Ein Paradies im siebten Stock
Casa Camper
Ein Paradies im siebten Stock
Wenke Walter  /  Sonntag, 24. April 2011

Es gibt Dinge, die man im Leben mindestens einmal tun sollte. Darunter fällt zum Beispiel auch eine Nacht in einem Stylo-Hotel zu verbringen. Im “Party Iike a Rockstar”-Modus natürlich. Als ich kürzlich mit meinem frisch eingerittenen Silverstick (Kosename vom Bike) vom Mauerpark über die Hackeschen Höfe radelte, erwischte ich mich länger als nur kurz dabei, ein leuchtendes 8-Geschoss in Grund und Boden zu starren.

Das Casa Camper Hotel. Oh mein Gott. Ich war so hin und weg, dass mich meine Unaufmerksamkeit bezogen auf den Straßenverkehr fast unter den Opel Kadett, Baujahr ’63 brachte. Doch anstatt eine billige Actionsequenz in das Leben meiner Statisten oder arbeitslosen und trotzdem freiwillig anwesenden Bordstein-Udos zu bringen, überlebte ich einfach nur. Unbefriedigend für alle Beteiligten.

Auf dem restlichen Tretmarathon nach Kreuzberg kreisten meine Gedanken einzig und allein um diesen minimalistisch, voller Ästhetik und Selbstbewusstsein, strotzenden Design-Klotz. Wie würde es wohl da drin aussehen? Eine kleines gemütliches Zimmer mit einem imponierendem Blick auf Berlin. Oder doch eher eine Suite mit King-Size-Bett und kostenlosem Pay TV all night long?

Schlicht und zugleich elegant. Etwas Holz in Verbindung mit einem satten Rot, um den Wohlfühlfaktor zu steigern. Eine Hotelbar, die 24 Stunden geöffnet ist und asiatische Tapas, die frisch vom Sternekoch zubereitet werden. Wenn kulinarische Genüsse Gaumen und Seele verwöhnen. Casa. Die Vorstellung von dem perfekten Paradies nimmt langsam Formen an. Ich mittendrin und du draussen auf der Parkbank. Wenn du von da unten nett hoch starrst, hole ich dich mit zu mir. Vielleicht. Ich fantasiere fahrend und bleibe trotzdem nicht am ausgestreckten Arm von Aggro-Andreas hängen. Irgendwie überraschend.

Verschwitzt und mit einer voller Träumereien prall gefüllten Birne, rolle ich in meinen geliebten Kiez. Da taucht plötzlich ein riesengroßes L vor meinem inneren Auge auf. Loser? Nein, es steht für Luxus. Ich will Luxus, jedoch in seiner einfachsten Form. Finden will ich mich. Und das völlig zwanglos. An einem neuen Ort voller Authentizität und Ästhetik. An einem Ort nur für mich selbst. Ich will ins Casa Camper Hotel Berlin. Sofort.

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Über die Autorin

Wenke Walter lebt in Berlin-Kreuzberg und postet privat auf WENKEWHO. Ohne gute Tracks ist das Leben der dezent wahnsinnigen Hobby-ADHS-lerin völlig sinnlos. Genau deswegen kompensiert sie ihre Sucht nach Hörorgasmen auch pausenlos mit dem Versuch, endlich die Kunst des Schweigens zu erlernen. Ihre Zauberformel lautet: Schreiben. Alle Artikel von Wenke lesen oder eine eMail schicken.

14 Kommentare

  • Kay sagt...

    wieviel haben sie euch denn dafür bezahlt? downfall, im ernst ….

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  • Wer Bung sagt...

    Werbung.

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  • Andre F. sagt...

    Klingt vielversprechend und wird ausprobiert.

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  • Patrizia sagt...

    Das kann doch nicht euer ernst sein?n

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  • Andre F. sagt...

    Regt euch mal ab.
    Es gibt auch Dinge die mir z.B. gefallen und ich auf Blogs etc. lobe?
    Wenn ich jetzt schreiben würde, dass ich meinen schönsten Urlaub der Welt im “blablabla” mir fällt nichts ein gemacht habe, dann will ich sicherlich keine Werbung dafür mache, und erhalte auch keine Zahlung dafür (um obig genannte Kritik aufzugreifen)
    Schiebt nicht immer so eine Welle wegen jedem Kram, es ist kein Kind vergewaltigt worden, und der Weltfrieden ist auch noch in weiter Ferne.

    Um jetzt nicht komplett den Pfaden Faden. .. ach ist egal wie das geschrieben wird … (englisch liegt mir mehr) zu verlieren.

    Äh, ja. Sucht euch einfach andere Hobbys. :)

    Frohe Ostern

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  • Dave sagt...

    Was seid ihr denn für dumme, kleine Trollkinder?

    Manche Leute sind hallt nicht 100% sponsored bei Mami und Papi. Und da muss der Kühlschrank halt auch noch am Ende des Monats irgendwie voll sein.

    Ich seh da überhaupt kein Problem. Der Beitrag ist mit “powered by Camper” gekennzeichnet und gut ist. Wäre das nicht so, dann wäre es eine Unverschämtheit und auch das letzte mal, dass ich diesen Blog hier lesen würde aber so ist doch alles cool.
    Das war der erste Beitrag dieser Art seit Ewigkeiten. Also ich kann das sehr gut verkraften.

    Allerdings finde ich es nicht besonders clever von Camper. Hätten die mal irgendwas verlost oder eine Party geschmissen. Dann hätte sich niemand aufgeregt. Aber das ist für mich nicht das Problem von Amy und Pink.

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  • Jeffree sagt...

    Da waren letztens meine Eltern! Zu gut O:

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  • hanswurst sagt...

    gentrify yourself, suckers

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  • Pipi Kurzweil sagt...

    wenn ihr schon ein htl postet, wäre ein beitrag zu d.”topspots in B” (shops,bars,…) auch sensationell <3 fuer all eure auslaendischen fb&website-friends…lg aus wien

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  • ver sagt...

    Ja, schlechte Werbung für dieses Hotel. Allein dieser unglaublich peinlich möchtegern-kreative Stil von wegen “Ich war so hin und weg, dass mich meine Unaufmerksamkeit bezogen auf den Straßenverkehr fast unter den Opel Kadett, Baujahr ’63 brachte.”
    Wirkt absolut ausgedacht, unglaubwürdig, kindisch, untalentiert -einfach nur schlecht. Also ich häte dafür kein Geld ausgegeben.

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  • Ische sagt...

    Ich denke, viele werden es nicht merken, dass es einfach nur ein Werbetext ist!
    Hat für mich auch einen faden Beigeschmack, andererseits kann man die macher des Blogs verstehen. Würde ´doch jeder machen, auch wenn wie jetzt in dem Falle die Authentizität drunter leidet!

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  • mel sagt...

    ich glaube es ist schlechte werbung für das hotel weil amypink insgesamt keinen guten ruf genießt

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  • mel sagt...

    wurde mein kommentar gelöscht?

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  • mel sagt...

    ich kann einfach nochmal schreiben das es für casa camper keine gute werbung ist

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