen, verschlossen, ja fast schon weinerlich.&#8221; Das klingt doch schon mal nicht schlecht. </p>
<p>Auch Carlos Zarate vom National Institutes of Health best&#228;tigt die positive Wirkung von Ketamin: &#8220;Patienten, die wir mit Ketamin behandeln, f&#252;hlen sich pl&#246;tzlich so, als w&#228;ren sie noch nie in ihrem Leben depressiv gewesen. Sie k&#246;nnen endlich wieder arbeiten, sich der Gesellschaft anschlie&#223;en. Und sie f&#252;hlen sich nicht einfach nur high, sondern als w&#228;re eine Blockade gel&#246;st worden.&#8221; Wow.</p>
<p>Bevor wir jetzt aber das n&#228;chste Krankenhaus &#252;berfallen, weil wir alle irgendwie kleine depressive Lebensm&#252;de sind, die endlich wieder sorgenfrei durch die Gegend grinsen wollen, m&#252;sst ihr aber eines beachten: Ihr habt keinen Plan von Dosis, Dauer und dem Zeug an sich. Was bedeutet, dass es wahrscheinlich nichts bringt, wenn ihr euch jetzt Ketamin zieht, weil ihr denkt, damit w&#252;rde pl&#246;tzlich alles besser werden.</p>
<p>Aber sollten weitere Studien die positive Wirkung dieses besonderen Narkotikums auf unseren Kopf best&#228;tigen, dann d&#252;rfen wir uns wohl schon bald auf &#8216;ne Menge gl&#252;cklicher Momente in unserer Zukunft freuen. Anstatt immer heulend zu Hause herumzuh&#228;ngen und uns zu fragen, was in unserem armseligen Leben alles schief gelaufen ist. Danke, Wissenschaft. Wir haben dich lieb.</p>
<br/><hr />
<p><small>Schreibe einen Kommentar zu diesem Artikel: <a href="http://www.amypink.com/2012/01/wundermittel-ketamin-die-droge-gegen-depressionen/">Die Droge gegen Depressionen</a></small></p>
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		<title>Ein Neuanfang - Willkommen in meinem Luftschloss</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/01/ein-neuanfang-willkommen-in-meinem-luftschloss/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 09:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Yeah Sara</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Manchmal starten wir einen Neuanfang. Sehr oft ist dieser bewusste Akt, verbunden mit symbolischen &#196;nderungen im Leben, nicht nur freiwillig, sondern erw&#252;nscht. Wir h&#246;ren sie ja immer sagen: Wenn du nicht zufrieden bist, dann &#228;ndere etwas an der Situation. Und weil sehr oft sehr viele Dinge unweigerlich miteinander zusammenh&#228;ngen, gehen wir eben radikal mit dieser [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/01/ilovenyc_11.jpg" /><br/><br/><p>Manchmal starten wir einen Neuanfang. Sehr oft ist dieser bewusste Akt, verbunden mit symbolischen &#196;nderungen im Leben, nicht nur freiwillig, sondern erw&#252;nscht. Wir h&#246;ren sie ja immer sagen: Wenn du nicht zufrieden bist, dann &#228;ndere etwas an der Situation. Und weil sehr oft sehr viele Dinge unweigerlich miteinander zusammenh&#228;ngen, gehen wir eben radikal mit dieser Situations&#228;nderung um. Wieso grundlegend renovieren, wenn wir auch ausziehen k&#246;nnen? Der Thrill des Neuen kann uns durchaus erst einmal von der Tr&#228;gheit und der Last des Alten ablenken. Vielleicht finden wir in der neuen Wohnung die vielen Ecken der Ruhe und der Leichtigkgeit, die wir in der alten, mit dem Schmutz der Vergangenheit belegten Bude unter dem ganzen Dreck nicht mehr fanden.</p>
