Was leben wir doch in einer wunderschönen Welt. Die meisten von uns haben ein Dach über den Kopf, ein schönes Bettchen, Essen, Arbeit, Sex, eine Familie, noch ‘nen kleinen Köter, ein, zwei oder sieben Meerferkel, können am Wochenende einen drauf machen und danach nach belieben ausschlafen. Wir haben einen Fernseher, ein Radio, einen Laptop, Handy und Telefon sowieso, ein Auto, vielleicht noch ‘nen netten iPod hier und eine Spielekonsole da. Wir fahren in den Urlaub, kaufen uns neue Klamotten und hängen früher oder später noch einen kleinen Auslandsaufenthalt an unser Leben hinten dran. Alles vollkommen selbstverständlich. Wir leben so wie man eben lebt. Heutzutage. Ganz normal. Und selbst wenn du ‘n fauler Hund bist und ein bisschen zum Amt rennst, kommst du trotzdem über die Runden.
Heute wird nicht mehr gejagt, um die Familie zu ernähren, oder monatelang gebunkert und Essen eingekocht, um im Winter über die Runden zu kommen. Die meisten von uns mussten auch noch nicht um ihr Leben kämpfen, dabei zusehen wie ein Mensch regelrecht vor die Hunde geht, haben kein AIDS oder eine andere schlimme Krankheit. Wir mussten auch noch keine Menschen oder Tiere erschießen oder eine ganze Familie oder Kinder verlieren. Klar haben wir einschneidene Erlebnisse hinter uns, aber die meisten von uns könnten wohl eigentlich sagen: “Mir geht es gut”. Aber nein. Wäre ja zu einfach.
Da gibt es ja noch die Luxusproblemchen, die jeder von uns hat und viel zu oft viel zu sehr dramatisiert und sich daran festklammert. Wir haben Liebeskummer oder einfach keinen Bock heute zur Stadt zu rennen, um unseren Personalausweis zu verlängern. Wir möchten die Wohnung nicht streichen und unsere kleine Erkältung geht uns auch auf den Sack. Wir haben keine Lust heute mit dem Hund Gassi zu gehen und die sieben Meerferkel sauber zu machen und es treibt unseren Blutdruck in die Höhe, wenn wir mit unserer Wii nicht das nächste Level erreichen. Wir regen uns über zu kleine Titten auf und wenn sie zu groß sind und hängen ist es uns auch nicht recht. Der Penis kann sowieso nicht zu lang sein und wenn der Fingernagel abknickt, bekommt so manche Dame einen leichten Herzinfakt. Scheiss Welt. Ehrlich.
Fasst euch mal schön alle an euer Näschen. Jetzt. Sofort. Und sagt danach, dass es euch gut geht und das Leben nur halb so schlimm ist, wie jeder immer tut. Danach packt ihr eure alten Kuscheltiere ein und bringt sie zum Kindergarten, spendet euer Kippengeld oder die 50€, die ihr sowieso kommendes Wochenende versoffen hättet, für einen guten Zweck und anstatt anschließend trinken zu gehen, nehmt ihr eure Liebsten mal in den Arm und sagt: “Schön, dass es dich gibt.” Auf drei geht’s los. Los!
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Jetzt komm ich mir doof vor, meinen letzten Blogeintrag geschrieben zu haben. Hannahlein, du machst mir ein doofes Schlechtes Gewissen!
Ich tue jetzt erstmal was gutes und werde die Flyer zum Drucker-Laden vorbeibringen! ;-) Damit die Aktion mal ein Ende hat.
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schöner post. danke!
heute war nämlich einer dieser tage an dem ich so etwas lesen/hören musste!
keep up the good work, alex
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Du hast völlig Recht. Das ist auch genau das, was ich mir immer sage, wenn ich mich über sowas triviales aufrege. Das ist ne gute Lebensphilosophie, weil man so viel Stress vermeidet. Man muss sich das einfach immer wieder vor Augen führen.
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Toller Artikel, mit dem sich 90% der Leser (behaupte ich jetzt mal) identifizieren können!
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Augenöffner, obwohl wir das natürlich alles wissen. Aber das Problem mit der Wii solltest du lösen, denn das kann langfristig Folgen haben^^
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@Anna: ach annalein. es darf doch einen auch mal schlecht gehen und wenn man den ganzen mist aufschreibt und in die weite welt des internet knallt ist das doch völlig ok. köpfchen nich hängen lassen madame! hier für dich <3
@dolce: ich hab ja noch nich mal eine…aber seid ich das bei marci gespielt hab…überlege ich ob ich nich so was haben will…hihi
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Der beste Artikel bis jetzt und sehr schön geschrieben.
Aber die Menschheit ist leider nicht zu retten… :(
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du hast recht, hannah.
aber: sind probleme denn allgemeingültig? werden sie nicht vielmehr an milieus und an lebensentwürfen gemessen?
wahrscheinlich fällt es uns deshalb so schwer, unsere problemchen selbst als geringfügig (im vergleich zu wahren schwierigkeiten) zu sehen, wenn sie auftreten. für uns ist erst einmal belastend, was eben momentan belastend wirkt. selbst, wenn es sich dabei um eigentlich bedeutungsloses handelt.
danke für diesen text. und für deinen blick über den tellerrand.
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der artikel bringt karmapunkte :D
nein, wirklich, danke dafür, hat mich gefreut, hier mal sowas zu lesen.
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Nice! Muss ich dann heute auch nicht mehr lernen? :)
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Mir gehts es gut.
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Jammern macht auch glücklich, aber du hast schon recht, den meisten von uns geht es eigentlich zu gut um wirklich unglücklich zu sein. Oder ist es vielleicht einfach dieser Zustand warum wir oftmals unglücklich und undankbar ?
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