Veröffentlicht: Montag, 12. Juli 2010
Die letzten Wochen waren heißer, schwüler und ungerechter, als es unsere geschundenen Körper jemals ertragen könnten, ohne allzu großen seelischen Schmerz davon zu tragen. Um ihn wenigstens ein kleines bisschen zu lindern, sind wir auf der ewigen Suche nach brüderlichen Wesen, denen wir unsere Qualen auferlegen können, ohne uns emotional zu sehr an sie zu binden. Eigene Welten, außerordentliche Abenteuer, die Zauber einer mit bunten Lichterketten, billigem Rotwein und viel zu guter Musik durchtränkten Nacht. Doch wahre Gefühle, die finden wir in diesen Tagen keineswegs.
Bereits seit Jahren beginnen meine Beziehungen zu Mädchen ohne Ausnahme im Herbst. Nicht etwa, weil ich so ein Proletenhengst bin, der im Sommer nur kleingeistige Schlampen ficken und in kälteren Tagen dann etwas zum Diddl-Kuscheln und Würstchenkochen sein Eigen nennen möchte, sondern aufgrund der Tatsache, dass ich am Ende des Sommers wieder zu meiner psychischen Ruhe gefunden habe, nachdem ich mich auf einer bedingungslosen Reise zum Sinn meiner Selbst selbst befunden hatte. Natürlich ohne jeden Erfolg und doch ein Stückchen weiter.
Und wenn die Tage kühler und die Nächte wieder ruhiger werden, dann wartet sie da meistens schon auf mich. Die Frau am Eingang der roten Blätter, gleitenden Spaziergänge und tiefen Gespräche. Ich werde sie in die Arme nehmen und ein Stück mit ihr gehen, sie lieben und mich in unendliches Leid stürzen. Weil ich weiß, dass sich unsere Wege wieder trennen werden, sobald der kalte Hauch des Winters erneut verschwunden ist. Was bleibt, ist ein Korb voller Erinnerungen und ungestümer Erkenntnisse.
Also lasst uns die heißeste Zeit des Jahres vollends genießen und uns nicht um gefühlvollen Kram kümmern, der uns doch wieder nur daran hindert, uns in den schönsten Sommer unseres Lebens zu stürzen. Um unser verloren gegangenes Ich wieder einzufangen und zu verstehen, worum es wirklich geht. Mehr können wir von uns und den anderen Leidensgenossen momentan nicht erwarten. Ein Lächeln, ein Kuss, ein Schlaf und doch nicht mehr. Denn dies ist sicher: im Sommer, da gibt es keine Liebe.
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mit dem letzten satz könnte man nen schlager formen : D
im sommer da gibt es keine liebe tralalala
@steffi: :D das wäre natürlich auch mal ‘ne geile marketing-idee.
Genau so verläuft mein Leben auch. Was ein Zufall …
Verkauf die Idee an Alexander Marcus!
Abgesehen von dem Gefühlskram, ist es auch viel zu heiß für geschlechtliche Dinge xD
@Johanna: Ach… ficken geht immer.
Wir gehen zum Ficken in den Keller :D
Marcel, irgendwie tust du mir leid, auch wenn ich langsam anfange, es zu verstehen.
@Johanna:
Deinem Kommentar kann ich nichts mehr hinzufügen.
Kein Wunder wenn man(n) dann seinen Partner ohnmächtig vögelt! :D
Klingt sehr anständig.
Ich hatte immmer die Theorie, dass sich zum Sommer hin alle trennen und divers zusammentun, nicht lieben, es Herbst wird, man alles bereut und im Winter werden dann alle wieder anhänglich und einsam & verliebt, si!
Der Sommer hat wirklich keine Liebe übrig. Kein Wunder, Endorphine bekommt man da umsonst von der Sonne yuhu.
haha. stimmt wohl. ich hab fast immer im frühling schluß gemacht. hachja.