<p>So einen Neuanfang w&#252;nschen wir uns, wenn wir merken, dass wir die Zeit nicht zur letzten pers&#246;nlichen Revolution zur&#252;ck drehen k&#246;nnen. Damals, als ich den Job schmiss und mein neues Leben in Mut und Fr&#246;hlichkeit begann. Damals, als ich von meiner Reise zur&#252;ckkam und Berlin f&#252;r mich neu entdecken konnte, unbelastet und frei von jeglicher Verpflichtung. </p>
<p>Und dann? Nach nicht ganz einem Jahr kam wieder ein Neuanfang auf mich zugedonnert. Nur dass ich ihn mir dieses Mal nicht ausgesucht habe. Ich habe nicht einmal dar&#252;ber nachgedacht. Ich war gl&#252;cklich und ich war zufrieden, so lange, bis der Winter kam und mit voller Gewalt mein Traumschloss in Eis h&#252;llte und es in seiner nat&#252;rlichen Gewalt zerspringen lie&#223;. </p>
<p>Es lief ungef&#228;hr so ab: Wenn wir in aller Eile ein Traumschloss errichten, dann vergessen wir hier und da die Feinarbeit. Sobald die wesentlichen Pfeiler stehen, das Dach h&#228;lt und die M&#246;bel drin stehen, k&#246;nnen wir bereits einziehen. Die kleinen Details &#8211; wie etwa das Wasser im Keller und die Ratten auf dem Dachboden &#8211; um die k&#246;nnen wir uns ja im Laufe der Zeit k&#252;mmern. Bestimmt machen das auch viele so. Ich hingegen schmiss nur noch gro&#223;e Partys und heizte ziemlich stark auf.</p>
<p>Der Kostenvoranschlag f&#252;r die Reperaturen zeigte dann jedoch: Asbest, Loch in der Decke, Schimmel in den W&#228;nden, morscher Unterbau, und wetterbedingt gef&#228;hrdet. Wahrscheinlich ist es g&#252;nstiger, ein neues, kleines Haus zu kaufen mit dem Wert, den du noch deinen Besitz nennst, als hier &#252;berhaupt noch irgendetwas anzufassen. Tritt es ein, mach es kaputt, lass es uns demolieren. Stemple es ab als Teil deiner Vergangenheit und suche dir eine bescheidene Bleibe, die aber wenigstens stabil ist. </p>
<p>Das wollte ich so alles nicht. Meine Sachen sind bereits im Koffer. Zumindest die drei Habseligkeiten, die dieses Renovierungsintermezzo &#252;berlebt haben. Ich denke an die sch&#246;nste Zeit meines Lebens zur&#252;ck. Zu neunzig Prozent unbeschwert, mit Geld auf dem Konto und einem starken Netz an Zuversicht neben mir. Die Welt in Sch&#246;nheit getaucht, weil ich es so wollte. Sonnenschein auf meinem Gesicht, obwohl die Sonne schon l&#228;ngst untergegangen war. Dieser erzwungene Neuanfang bricht &#252;ber mich herein, obwohl der Nachgeschmack des letzten Males mir noch im Mund h&#228;ngt.</p>
<p>Es ist das erste Mal in meinem Leben, dass ich mich nicht auf die Zukunft freue, sondern mich in den verbitterten Erinnerungen der Vergangenheit suhlen m&#246;chte. Ich wei&#223;, dass Selbstmitleid nicht die Antwort ist. Ich wei&#223;, dass ich verantwortlich f&#252;r meine Fehler bin. Ich wei&#223;, dass ich das alles h&#228;tte vermeiden k&#246;nnen. Bei meinem n&#228;chsten Haus werde ich nicht das g&#252;nstigste, sondern das qualitativ hochwertigste Angebot nehmen. Das verspreche ich mir selbst. </p>
<p>Die dunklen Zeiten der Suche zur&#252;ck zur Leichtigkeit sind angebrochen. Zur&#252;ck in die Zukunft, zu einem Ich, dass sich mit den Tatsachen und den Konsequenzen aller Dinge, die passiert sind, arrangieren kann. Zu einem Ich, dass Kraft aus den Erfahrungen sch&#246;pft und den Mut wieder aufgenommen hat. Ich w&#252;nschte nur, dass das alles ohne Bewusstsein und ohne kognitive Anwesenheit passieren k&#246;nnte. Denn bis dahin wird es richtig hart.</p>
