Soundcheck
Die Alben der Woche



N.E.R.D. – The Best Of
Pharrell Williams und seine Crew waren die Helden meiner Jugend. Immer ein paar tighte Bitches im Arm, riesige Häuser bei “MTV Cribs” und rassige Texte, die eurer Oma den Schlüpper zum Platzen brachten. Leider sind alle “Best of”-Alben aufgewärmte Scheiße, aber wer sich noch einmal die fettesten Hits von N.E.R.D. reinziehen möchte, dem gibt diese Platte die Möglichkeit dazu.

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JJ – Kills
Die schwedische Independence-Band war handwerklich noch nie sonderlich begabt. Allerdings überzeugt JJ auch vielmehr durch kraftvolle Lyriken, ausgewählte Samples und einschneidende Melodien. Und so bleibt uns nichts anderes mehr übrig, als vor unseren Lautsprechern zu sitzen und zu beten. Für den Weltfrieden. Eine bessere Zukunft für unsere Kinder. Und Sex. Oder so.

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Gorillaz – The Fall
Die neue Platte der Ausnahmetruppe Gorillaz wurde ausschließlich auf Apples Penisverlängerung iPad produziert und so klingt sie auch. Kein einziger markanter Song, nicht ein annäherndes Meisterwerk wie “Clint Eastwood” oder “Dirty Harry”. Dafür hauen sie das Ding für umme über die Bühne. Ein gelungener Kompromiss, aber für gute Musik hätten wir auch was auf den Tisch gelegt.

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Chromeo – Business Casual
Der Typ mit dem langen Bart und sein etwas nerdiger Kumpel gehören zu den Electro-Gesichtern des Moments – und das obwohl sie Muschi-Tracks bis zum Abwinken raushauen. Das gesamte Album “Business Casual” ist ein fröhlicher Bums zum Spaßhaben. In der Disco. Zu Hause. Mit der Familie. Es macht schon irgendwie Laune, aber auf Dauer will man einfach auch mal etwas Härteres.

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Salem – King Night
Wer “King Night” einlegt, der sollte sich auf eine direkte Fahrt in die Hölle vorbereiten. Diese genmanipulierte Kreatur aus derbem Electro und rauen Stimmen lässt jegliches Leben um einen herum abschlachten und nimmt einen durch seinen puren Seelenfick gefangen. Einmal von vorne bis hinten angehört werdet ihr niemals wieder Spaß an eurem Dasein haben. Versprochen.

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Peach Kelli Pop – Peach Kelli Pop
Das 22-jährige Pfirsichgesicht namens Peach, Kelli oder eben Allie hat ein eigenes Album gemacht. Mit süßen Tracks, die deine Genitalien zum Kotzen bringen und jeden Musikkritiker ins Grab befördern. Aber genau das ist es, was “Peach Kelli Pop” ausmacht und es wahrscheinlich so besonders erscheinen lässt. Kein Must-Have, aber eine Perle, die sich lohnt. Auf eine seltsame Art und Weise.

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Marcel Winatschek  /  Mittwoch, 12. Januar 2011
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