Das perfekte Weihnachten
Feiertage und ihre Tücken
Das perfekte Weihnachten
Hannah Maria Paffen  /  Samstag, 25. Dezember 2010

Die letzten Wochen sind wir wie bescheuert durch die Gegend gelaufen, um noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen. Wir haben uns den Kopf darüber zermürbt, was wir unseren Freunden und der Familie schenken können. Etwas Außergewöhnliches, etwas ganz anderes sollte es sein. Kein langweiliges Buch oder eine dämliche Unterhose. Alles nur bitte nicht gewöhnlich und was sich nicht nach typisch Geschenk anhört. Wenn wir ganz kreativ waren, Zeit und vor allem eine Idee hatten, verkünstelten wir uns an selbstgebastelten Geschenken. Kreierten Fotoalben oder brannten Lieblingslieder auf CD.

Wir neigen an Feiertagen dazu alles perfekt haben zu wollen. Der Baum muss der schönste, das Essen immer auf den Punkt genau und jeder Verwandte Happy Hippo sein. Alles andere wäre vernichtend. Viel zu oft ersticken wir damit Weihnachten und der eigentliche Sinn geht verloren. Ich habe meiner Schwester dieses Jahr ein Buch geschenkt und ich selbst freute mich auch über meine Hausschuhe. Weil es mir eigentlich recht egal ist, was da unter dem Tannenbaum liegt. Gemeinsam Weihnachten zu feiern, wieder zu Hause zusammen zu kommen und dafür teilweise stundenlange Wege auf sich zu nehmen, ist doch eigentlich Geschenk genug.

Sich an so einem Tag ein bisschen Zeit für die Menschen zu nehmen, die einem wichtig sind und man gerne hat, ist wohl das größte Geschenk, das man einem machen kann. Jemandem frohe Weihnachten zu wünschen, mit dem man sich womöglich zerstritten oder sich einfach nur voneinander entfernt hat, macht doch Weihnachten aus. Einzulenken, selbstlos zu sein und alten Scheiss einfach mal zu vergessen. Da braucht es dann auch keine teuren Geschenke mehr, hundert Worte oder ein Entschuldigung. Manchmal reichen die einfachen Dinge, eine nette Geste oder ein Lächeln und dass man zeigt, dass man jemanden noch in sein Leben lässt. Dann ist es auch egal, ob der Tannenbaum klein und hässlich ist, wir Bücher und Unterhosen geschenkt bekommen haben oder das Essen überhaupt nicht schmeckt. In diesem Sinne wünsche ich euch da draußen ganz kitschig frohe Weihnachten und schöne Feiertage.

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Über die Autorin

Hannah lebt zur Zeit in Kempten, studierte Modedesign und widmet sich nun der Betriebswirtschaftslehre, um die Pflichten einer angehenden Weltherrscherin perfekt umsetzen zu können. Ihr größter Traum ist es, in naher Zukunft in einem billigen Horrorfilm mitspielen zu können. Als taffe Vampirjägerin. Oder modriger Zombie. Mal gucken. Alle Artikel von Hannah lesen oder eine eMail schicken.

4 Kommentare

  • Marcel sagt...

    Kommt drauf an, was für Unterwäsche man verschenkt…

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  • Torsten sagt...

    Wir haben dieses Jahr Weihnachten mal wieder Feuerzangenbowle gemacht. 4 Flaschen Wein und eine halbe Liter 54% Rum, von dem leider die Hälfte unverbrannt in den Wein geflossen ist. Was für ein Pech. Aber nach der zweiten Tasse war uns die Bescherung schon fast scheißegal und wir haben mal eben locker zehn Weihnachtslieder weg gesungen, bei deren Klang Dieter Bohlen im Boden versunken wäre. Drauf geschissen. Es war geil und so soll Weihnachten sein!

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  • Julia sagt...

    mit dem letzten absatz hast du so recht… !

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  • Hannes sagt...

    Gut, dass hier regelmaessig soviel Zeit vor dem Computer verbracht wird.

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