Wir hatten damals ja kein Privatfernsehen. Vor 15 Jahren. Aber meine Oma hatte eins. Hier, RTL, ProSieben und das ganze konsumgeile Zeug. Also setzte ich mich jeden Sonntag Nachmittag nach dem großen Fressen bei ihr vor die Glotze und durfte Zeuge von so großartigen Serien wie “Xena”, “seaQuest DSV” und “Hercules” sein. Waren die nicht großartig? Damals?
Die Beste von allen, die war allerdings “Earth 2″. Weil sie meine kleine Kinderbirne zum Platzen brachte. Eine… fucking zweite Erde? Mit Außerirdischen und ganz viel Dschungel und Leuten ohne Plan, aber mit jeder Menge Intrigen und Monster und Helden? Eine Folge großartiger als die nächste. Und natürlich fiel mir nie auf, dass die Serie schon nach der ersten Staffel abgesetzt wurde, weil sie arschteuer war. Ich fand es nur schade, dass ich nie wusste, wie die Geschichte endet.
Nun ist mit “Terra Nova” auf FOX ein zweiter Versuch in Angriff genommen worden, die Saga einer neuen Welt zurück auf die Bildschirme zu bringen und man streut auch gleich noch ein wenig “Jurassic Park” mit hinein. Story: Im Jahr 2149 ist die Erde ein überbevölkerter und dreckiger Haufen Scheiße. Die Luft stinkt nach Abgasen, der Himmel ist beige, die Menschen sind krank. Ekelhaft.
Wie großartig, dass Wissenschaftler eine Zeitmaschine entwickelt haben, damit ausgewählte Glückspilze 85 Millionen Jahre zurück in die Zeit reisen dürfen, um dort eine neue Zivilisation im Grünen zu gründen. Also folgen wir Familie Shannon in ein auf den ersten Blick utopisches Paradies inmitten der Kreidezeit, wo alle ihr eigenes Gemüse anbauen und in schnieken Holzhütten leben und fröhlich ihren neuen Berufen nachgehen. Aber sie merken schnell, dass auch dort nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.
Die Pilotfolge ist letztens über die Bühne gegangen und ohne Witz: In “Terra Nova” steckt so viel Potenzial, dass es mir schon fast im Kopf weh tut. Der große, weite Planet, ausschweifende Geheimnisse an jeder Ecke, schießwütige Rebellen, verquerte Liebesgeschichten, außerirdische Runen, aufgearbeitete Vergangenheiten und total ätzend animierte, aber vollkommen grandiose Dinosaurier.
Wenn sie es auch nur halbwegs gescheit hinbekommen, das Ding ungefähr in die richtige Richtung zu bringen und alle Chancen auf Mega-Storys nutzen, die sie so mutig ins Drehbuch geschrieben haben, dann kann “Terra Nova” einfach alles wegbomben, was die Science-Fiction-TV-Ära in den letzten Jahren gesehen hat. Ach was rede ich, wahrscheinlich wird das Ding eh nach fünf Folgen abgesetzt. Weil sie merken, dass Dinosaurier noch uncooler sind, als jeden Sonntag Nachmittag bei seiner Oma fernzusehen. Schade.
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Also jetzt mal ehrlich… Ich hoffe doch stark etwas Ironie erkannt zu haben.
Die Pilotfolge war wohl richtig Müll. Billige vorhersehbare 08/15-Story mit Plotholes so groß wie ein T-Rex-Fuß, nur Klischee-Charaktere und insgesamt habe ich mich doch stark (negativ) an “Avatar” erinnert gefühlt.
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Ja ging mir ähnlich. Nur das Avatar irgenwie noch originell war. Ich fand es faszinierend hab es gerne geschaut… Die Story hier gibt wirklich nichts her. Die Charaktere sind typisch Amerika… Weckt bei mir auch kein Interesse!
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scheiß hater ewig.
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