<br/><hr />
<p><small>Schreibe einen Kommentar zu diesem Artikel: <a href="http://www.amypink.com/2012/01/ein-neuanfang-willkommen-in-meinem-luftschloss/">Willkommen in meinem Luftschloss</a></small></p>
<hr />
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		</item>
		<item>
		<title>Fickt euch, P&#228;rchen - Bis dass der Tod euch scheidet</title>
		<link>http://www.amypink.com/2012/01/fickt-euch-paerchen-bis-dass-der-tod-euch-scheidet/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 12:19:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Christine Neder</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Uhr tickt. Bald ist es wieder soweit. Valentinstag steht vor der T&#252;r. Die amerikanisch-kapitalistische Erfindung, die den blinden Liebenden das Geld aus den Taschen zieht. Aber das st&#246;rt mich gar nicht. Kurbelt die Wirtschaft an. Ist doch toll. Mich st&#246;rt etwas ganz anderes &#8211; das P&#228;rchengetue. Sich gegenseitig auffressende Menschen, die mitten vor der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/01/cleolou_28.jpg" /><br/><br/><p>Die Uhr tickt. Bald ist es wieder soweit. Valentinstag steht vor der T&#252;r. Die amerikanisch-kapitalistische Erfindung, die den blinden Liebenden das Geld aus den Taschen zieht. Aber das st&#246;rt mich gar nicht. Kurbelt die Wirtschaft an. Ist doch toll. Mich st&#246;rt etwas ganz anderes &#8211; das P&#228;rchengetue. Sich gegenseitig auffressende Menschen, die mitten vor der U-Bahn-T&#252;r stehend, mit weit aufgerissenen, feuchten Speichelm&#252;ndern ihre Lippen aufeinander pressen, ihre Zungen gegeneinander rotieren und den anderen den Weg nach draussen versperren.</p>
<p>H&#228;ndchen halten bei P&#228;rchen kann ich ertragen. Mache ich sogar selbst manchmal, wenn es sehr kalt ist, ich keine Hosentaschen besitze und die Handschuhe vergessen habe. &#214;ffentlich knutschen kann ich gerade so akzeptieren, wenn man sich M&#252;he gibt und nicht so laut schmatzt. Sonst bekomme ich Hunger. Aber alles, was in Richtung Fummeln und wildes Rummachen geht und nicht in einem Club oder in einer Bar statt findet, widert mich wirklich an.</p>
<p>Ich find das schei&#223;e. Nein, ich bin nicht neidisch. Ja, ich habe selbst Sex. Nein, ich bin nicht missmutig beim Anblick gl&#252;cklicher verliebter Menschen. Nein, ich habe kein Problem mit mir. Ja, ihr d&#252;rft euch mal einen Kuss auf die Wange oder den Mund geben. Nein ich bin kein kalter, emotionsloser Fisch und auch nicht verbittert. Ja, vielleicht ist an dem Satz etwas dran: „Umso gr&#246;&#223;er die Zuneigung in der &#214;ffentlichkeit, umso gr&#246;&#223;er die Probleme in der Beziehung.“ Ja, normalerweise ist es mir egal, aber am Valentinstag regt es mich auf. Nein, ich wurde in letzter Zeit nicht verletzt. Aber ja, es regt mich auf, f&#252;r diejenigen die gerade verletzt worden sind und sich den Schei&#223; am Valentinstag geben m&#252;ssen. Ja, ich bin einfach nur emphatisch und k&#228;mpfe f&#252;r einen selbstmordfreien Valentinstag f&#252;r Singles. Das frage ich mich auch schon immer: Wann bringen sich mehr Menschen um? An Weihnachten oder am Valentinstag?</p>
