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Too Much Matsch – Teil Eins
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Too Much Matsch – Teil Eins
Von Hannah Maria Paffen
Veröffentlicht: Mittwoch, 23. Juni 2010

Was für ein Festival. Nachdem wir nach zwei Stunden Autofahrt auf dem Southside Festival angekommen waren, durften wir uns erst einmal mit dem Auto durch den hohen Matsch kämpfen, es anschieben und uns von den anderen Besuchern des Festivals anfeuern lassen. Gut, dass ich mir noch hässliche Gummistiefel für 15 Euro bei Deichmann gekauft hatte, weil diese nämlich unumgänglich und lebensnotwendig für dieses Wochenende waren. Nachdem wir unsere leicht angeheiterten Freunde gefunden und uns nach langem Hin und Her für ein Zelt-Plätzchen entschieden hatten, fing es auch schon an zu tröpfeln. Vom Himmel natürlich.

Bewaffnet mit Regenjacke, Regencapes und mit meiner durchaus megaheißen und viel zu großen Regenhose ging es dann später aufs Festivalgelände. Angefangen hat alles mit Florence And The Machine. Dicht gefolgt von Jack Johnson, Faithless, The XX, The Strokes, Ignite und Massive Attack. Weil ich am Ende des Tages die Einzige war, die noch einigermaßen laufen konnte und Ignite unbedingt sehen wollte, stolperte ich zuerst ins falsche Zelt und bin bei The Bloody Beetroots Deathcrew 77 gelandet und die fand ich gleich so gut, dass ich wohl “Bleeding” von Ignite mal so richtig verpasst hatte. Aber naja, man kann ja nicht alles haben. Ein richtiger Konzertmarathon war das also. Mich wundert es, dass wir die ganzen Bands unter einen Hut bekommen haben, nur Frittenbude, die auf der White Stage gespielt hatten, mussten leider daran glauben.

Nach einer viel zu kalten Nacht ging es dann am Samstag gleich weiter. Da The Get Up Kids leider schon um 12 Uhr gespielt hatten und ich da noch nicht ganz lebendig war, mussten auch sie von meinem Plan gestrichen werden. Weiter ging’s dann unbewusst mit Enter Shikari, die ich eigentlich gar nicht so schlecht fand, und mit LaBrassBanda. Eine der wenigen Bands, welche die durchgenässte Menschenmenge zum Tanzen anregen konnte und ein bisschen Sommerfeeling versprühte.

Danach bekamen wir von The Gaslight Anthem und Paramore ordentlich etwas auf die Ohren. Dendemann erinnerte uns in seinem Outfit ein wenig an Stefan von Erkan und Stefan und ich muss zugeben, dass ich Madsen viel besser fand, als ich eigentlich dachte, und ganz putzig ist der Typ eigentlich auch noch. Phoenix brachten uns dann noch ein wenig vor The Prodigy herunter, um mit ihnen gleich voll und ganz durchstarten zu können. Die Beatsteaks waren wie immer einfach nur großartig und brachten mal wieder mein Herz mit “She Was Great” zum Schmelzen.

Danach hatte ich mich so richtig auf meine Elektro-Super-Dance-Band Deichkind gefreut, aber irgendwas hat die Technik da falsch gemacht. Sobald man seitlich vor der Blue Stage stand, hat man fast überhaupt nichts mehr gehört. Ferris erst recht nicht und ich konnte mich sogar prima mit meinen Freunden unterhalten, was schon sehr ungewöhnlich für ein Deichkind-Konzert war. Weil die Stimmung auch nicht wirklich rüber gekommen ist, sind wir dann mit tausend anderen von den insgesamt 50.000 Festivalbesuchern zu unseren Zelten gelatscht und haben verzweifelt versucht ins Partyzelt zu kommen, was trotz drängeln, quetschen und blöden anmachen leider nicht funktioniert hat.

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Über die Autorin

Hannah lebt zur Zeit in Kempten, studierte Modedesign und widmet sich nun der Betriebswirtschaftslehre, um die Pflichten einer angehenden Weltherrscherin perfekt umsetzen zu können. Ihr größter Traum ist es, in naher Zukunft in einem billigen Horrorfilm mitspielen zu können. Als taffe Vampirjägerin. Oder modriger Zombie. Mal gucken. Alle Artikel von Hannah lesen oder eine eMail schicken.

12 Kommentare

  • Rene sagt...

    Hätt ich gewusst das Hannah da gewesen ist, wär ich natürlich auch hin :(

  • ksch sagt...

    Die meisten Bands hab ich auch schon Live gesehen. Aber genau wegen ein paar von den oben genannten Gründen wie der Technik, das Gedrängel und blah blah sind Festivals nicht so mein Ding.

    Papa sagt...

    @ksch: Nicht auf diesem Niveau, bitte.

  • Bo sagt...

    Habe “The Gaslight Anthem” mal als Vorgruppe zu Social Distortion gesehen – bis jetzt, die beste Vorgruppe, die ich jemals gesehen hatte.

  • Andi Licious sagt...

    Ne Regenhose? Hmm… also beim Radfahren biste damit meist danach innen mehr nass, als außen. *lach*

    Wie war Paramore live? Das letzte Mal als ich sie live sah, war ihre Stimme leider weit weg von Studio-Qualität. (Also die Beatbulletten waren danach ja gut unterwegs mit ihren Stimmen, muss also ordentlich gerockt haben ;))

    Donald sagt...

    @Andi Licious: Kommentar des Jahres!

    Sandra sagt...

    @Donald: Bist du heute mit dem falschen Fuß aufgestanden?

  • lisa sagt...

    hach, southside. hab da gearbeitet & leide noch jetzt an schlamm/kälte/regen nachwirkungen.

    Emil sagt...

    @lisa: Sehr schön, du hast deine Hausaufgaben gemacht.

  • hannah sagt...

    @ andi licious dann hatteste wohl ne schlechte regenhose! ;)

  • Jula sagt...

    das mit dem sound war allgemein ein problem.. auch bei dendemann (dessen outfit wirklich ziemlich amüsant war) war deshalb die stimmung recht lahm..!

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