Deutschlands schrägster Designer
Bernhard Willhelm
Deutschlands schrägster Designer
Wenke Walter  /  Freitag, 29. April 2011

Wer Björk einkleidet, muss schon irgendwie einen kleinen Schaden haben. Das Verwenden von Affenhänden, Harlekins, Clowns und Küchenmessern ist für Deutschlands schrägsten Modedesigner Bernhard Willhelm mehr als nur ein lauter Befreiungsschlag seiner Interpretation von Popkultur.

Der aus einer Optikerfamilie stammende Bernhard lernte schon früh bei großen Designern wie Alexander McQueen, Dirk Bikkemberg oder Vivienne Westwood. So wunderte es auch keinen, dass der Ulmer als erster Deutscher aus der Talentschmiede der Königlichen Akademie in den Antwerpen hervorging. Bernhard hat es geschafft. Mithilfe einer unverwechselbaren Experimentierfreudigkeit von Farben, dem Einsatz von grenzüberstreitenen Formen und unkonventionellen Materialien, avancierte Wilhelm blitzschnell zu den international gefragtesten Designern.

Statt langweiligen Modeschauen entwirft Bernhard nonkonformistische Konzeptkunst-Installationen und holt seine Models auch gerne mal wenige Stunden vor der Show höchstpersönlich an der Pariser Metrostation Barbès ab. Getreu dem Motto “Mehr ist mehr” zeigt der deutsche Designer, dass Mut und Mode zusammengehören wie die zwei Youngster-Royals Kate und William.

Seine geballte Schöpferkraft schüttete das Ausnahmetalent jüngst in die Ceremony Kollektion für Camper. Um den perfekten Schuh zu kreieren, ließ sich Willhelm von Comics inspirieren. Ist nur zu hoffen, dass er sich den Plattfuss von Hulk nicht allzu lang zum Vorbild nahm. Berni, mach uns stolz.

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Über die Autorin

Wenke Walter lebt in Berlin-Kreuzberg und postet privat auf WENKEWHO. Ohne gute Tracks ist das Leben der dezent wahnsinnigen Hobby-ADHS-lerin völlig sinnlos. Genau deswegen kompensiert sie ihre Sucht nach Hörorgasmen auch pausenlos mit dem Versuch, endlich die Kunst des Schweigens zu erlernen. Ihre Zauberformel lautet: Schreiben. Alle Artikel von Wenke lesen oder eine eMail schicken.

5 Kommentare

  • Dave sagt...

    Hör mal auf mit dem

  • Dave sagt...

    Schleichwerbung ist laut geltendem Rundfunkstaatsvertrag “die Erwähnung oder Darstellung von Waren … eines Herstellers von Waren oder eines Erbringers von Dienstleistungen in Programmen, wenn sie vom Veranstalter absichtlich zu Werbezwecken vorgesehen ist und die Allgemeinheit hinsichtlich des eigentlichen Zwecks dieser Erwähnung oder Darstellung irreführen kann.”

    Bereits in den 1920er Jahren hat Edward Bernays für die American Tobacco Company zu Schleichwerbung gegriffen: Frauen, so fand er heraus, betrachteten in den 1920er Jahren Zigaretten als phallische Symbole männlicher Macht und somit als ungeeignet für Frauen. Bernays versuchte für ATC, auch für Frauen das Rauchen attraktiv zu machen. Er beschäftigte eine Gruppe von Frauen und bat sie, sich wie Suffragetten zu verkleiden und zu streiten. Die Frauen marschierten durch New Yorks Fifth Avenue und als Zeitungsreporter sie fotografierten, zündeten sie Zigaretten an und proklamierten diese als „torches of freedom“ (Fackeln der Freiheit).

    Schleichwerbung ist in Deutschland grundsätzlich unzulässig. Sie ist nicht zu verwechseln mit in Deutschland grundsätzlich erlaubtem Product-Placement (in Deutschland in der Form von sogenannter Produktbeistellung).

    Powerd by Wikipedia

    Ist also genau so spanned wie dein klasse Beitrag

  • Hauke sagt...

    ALSO ICH FAND’S SUPER!

  • Ina sagt...

    ich nicht..

  • Fraglich sagt...

    Danke Dave. Endlich mal jemand- der meiner Meinung ist.

    Der Beitrag is ja mal sowas von >

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