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Farblos in München
Foto: Tosca Peric / ESMOD München
Schwarz ist das neue Schwarz
Farblos in München
Von Hannah Maria Paffen
Veröffentlicht: Dienstag, 25. Mai 2010

Langsam aber sicher findet man die ersten Beiträge, Meinungen und Artikel zu unserer Modenschau. Was sich aber der liebe Herr Phillip Crone von der Süddeutschen Zeitung bei seinem Artikel gedacht hat, weiß auch ich nicht so recht. “Farblos in München” heißt sein Machwerk und er startete meiner Meinung nach auch ganz gut, nur dass man dann über Schüler des ersten Jahres schreibt, die noch ganz grün hinter den Ohren sind und was “Lukas” der Techniker von der Muffathalle von der Modenschau hält, will eigentlich auch niemand wissen. Wen hat die liebe SZ denn da zur Modenschau geschickt? Auch wenn viele Sitzplätze anscheinend frei waren, hätten wir uns den Stehplatz von Phillip dann lieber auch gleich noch gespart.

In einem Punkt hat er allerdings Recht und nach der Show habe ich von mehreren Freunden und meiner Familie die gleiche Meinung gehört. Es war farblos. Die Mehrheit hat eine schwarze Kollektion gemacht oder hielt sich an gedeckte Farben und mäßige Farbkombinationen. Das liegt wohl einfach daran, dass Schwarz, matte Töne und der Nude Look wohl noch ganz schön gefragt sind und die Farbe Schwarz an sich einfach zeitlos ist.

Hallo, wir sind doch Grünschnäbel und machen so etwas auch das erste Mal, mit Schwarz kann man einfach nicht so viel falsch machen, die “Farbe” gefällt einfach vielen von uns. So ist das einfach. Bei der ein oder anderen Kollektion ist wohl unsere Schule auch nicht ganz unschuldig daran, dass sie so farblos geworden ist. Denn dort tut man sich mit dem Thema auch recht schwer, so hört man von verschiedenen Lehrern so viele verschiedene Meinungen, dass man manchmal einfach wirklich nicht mehr weiß, wo einem jetzt der Kopf steht. Man möchte sich selbst irgendwie verwirklichen, aber dennoch die Meinungen der Lehrer nicht ganz außen vor lassen und versucht das alles so gut wie möglich unter einen Hut zu bringen. Und das ist manchmal gar nicht so einfach.

Ich hätte mir auch hier und dort mehr bunte Vielfalt gewünscht, aber die meisten schwarzen Kollektionen gehören eben auch schwarz und passen durch die Nichtfarbe und Schnitte sehr gut zu dem Charakter der Designer. Wir sind fast 60 Absolventen, die den ganzen Tag in der Muffathalle waren. Hätte mal jemand Interesse gezeigt, hätte wohl jeder gerne etwas über seine Kollektion erzählt und am Freitag hatte man auch noch mal die Möglichkeit sich mit den Gedanken der Designer, und nicht mit denen des Technikers der Muffathalle, auseinander zu setzen. Dann hätte man wohl auch gemerkt das schwarz nicht gleich schwarz ist und viele verschieden Details bei den farblosen Kollektionen zu finden sind. So ist das nämlich.

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Über die Autorin

Hannah lebt zur Zeit in Kempten, studierte Modedesign und widmet sich nun der Betriebswirtschaftslehre, um die Pflichten einer angehenden Weltherrscherin perfekt umsetzen zu können. Ihr größter Traum ist es, in naher Zukunft in einem billigen Horrorfilm mitspielen zu können. Als taffe Vampirjägerin. Oder modriger Zombie. Mal gucken. Alle Artikel von Hannah lesen oder eine eMail schicken.

5 Kommentare

  • Chrissy sagt...

    Aber Schwarz passt doch zu jeder Farbe?

  • katja sagt...

    auweia, der bericht ist ja echt lahm. ich weiß jetzt mehr über den lukas als über die gezeigten kollektion. schade!

  • B sagt...

    was halt besonders strange in dem SZ-artikel ist, dass der autor sich heftigst darum bemüht, schwarz als eine Nichtfarbe darzustellen.

    kopf hoch, denke ich mir. ich bin mir sicher, wie du auch meintest, dass euch streckenweise auch irgendwie die hände gebunden waren, was den lehrkörper angeht.

    und selbst wenn nicht, keine farben gibt es auf einer modenschau nicht. mit der farbe schwarz aufregend umzugehen ist eine viel größere und anspruchsvollere aufgabe, als das Look&Feel bei “farbigen” farben.

    und dass man sich an die schaffenden nicht wendet, wie du am ende geschrieben hast, tja, dass ist das, wofür ich autoren solcher sz-artikel bemitleide: die materie beurteilen, ohne den erschaffenden zu konsultieren.

    eine sache, an der sich jeder eine scheibe abschneiden müsste in den heutigen, sensibleren tagen.

  • Frauke sagt...

    Lasst euch bloß nicht entmutigen. Jeder, der schon mal an der Nähmaschine gesessen hat weiß dass sich die Herstellung eines einzigen Kleidungsstücks locker über Wochen hinziehen und einen an den Rande des Nervenzusammenbruchs bringen kann. Insofern habt ihr also schonmal ein Mega-Chapeau für die Tatsache an sich, DASS ihr überhaupt sowas auf die Beine gestellt habt verdient. Nur auf der Farbwahl herumzusticheln find ich insofern ziemlich daneben, weil es die Arbeit kein Stück würdigt.
    Magst du mir vielleicht mal deine und Caros Sachen zeigen? Bin ganz schön neugierig ;)

  • rp-12 sagt...

    München ist okay. Diese Schule und die Typen von da sind ja wohl oberlahm und relativ dümmlich

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