Da hat man endlich mal jemanden gefunden, der in einem ganz tief drin heiße Glücksgefühle voller Spaß, Leben und Erotik auslöst und dann sitzt diese gewisse Person hunderte von Kilometern weit weg. Fernbeziehungen sind ein Übel voller Zwiespälte, Abwägungen und Verzicht. Kein spontanes Aufeinander herfallen am Feierabend, keine zärtlichen und weniger sanfte Berührungen auf dem Fußboden deines besten Kumpels, nur selten dieser Blick, dieser Geruch, diese Stimme – ohne digitale Hilfe.
Skype, Facebook und das Telefon müssen als Ersatz für all die feuchtfröhlichen Aktivitäten herhalten, denen man sich widmen könnte, wenn man nicht an den entgegen gesetzten Ärschen der Welt leben würde. Was machst du gerade? Wo Bist du? Die Verbindung ist schlecht? Irgendwas mit Ficken.
Euer Leben nimmt plötzlich eine endlose Wartehaltung voller Zweifel ein. Warten auf Geld, das ihr für Flug- und Zugtickets verpulvert. Warten auf Wochenenden, an denen ihr beide einmal nicht von Beruf, Verpflichtungen und Familie in Beschlag genommen werdet. Warten auf auf eine scheinbar finale Lösung, die letzten Endes doch in Trauer, Wut und Reue endet.
Fernbeziehungen nagen an uns und stellen uns immer wieder vor eine harte Probe, die irgendwann nur eine große Frage heraus spuckt: Hat das alles überhaupt noch einen Sinn? Der Verzicht auf Nähe, Sex und Spontanität, weil der Mensch, den man glaubt zu lieben, eben viel zu weit weg ist und womöglich die gleichen Antworten sucht? Weit entfernte Innigkeit kann eben nicht ohne eine Extraportion Vertrauen, Zuverlässigkeit und lebendiger Erinnerungen funktionieren. Und sie scheitert dennoch meist an den Versuchungen vor der eigenen Haustür. Oder habt ihr etwa andere Erfahrungen?
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Fernbeziehungen sind wie du bereits geschrieben hast, schwierig aufrecht zu erhalten und gerade das Vertrauen und diese lebendigen Erinnerungen sind oftmals nur am Anfang wirklich zu 100% gegeben.
Wer Fernbeziehungen führt, wird sich über kurz oder lang mit seinem Partner hinsetzen und entscheiden müssen, ob man zusammenzieht, ob jmd. seine Heimat aufgibt oder ob man nicht doch getrennte Wege geht.
welche erfahrungen? keine guten!
also, eines war top.. man hatte keine möglichkeit sich zu streiten :)
Auch nicht die Besten. Und streiten funktioniert immer!
In meinem Fall hab ich auch DIE Frau getroffen, und da spielte es erstmal keine Rolle dass die Entfernung zueinander 200km betraf. Das konnte man auch damals als ehem. Schüler, dann Zivi und später Azubi bewältigen und so begann das ewige Pendeln am Wochenende.
Fernbeziehungen sind irgendwie komprimierte Beziehungen, alles Wichtige spielt sich zwischen Freitag Abend und Sonntag Abend ab. Somit ist alles auch etwas intensiver, weil beide wissen dass man nur diese Zeit hat.
Allerdings hatten wir nach rund 4 Jahren Pendelei gehörig die Nase voll von den immer wiederkehrenden Abschieden, und dem Leben “von einem Wochenende zum nächsten”. Wie Mirco denke ich, dass jede Fernbeziehung früher oder später aufgelöst werden muss (Trennung oder Zusammenziehen), wir zumindest hätten das als Dauerzustand nicht ausgehalten.
In unserem Fall kam sie zu mir, und seit über einem Jahr funktioniert das wunderbar. Man muss allerdings offen mit seinem Partner über Probleme reden können – gefährlich sind so Gedanken wie “für mich hat sie ihre ganze Heimat und alles aufgegeben” inklusive eventueller Schuldgefühle, gerade wenn mal Streit ist.
fernbeziehung = sexbeziehung
sobald man sich wieder sieht, wird erstma bamm bamm gemacht
Klar, streite dich mal am Sonntag Abend, dann kannste dich die ganze Woche durch streiten :D Wochenendbeziehung und so…
Habe eine, bin glücklich. Viel Freiheit und so. Muss man aber mit zurechtkommen, dass man sich nur am Wochenende sieht.
wenn es sein muss – und man damit klar kommt – funktioniert es! manchmal mehr, manchmal weniger, aber es funktioniert!
fragt thomas!