<p>Denn kennen wir das nicht alle? Die Zeit, in der da einmal eine Liebe kaputt gegangen ist? In der wir traurig und verzweifelt waren? Am Boden zerst&#246;rt und unglaublich nah am Wasser gebaut? Fr&#252;her, da war alles anderes und meines Erachtens auch einfacher. Da musste man sich die Liebe der anderen nur im Fernseher und &#246;ffentlichen Leben anschauen. Ist man nicht raus und hat die Glotze nicht angeschaltet, hatte man seine Ruhe.</p>
<p>Jetzt sind wir in diesem scheiss Web-2.0-Zeitalter angekommen und man muss das nicht nur in der U-Bahn und auf dem Weg zum Supermarkt oder der Arbeit ertragen. Jetzt kommt die ganze Scheisse auch noch in deine Wohnung. Via Facebook. Wahrscheinlich gibt es keine Plattform, auf der die lieben Liebenden sich so toll zueinander bekennen k&#246;nnen und du als Verlassener jeden Tag erneut einen kleinen Stich ins Herz bekommst. Kein Wunder, dass es dadurch so viele Eiterwunden der Liebe gibt. Wenn immer und immer wieder hinein gestochen und herumger&#252;hrt wird und es gar keine Zeit gibt, dass sich mal ein Grind bildet oder endlich so eine verdammte Narbe.</p>
<p>Meistens ist da so jemand und der hat nicht beiderseits einvernehmlich mit euch Schluss gemacht, was ihr &#228;u&#223;erst schei&#223;e findet, weil euer Herz noch daran h&#228;ngt. Nennen wir ihn Peter. Nat&#252;rlich seid ihr auch auf Facebook befreundet und irgendwie w&#228;re es ja kindisch, den anderen einfach zu l&#246;schen. Man interessiert sich ja noch f&#252;r ihn. Deswegen entscheidet ihr euch lieber f&#252;r die Qual, gebt 3 &#8211; 30 mal am Tag seinen Profilnamen in das Suchfeld ein und schaut, was er so macht. Der erste Schock kommt bald.</p>
<p>Es beginnt mit: Peter ist in einer Beziehung mit Yvonne. Euer Magen dreht sich um, ihr f&#252;hlt euch, als h&#228;ttet ihr zehn Tequila auf Ex getrunken und w&#252;rdet am liebsten kotzen gehen. Dabei w&#252;nscht ihr euch, dass Yvonne mit dem Kopf aus der Klosch&#252;ssel guckt und ihr euren Mageninhalt auf ihrer Visage entleeren k&#246;nnt. Ihr kennt sie n&#228;mlich und zuf&#228;llig seid auch mit ihr auf Facebook befreundet und da f&#228;ngt der Terror erst richtig an. Pl&#246;tzlich sind alle Kommentare, Beitr&#228;ge und „Gef&#228;llt mir“ auf Peters Seite von Yvonne.</p>
<p>Man kommuniziert &#246;ffentlich, wann man das n&#228;chste Mal skyped, an den anderen denkt, sich den Sack krault, seine Tage hat, den Finger ins Nutellaglas steckt. Es gibt nur noch diese beiden Menschen in der virtuellen Welt des Internets, die wohl gar nicht miteinander telefonieren wollen, sondern ihre ganze Liebe durch Posts und Likes und Kommentare zeigen und anderen, vor allem Expartner, damit in den Wahnsinn treiben. Jeder Gang zum Laptop ist wie der Weg zu Steinigung. Jedes Aufrufen der Profilseite von Peter eine kleine Giftspritze.</p>
<p>Warum l&#246;scht man ihn nicht einfach? Warum tut man sich das Tag f&#252;r Tag &#252;ber Wochen hinweg an? Weil man denkt, man braucht das zum „Verarbeiten“. Um klar zu kommen, frei nach dem Motto: Wenn ich auf seine Profilseite gehe und nicht mehr weine, dann habe ich es &#252;berwunden. Meines Erachtens, der H&#246;hepunkt des Grauens: Ein gemeinsames Profilbild von Peter und dieser Schlampe. Das ist auch der Punkt, an dem es reicht. Mehr kann man sich nicht selbst foltern.</p>
