Ten Little Missions
Überleben am Wochenende
Ten Little Missions
Marcel Winatschek  /  Freitag, 29. Oktober 2010

Na habt ihr schon Angst? Das solltet ihr auch! Halloween, die Zeit der Geister, Kobolde und Simpsons-Specials, steht einmal mehr vor der Tür und lädt euch dazu ein, die alltäglichen Bedeutungen von Zombies, Blut und Tod über den Haufen zu werfen und euer nekrophilen Fantasie freien Lauf zu lassen. Und wem es zu öde ist, einfach nur kleine Kinder zu erschrecken und sich mit Wolfsmasken über dem Gesicht zu betrinken, der kann sich auch gleich noch unsere “Ten Little Missions” antun und versuchen diese mit Drang und Ehrlichkeit zu erfüllen.

Eins. Dreht euch mal wieder einen richtig fetten Joint und teilt ihn mit euren Liebsten. Nichts versprüht mehr Sympathie als gute Drogen. Zwei. Verkleidet euch an Halloween als der Penis von Kanye West. Drei. Zieht euch an einem Wochenende die vier originalen “Skins”-Staffeln aus England in die Birne, um dem miesen US-Klon keine freie Gehirnzelle zu gönnen. Vier. Ruft eure Freundeslisten auf und legt euch ein paar Affären zu. Damit helft ihr eurem Selbstbewusstsein auf die Sprünge und gebt eurer kranken Libido, was sie verdient. Fünf. Esst mehr Obst und Gemüse, sonst rufen wir eure Eltern an.

Sechs. Findet zufällig heraus, dass eure Freundin Osama bin Laden ist. Freut euch, dass ihr es mit dem am meisten gesuchten Mann der Welt treibt. Sieben. Setzt euch vor einen Apple Store, haltet den Passanten mit riesigen Hundeaugen ein Nokia 3210 ins Gesicht und fleht sie um ein iPhone an. Acht. Demonstriert mal wieder gegen Nazis. Atomkraft oder Bahnhöfe können schließlich warten. Neun. Kurbelt die Wirtschaft an, indem ihr mit Diamanten besetzte Klodeckel inklusive Safran-Geruch kauft. Und zwar jede Menge. Zehn. Sucht euch eine Brieffreundin aus Kambodscha und diskutiert mit ihr über das Paarungsverhalten von übergewichtigen Pinguinen.

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Über den Autor

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

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