Veröffentlicht: Donnerstag, 19. August 2010
Mit diesem kleinen Mädchen durch die dunklen Straßen der Stadt zu irren, eröffnete mir weder komplett neue Welten meines Geistes, noch trat es in mir eine Stimmung der Resignation des Lebens, das ich bis dato führte, los. Die kurze und doch so vertraute Reise machte schlichtweg alles besser. Alles. In ihrer Anwesenheit verfiel ich in einen Status der Lebensfreude, den ich bis dato nur von billigem Sex und hochwertigem Wein kannte. Oder umgekehrt. Ihre ungebundene Niedlichkeit und der menschenverachtende Flair ihrer Stimme machte mich irgendwie glücklich. Ich mochte plötzlich gewisse Dinge. Und das bereitete mir unangemessen große Furcht. Denn Herzen öffnen birgt Risiken. Immer.
Wenn sie nicht in meiner Nähe war, verharrten meine Gedanken in ihren Fotos und schwirrte sie um meinen Körper, konnte ich von ihrem Duft und dem Gefühl ihres Daseins nicht genug bekommen. Pures Verständnis ist selten heutzutage. Die Tage und Nächte verwandelten sich zu Wettläufen gegen die verdammte Zeit. An Britney Spears und Ohnmachtsanfällen vorbei, fochten wir einen Kampf aus, der uns nichts weiter als eine Illusion des Sieges bieten konnte. Und wir griffen beherzt zu.
Gierig küssend, traurig wissend, dass unsere von Zufällen und Schicksalen regierte Welt schon bald in sich zusammen fallen würde, genossen wir jeden Augenblick und drangen so tief in das jeweilige Gegenüber ein, dass Wahrheiten logen und Seelen onanierten. Glück ist selten heutzutage. Und anders als bei all den leeren Hüllen, deren trostlose Weiblichkeit ich als Lebenselixier aussog und deren Charme und Angebote ich mir durch taktische Ignoranz erschlich, bedeutete mir dieses kleine Mädchen bereits nach so kurzer Zeit eine ganze Dimension voller klarer Gedanken. Es war mehr als großartig.
Während ich dem Ruf in ein paralleles Leben folge und mir gebetsmühlenartig einrede, dass meine wenigen – aber imperativen – Pläne ihre Richtigkeit haben, huscht sie frech und einsam an den angestaubten Stereotypen meines bisherigen Lebens vorbei und offeriert mir neue Sichtweisen auf einen Albtraum, der sich bereits daran machte, seine glücklosen und deprimierenden Ideale tief in mir drin zu manifestieren. Schlucken, spucken oder ficken – jede Form der inneren Gewalt ist angebracht, um sich gegen den schleichenden Verfall der eigenen Hoffnungen zu verteidigen. Jede.
Meine Zukunft liegt wie ein grauer Schleier vor mir und doch danke ich dir, dass du kurz vor dem Eintritt in ein neues Leben meine Hand ganz fest gedrückt hieltest, um mir noch einmal klar zu machen, dass qualitativ kostbarer Mind-Fuck überall auf einen lauern kann, manche Emotionen weitaus erfüllender und lebendiger als altmodische Liebe sein dürfen und nichts über Käse-Pizza, Weezer und blutige Zombies geht. An dich und deine tolle Stadt: Ich mag dich so sehr.
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… das ist einfach nur sowas von schön.
Ist da jemand verliiiiiiiieeeebbbbbttt???
ô_o
@Paulchen: Ja deine Mutter, wie oft denn noch?
Marcel VS. Marcel
FIGHT! :D
das ist so der schöne und süße text!
Achso, nee ich wollte hier keine merkwürdigen Besitzansprüche (gutes Wort in diesem Zusammenhang) deutlich machen, sondern nur den Text als solchen kommentieren. Ich kotzte zweimal, kicherte drei Mal und lachte duchgehend laut. Ich kann auch lachend kotzen.
Na toll, jetzt gibts wieder nen Bitchfight zwischen dem verweichlichten Schwuchtelmarci und dem übellaunigen Ichkotzewennihrglücklichseidmarci. Ich kann euch nicht ab. Beide. Spacken.
<3
Ihr Internet-Sucht-Kinder. Sucht euch gefälligst ein Real-Life, Bitches. Twitter. Internet Fame. Spacken.
Dein Text spricht mir im Moment aber sowas von aus der Seele, das es schon unheimlich ist, danke.
Das hast du so wundervoll geschrieben der Wahnsinn!
Check ich nicht, hat der eine marcel dem andren die olle ausgespannt oder was soll der scheiß?
@Attila: :D Oh Mann…
Für den einen ist es ein “wenn sie nicht in meiner Nähe war, verharrten meine Gedanken in ihren Fotos und schwirrte sie um meinen Körper, konnte ich von ihrem Duft und dem Gefühl ihres Daseins nicht genug bekommen.”
und für den anderen einfach nur “die Olle”…
Von der Skyline zum Bordstein zurück, Baby.
Ganz großes Kino, mein Lieber. Ziehe meinen Hut.
Die Olle hat nicht etwa gerade Bushido zitiert, oder?
@Mischa: <3
Ich mag Bushido. Da versteh ich die Texte. Weil da sind nicht so schwule Wörter drin. So imprimitiv und so.
wow ich wünschte mein freund würde mir mal sowas schönes schreiben
@Ines: Mag mein kleines Äffchen noch eine Banane?
@Ines: Und gib endlich amypink.com als deine Webseiten-Adresse ein. Was soll denn das? Du Stück.
@Marcel Winatschek: Deine Mudda schreibt mir verknallte Blogeinträge, also halt die Fresse jetzt <3
@ines: du bist so cool alta …wenn du weiter so schreibst verknall ich mich noch in dich ;)
@marcel: dein Text ist etwas kitschig für meinen Geschmack …
@Kamillo: das ist okay, das passiert mir ständig.
So ganz ohne :popcorn-Emoticon fehlt hier schlicht die Möglichkeit, mit nur einem einzigen Wort bildlich genau das auszudrücken, was nun umständlich mittels dieses Satzes, na ja und so weiter.
Ines alte Ghettobiatch! Du läufst irgendwann echt mal Sara den Rang ab.
@Thilo: :D
@Thilo: Wer ist Sara?
@Ines: Sara ist die wahrscheinlichst derbste Frau seit es das Internet gibt … um nicht zu sagen sie ist das Internet in gut aussehend und dope!
jaja, mit der Ines kann man was erleben. ich mag sie auch sehr :o)
dieser text ist so genial geschrieben, ich finde keine worte….
Eine große, glückliche Familie.
@tasherl: Genau.