<p>Sich jeden Tag aufs Neue geben, wie der Exliebhaber der Neuen mit aufgerissenen feuchten Speichelmund seine Lippen drauf presst. Fr&#252;her, da hat man sich gew&#252;nscht die beiden nie, nie, nie so in der &#214;ffentlichkeit zu sehen, weil man sonst einen Nervenzusammenbruch bekommt und auf der Stelle peinlich losheult. Jetzt bekommt man das ganze Programm mit einem Klick. Sch&#246;n gem&#252;tlich zu Hause auf dem Sofa. Einziger Vorteil: Es ist nicht peinlich, wenn man losheult, man ist ja unter sich.</p>
<p>An diesem Punkt gibt es nur zwei Wege. Der eine f&#252;hrt zur&#252;ck ins normale Leben, der andere in die Psychatrie. Wenn man sich das weiterhin antut, dreht man durch, deswegen gibt es nur einen Ausweg: L&#246;schen. Alle Leute l&#246;schen. Wenn man das schafft, hat man einen Friedensnobelpreis f&#252;r seine Seele gewonnen. Dann kann man wieder frei sein, den Namen eingeben und keine weiteren Infos bekommen. Nur die M&#252;nder aufeinander sehen. Und das ist schlie&#223;lich schon schlimm genug.</p>
<p>Valentinstag wird hart f&#252;r alle, die gerade verlassen wurden. Aber macht nicht den einen Fehler und geht auf die Facebook-Profilseite des Verflossenen. Denkt daran: Jedes Mal, wenn ihr einen Typen oder eine Tussi auf Facebook stalkt, merkt sich das das soziale Netzwerk und ihr werdet diese Person nie, nie, nie wieder los. Sie wird immer an erster Stelle erscheinen, wenn ihr den Anfangsbuchstaben eingeht. Bis das der Tod euch scheidet. Danke, Facebook. Du hast mir das Leben wirklich erleichtert. Nicht.</p>
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		<title>Tipps zum Wochenende - Ten Little Missions</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 15:08:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcel Winatschek</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>
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		<description><![CDATA[Huch, da sind wir auch schon wieder. Das Wochenende ist da, eure Freiheit wartet in greifbarer N&#228;he auf euch. Keine Schule mehr, keine Arbeit, kein vom Privatfernsehen kontrolliertes Hartz-IV-Programm, das euch davon abh&#228;lt, eure Tr&#228;ume in die Tat umzusetzen. Nur noch eine Folge &#8220;Verdachtsf&#228;lle&#8221;, dann erfinde ich das Heilmittel gegen AIDS, ich schw&#246;r! Wem das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/01/tlm.jpg" /><br/><br/><p>Huch, da sind wir auch schon wieder. Das Wochenende ist da, eure Freiheit wartet in greifbarer N&#228;he auf euch. Keine Schule mehr, keine Arbeit, kein vom Privatfernsehen kontrolliertes Hartz-IV-Programm, das euch davon abh&#228;lt, eure Tr&#228;ume in die Tat umzusetzen. Nur noch eine Folge &#8220;Verdachtsf&#228;lle&#8221;, dann erfinde ich das Heilmittel gegen AIDS, ich schw&#246;r! Wem das zu hoch ist, der darf sich gerne an diesen zehn kleinen Missionen versuchen. Ihr habt schlie&#223;lich sonst keinen Spa&#223; im Leben. Unser aufrichtiges Beileid.</p>
<p><strong>Eins.</strong> Ern&#228;hrt euch jahrelang ausschlie&#223;lich von <a href="http://www.thesun.co.uk/sol/homepage/news/4086801/Girl-eats-nothing-but-chicken-nuggets-for-15-years.html">Chicken McNuggets</a>, kippt deswegen um und schafft es dann in eine nationale Tageszeitung. <strong>Zwei.</strong> Schreibt <a href="http://boingboing.net/2012/01/26/twitter-caves-to-global-censor.html">Twitter</a> eine eMail, dass ihr <a href="http://netzfeuilleton.de/2012/01/ihr-tweet-ist-in-diesem-land-leider-nicht-verfugbar/">Zensur</a> total doof findet und sie sich in Grund und Boden sch&#228;men sollten. Twittert anschlie&#223;end &#252;ber die Mail. <strong>Drei.