Schluss mit lustig
Foto: E4
Skins 6
Schluss mit lustig
Marcel Winatschek  /  Montag, 23. Januar 2012

Was mit einem ausufernden Ferienausflug nach Marokko und jeder Menge Weed, Freiheit und verlorener Jungfräulichkeit beginnt, endet mit einem Schockmoment, der uns in die verkorkste Teenager-Welt von Franky, Mini & Co. zurück reißt. Das Aufeinandertreffen mit einem wohlhabenden Drogendealer und die abgelegte Scheu vor fremder Gefahr wird der Rektorentochter Grace zum Verhängnis, Matty flüchtet aus Angst in die Ferne, zu Hause erwartet uns dann der graue Alltag und die Erinnerung an einen Fehler, der verhindert werden hätte können.

Heute Abend startet auf dem britischen Sender E4 die sechste Staffel von “Skins“. Und wir haben schon mal einen ersten Blick in die erste Folge geworfen. Keine Serie zuvor hat jemals so mit meinen Gefühlen gespielt, sie vergewaltigt. Hat mich so sehr vereinnahmt, mich auch noch Jahre später über kleine Details und große Szenen nachdenken lassen. Hat mich so lieben und leiden lassen.

Und auch wenn ich sagen muss, dass mir die ersten und zweiten Generationen weitaus mehr ans Herz gewachsen sind, als die aktuellen Kids, weil ich mich noch mehr mit ihnen identifizieren konnte, wissen Liv, Rich und die anderen dennoch weitaus mehr zu überzeugen, als das der übliche Müll im Fernsehen schaffen könnte. Weil es immer noch so anders und echt und tief scheint.

Sommersprossengesicht Mini hat sich von einer ätzenden High-School-Diva in eine sympathische Draufgängerin verwandelt. Franky kommt mit der Beziehung zu ihrem Freund nicht mehr klar, wird abweisend, einsam, anfällig für andere Jungs. Nur Liv scheint immer noch sie selbst zu sein, immer ein bisschen Schlampe, die gute Seele, nachdenklich, verkannt. Das Leben zeigt sich langsam von seiner anderen Seite.

Die zweite Staffel einer Generation ist traditionsgemäß etwas ernster und düsterer, was ich in der aktuellen Zusammensetzung besonders begrüße. Weil die vorherigen Folgen zugegeben etwas zu kindisch und verspielt waren. Auch wenn ich weiß, dass die Serie wahrscheinlich nie wieder so sehr auf mich einprügeln wird, wie es bei Effy, Cassie und Tony der Fall war, bin ich gespannt darauf, was uns Bryan Elsley und Jamie Brittain in den nächsten Monaten darbieten werden. Und wir dürften nicht enttäuscht sein.

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Über den Autor

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

5 Kommentare

  • Immanuel sagt...

    Seid ihr im Moment im Ausland das ist das vierte Video in folge das ihr hier einstellt und gesperrt ist :(

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  • Jan sagt...

    Die erste Episode von Staffel 6 hat mich echt auch endlich mal wieder begeistert. Fand ja die ganze Staffel 5 eher mau und viel zu sehr auf die Entwicklung der einzelnen Charaktere bezogen. Schade, denn irgendwie lebt das ganze doch davon das Chaos und Tiefgründigkeit in einen Topf geworfen und gut durchgeschüttelt werden.

    Marokko war super und obwohl die Grace Story ein wenig an Tonys Unfall erinnert, kann man sich jetzt jede Woche wieder auf Skins freuen <3

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  • Christine Grsn sagt...

    die erste Folge war am Wochenende schon online^^

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  • stine helen sagt...

    maaaaan wo kann mans sehen?

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  • Atzi Mietze sagt...

    sorry, aber ist hier die rede von Skins.UK oder Skins.US?
    ….das video kann man leider nicht anschauen:(

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