Junge Kunst in der Hauptstadt
Foto: AMY&PINK
Stroke Artfair
Junge Kunst in der Hauptstadt
Marcel Winatschek  /  Samstag, 15. Oktober 2011

Es ist über die Grenzen dieser kleinen, beschaulichen Nation hinaus bekannt, dass ich die einzig wahre Reinkarnation von so jedem bedeutenden Künstler bin, den es gibt. Oder besser gesagt gab. Deshalb ist die diesjährige Stroke Artfair in der Kunsthauptstadt schlechthin Berlin natürlich genau mein Ding, meine Hood, das Territorium, in dem ich mich so richtig dolle entfalten kann.

Vorausgesetzt der gediegene Gast versteht darunter, dass man am laufenden Band Bierflaschen an der Security vorbei schmuggelt, mit einem Finger an den Lippen vor etwaigen Kunstwerken verharrt und dabei so richtig tiefsinnig guckt oder kleine Kinder dabei beobachtet, wie sie lachend und glücklich T-Shirts bemalen. Obwohl ich das doch unbedingt wollte. Arschlochgören.

Während unser Kreativ-Gott Danny Doom jungfräulichen Kleidungsstücken mit Spraydosen und Eddingverschnitten das Fürchten lehrte, tingelte ich mit meinen beiden Druffis David und Anna von einem Stand zum anderen, sah tolle Dinge, sah schlechte Dinge, sah seltsame Dinge. Aber alles ganz relaxt und cool und voll hip. Hop. Typisch junggebliebene Hauptstadt eben.

Artconnect Berlin ließ aufstrebende Künstler extra dafür aufgestellte Wände bemalen, Gofresh stellte das Buch “Social Network Photography” vor, in dem die Selfshot-Fetischisten des Web 2.0 bedient werden und auf so mancher Fläche strahlte uns auch mein akuter Modelschwarm Caro Clash entgegen, die ihren entzückenden Oberkörper bereits auf einer eigenen Ausstellung in Mein Haus am See präsentieren durfte.

Die Stroke Artfair findet noch bis Sonntag im Postbahnhof am Ostbahnhof in Berlin in Deutschland statt und sollte von jedem besucht werden, der auch nur irgendwie auf moderne, junge Kunst steht. Street Art, Graffiti, Fotografie, Illustration, seltsame 3D-Dingsis – alles dabei, was das hippe Herz höher schlagen lässt. Und Bier gibt’s auch. Und seltsame Sushi-Rollen. Die aber sicherlich vorzüglich schmecken. Yeah!

Stroke Artfair

Stroke Artfair

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Stroke Artfair

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Über den Autor

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

3 Kommentare

  • julian sagt...

    CHOKE ART FAIR BERLIN 2011

    Ich weiss das kostet alles geld.Aber eine handvoll Sponsoren……(„Is seinen Namen auf die Scheibe von nem citreon zu kratzen also auch streetart?“)dann…..

    8!!! Euro Eintritt

    fragwürdige Spendenaufrufe auf Facebook (Umfrage:“wärt ihr bereit die stroke finanziell mit euren spenden zu unuterstuetzen und wenn ja wieviel…?“)

    verdummende gewinnspiele auf FB, deren einziger Sinn ist, nicht die Kreativität zu fördern („bringt 5 eurer freunde dazu uns zu liken und nen comment auf ihrem profil….) sondern Aufmerksamkeit und Follower zu generieren

    .Auch wenn viele der Teilnehmer tolle sache machen, haben viele dieser „galerien“ einfach nichts mit strasse zu tun und KENNENLERNEN kann man sie viel besser in ihren gallerien, wo sie weniger bedraengt sind und mehr muse und ruhe haben.

    Warum auch in München? Gibt wohl keine Stadt in Deutschland, die rigoroser gegen Strassenkunst (Graffitti, sticker,…..) vorgeht als diese und sauber und schön gewischt ist?

    was soll der stand in der friedrichstr, der Streetart aus berlin verkauft?

    Die idee dieser messe ist toll, die umsetzung ist katastrophal und heuchlerisch.

  • kati sagt...

    boah, wahnsinn! ich bin dabei :)

  • [...] STROKE ARTFAIR – Junge Kunst in der Hauptstadt Eindrücke von der Stroke Artfair, die noch bis morgen im Postbahnhof im Ostbahnhof Berlin stattfindet: Mit Street Art, Graffiti, Fotografie, Illustration und 3D-Installation. [...]

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