</strong> Kauft euch endlich einen <a href="http://mashable.com/2012/01/26/nintendo-sale/">Nintendo 3DS</a>. Sonst werden Mario und Luigi stinksauer und zeigen euch mal ihre andere italienische Seite. Fanculo! <strong>Vier.</strong> Kauft eure Klamotten nur noch bei <a href="http://www.lesmads.de/2012/01/eroffnung_urban_outfitters_in_berlin.html">Urban Outfitters</a> in Berlin. Wundert euch aber nicht dar&#252;ber, dass ihr morgen wie alle anderen total individuellen Leute ausseht. <strong>F&#252;nf.</strong> Probiert die <a href="http://streetbonersandtvcarnage.com/blog/hate-tampons-try-this-instead/">Alternative zu Tampons</a>. Auch wenn ihr eigentlich einen Penis habt.</p>
<p><strong>Sechs.</strong> Tretet aus der Kirche aus und gr&#252;ndet eure eigene kleine Sekte. Mit Massenorgien und Opferungen von Jungfrauen. Wir bringen auch Bier mit, versprochen! <strong>Sieben.</strong> Besucht das <a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=772479946">Facebook-Profil von Hannah</a> und haut ihr um die Ohren, wie lieb ihr sie habt. Und dass sie das tollste M&#228;dchen auf der Welt ist. Die braucht das manchmal. <strong>Acht.</strong> W&#252;hlt in euren Bravos von vor 10 Jahren und erinnert euch daran zur&#252;ck, wie hei&#223; Rachel Stevens fr&#252;her mal war. Onaniert ruhig ein bisschen. <strong>Neun.</strong> Verkauft eure eigene Meinung f&#252;r &#8216;nen Fuffie bei eBay und werdet endlich wieder seelenlose Konsumenten &#8211; so wie das eigentlich mal von RTL vorgesehen war. <strong>Zehn.</strong> Leckt eure <a href="http://www.facebook.com/photo.php?fbid=10151208959195333&#038;set=a.395640375332.364490.221439450332">Schwester</a>.</p>
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<p><small>Schreibe einen Kommentar zu diesem Artikel: <a href="http://www.amypink.com/2012/01/tipps-zum-wochenende-ten-little-missions-65/">Ten Little Missions</a></small></p>
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		<title>Halt&#039;s Maul, Berlin - Ich bin dann mal im &#8220;Off-Modus&#8221;</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Jan 2012 09:01:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Wenke Walter</dc:creator>
				<category><![CDATA[Leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist kurz vor 3 Uhr. Ich sitze in meiner Wohnung in Kreuzberg, angelehnt an die kalte Zimmerwand. Jegliche St&#246;rger&#228;usche, k&#252;nstliche Einfl&#252;sse und auch die Musik finden keine Aufmerksamkeit. Sie sind im &#8220;Off-Modus&#8221;. Ich bin im &#8220;Off-Modus&#8221;. Endlich. Mein Fenster vorsichtig angekippt &#8211; frische Luft muss immer rein. Ich will echten Sauersttoff atmen. Keinen Smog, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<img src="http://www.amypink.com/wp-content/uploads/2012/01/berlin4.jpg" /><br/><br/><p>Es ist kurz vor 3 Uhr. Ich sitze in meiner Wohnung in Kreuzberg, angelehnt an die kalte Zimmerwand. Jegliche St&#246;rger&#228;usche, k&#252;nstliche Einfl&#252;sse und auch die Musik finden keine Aufmerksamkeit. Sie sind im &#8220;Off-Modus&#8221;. Ich bin im &#8220;Off-Modus&#8221;. Endlich. Mein Fenster vorsichtig angekippt &#8211; frische Luft muss immer rein. Ich will echten Sauersttoff atmen. Keinen Smog, keinen Rauch. Keine Sinnesillusionen mehr. Mit der Reinheit der Luft kl&#228;rt sich auch mein Gedankennebel peu à peu. So langsam verstehe ich mal wieder. Solche Breaks braucht es ab und zu. </p>