Man kann sich ja nicht aussuchen für wen man jetzt so starke Gefühle entwickelt! Und wenn sie dann da sind, diese Gefühle, dann heisst es: auf den Verstand hören oder aufs Herz??!
Hab mich für zweiteres entschieden. Ist of schwierig, sehr. Aber die Vorfreude meine Süße endlich wiederzusehen und die Freude wenn ich sie dann endlich in meinen Armen halten kann… Das ist es wert. Sie ist es wert!
6 monate mit 300 km distanz und wir leben immer noch. ;)
wenn man den anderen wirklich liebt, erliegt man auch keiner “versuchung”, nur weil diese gerade näher ist. klar kann das passieren, aber dann war es eh nicht das wahre und es nicht wert, sich deshalb so zu zerreißen. eigentlich hasse ich dieses abgedroschene “er/sie ist es wert”, genauso wie ich immer noch alle anderen pärchen außer uns schrecklich finde, aber das ist doch letztendlich die abwägung, die stattfindet. und dann habe ich mich eben für ihn entschieden, auch wenn er nicht immer bei mir sein kann, als für irgendeinen anderen. die zeit, die wir zusammen haben, wiegt den ganzen anderen scheiß irgendwie immer wieder auf. (obwohl es uns am liebsten wäre, wir könnten die silbe “fern” einfach aus unserer beziehung streichen, aber da das erstmal nicht möglich ist, muss eben so gehen. und es geht, ziemlich gut sogar.)
Ich habe knapp ein Jahr eine Fernbeziehung geführt, habe es aber nie so genannt, weil es sich nicht so angefühlt hat. Aber es waren auch nur 250km, die man überwinden musste und als Student konnte man auch mal schon donnerstags losfahren oder erst montags zurück. Trotzdem war es halb so schlimm, da man sich jedes WE gesehen und die Zeit viel besser genutzt hat. Und unter der Woche konnte ich Trash- und Mädels-TV gucken ohne Gemecker ;-)
Seit Januar lebe ich bei ihm und ich finde die Fernbeziehung zu meinen Freunden daheim viel anstrengender!
Ich führe seit 2 Jahren eine Fernbeziehung und deswegen fahre ich jeden Freitag zu ihm und am Sonntag zurück. Ich find es voll toll, nur die Tatsache, dass ich 3 Betten in Deutschland stehen hab wo auch meine ganzen Klamotten & Dinge verteilt sind, nervt mich zusehens.
Sind ja nur noch 3 Jahre bis das Studium fertig ist und wir uns eine Wohnung suchen können.
YAY!
@ vEnoMaZn das bamm bamm macht immer spaß!
Funktioniert. :)
hahaa schwarzer balken !! …
Funktioniert, mittlerweile seit über einem Jahr.
Zwar schwierig wenn man seinen Freund gern bei sich hätte, jedoch momentan nur das Telefon herhalten kann, aber wir denken positiv und denken, dass wenn wir diese Zeit überstanden haben, überstehen wir alles.
Hatte 4 Jahre eine. Und ich glaub sie hielt nur so lange, weil es eine Fernbeziehung war. Zumal ich dumm und naiv war und keinem geglaubt habe, dass er mir fremdgeht, was er letzendlich doch getan hat. Und nun heult er mir seit 2 Jahren nach, brauch ne Therapie und Tabletten und mich interessiert’s nen Scheißdreck, da ich nun weiß, wie schön eine richtige Beziehung sein kann und mir mein jetzter Freund 100% das gibt, was ich brauche: Freundschaft, Loyalität und Liebe! Ich hätte unglaublich viel Geld sparen können…
Aber nichts so trotz.. wenn es ehrlich gemeint ist, dann kann sie wirklich Funktionieren und man hält die Zeit durch bis man endlich zusammen sein kann. Immer.
Hatte ich 4 Jahre, beide treu (glaube ich), jetzt zusammengezogen und das gemeinsame Leben genießend – und am WE auch mal wieder Zeit für jemand oder was anderes.
Seit genau zwei Monaten habe ich jetzt eine. Eine von der scheiß Sorte. Eine, bei der man sich noch nicht mal am Wochenende sieht, noch nicht mal einmal im Monat sondern erst nach zehn langen Monaten! Dass das zum kotzen ist brauch ich bestimmt nicht sagen. Doch bis jetzt funktionierts. Und wird es sehr wahrscheinlich auch weiterhin.
6 Jahre und 600km. Alles ist möglich. Leider scheiterte das Ganze dann am Zusammenziehen, irgendwie hat es wohl doch nicht zu 100% gepasst. ;)