<p>Nat&#252;rlich ist es nachts. Nachts kann ich klarer denken. Die unruhigen Geister der Gro&#223;stadt schlafen zum Gl&#252;ck. Endlich habe ich den n&#246;tigen Raum, um meine Gedanken auf den Spielplatz der M&#246;glichkeiten zu entf&#252;hren. Jetzt und hier k&#246;nnen sie sich austoben. Ungeniert weit und lange im Unbekannten weilen. Wann, wenn nicht jetzt und hier? Keine Uhr, die tickt. Kein Wecker, der klingeln muss. Die kleine Freiheit. Die, die man sich t&#228;glich nehmen sollte aber nur viel zu selten nehmen will. Aus Angst vor dem Nichts, aber manchmal ist das genau das Richtige.</p>
<p>Berlin, du hast mich hart gemacht. Ich wollte dich so laut h&#246;ren, wie ich nur konnte. Das habe ich. Angeschrien hast du mich. Du hast mir die verschiedensten Sekrete der Gl&#252;ckseligkeit aus allen m&#246;glichen L&#246;chern gepustet. Mich im Anlitz des Vorzeige-Sonntags-Sonnenuntergangs tr&#246;pfchenweise weinen lassen. In gro&#223;en Momenten warst du mein Pinky und ich dein Brain. Ich suhlte mich in deiner Coolness und &#252;bergoss mich unaufh&#246;rlich mit deinem individualistischen Charme des puren Purismus. But now, shut the fuck up. Please.</p>
<p>Berlin, ich will Stille. Bitte halt jetzt einfach deinen Mund und lass mich hier mit meiner Ruhe in Ruhe. Mach den Schmutz, die Autos und die widerliche Ignoranz jedes Einzelnen aus. Fahr auf Kur, leg dir ein Haustier zu oder kaufe dir einfach nur eine Pflanze. Mach Urlaub von dir selbst. Jetzt ehrlich mal &#8211; wie lange kann sich eine Hauptstadt eigentlich selbst ertragen, ohne kulturell zu implodieren? Menschen rasten grundlos aus, weil die Fassade br&#246;ckelt. Sch&#246;ne, talentierte Individualisten transformieren zu geistlosen Seelenhy&#228;nen. W&#228;re es nicht tragisch? Der Aufstand der Hipster gegen das Hipstertum. Ach kommt, das wird nie passieren. Das ist Gedankenromantik. </p>
<p>Sch&#252;rt diese Stadt also eine Art Selbsthass? Nein. Sie zwingt dich nur zur ma&#223;losen Selbstreflexion. Eigentlich ist sie nichts anderes, als die urspr&#252;ngliche Idee der Seifenblase. Von weitem wirkt sie gro&#223;, stark, so voller Tr&#228;ume. Eine verschwommene Mischung aus der bunten Neugier nach unz&#228;hlig vielen Dingen und der kindlichen Sehnsucht nach einem eigenen Platz in der Welt. Wer zu nah an die Blase kommt, l&#228;uft Gefahr sie zu zerst&#246;ren. Wenn sie dann wirklich mal durch Eigenverschulden zerplatzt, wird man ruhig und geht f&#252;r eine Weile sicherheitshalber in den pl&#246;tzlichen &#8220;Off-Modus&#8221;. Es ist noch nicht einmal 4 Uhr. Die Wand, an der ich lehne, ist inzwischen auf K&#246;rpertemperatur gepimpt. Ich atme schon so lange diese Stille, dass ich sie n&#228;hre. Nur ein alter, zufriedener Buddha ist jetzt gechillter als ich. Berlin, ich liebe dich am meisten, wenn du ab und zu mal dein Mund h&#228;ltst und zuh&#246;rst.</p>
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<p><small>Schreibe einen Kommentar zu diesem Artikel: <a href="http://www.amypink.com/2012/01/halts-maul-berlin-ich-bin-dann-mal-im-off-modus/">Ich bin dann mal im &#8220;Off-Modus&#8221;</a></small></p>
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