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Everybody Loves The Unicorn
Foto: Matthew Beedle
Chew Lips
Everybody Loves The Unicorn
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Donnerstag, 22. April 2010

Während wir noch immer nach dem großen Stimmungswechsel Ausschau halten und uns die Frage stellen, wann wohl die Epoche des modernen Elektrosounds einer weiteren Modeerscheinung weichen wird und zu welchen Klängen wir anschließend unsere fettigen Körper kreisen lassen, hören wir hier in unserer imaginären Redaktion die Tracks eines Londoner Dance-Pop-Trios, welches uns mit seinen luftig hippen Klängen, den sicherlich irgendwo absolut gesellschaftskritischen Texten und der sexy anmaßenden Frontfrau die Tage des herannahenden Festival-Sommers versüßt.

Chew Lips nennt sich die Anfang 2008 gegründete dreiköpfige Truppe um die Sängerin Tigs und ihren beiden männlichen Kollegen Will Sanderson und James Watkins, welche irgendwie nach einer blutigen Mischung aus Metric, Uh Huh Her und den Ting Tings klingt und mit ihrer poppigen, aber dennoch nicht peinlichen Art und Weise die selbe Art von leidenschaftlicher Ignoranz an den Tag legen, wie ihre großen Vorbilder Prince und LCD Soundsystem.

Wer die bezaubernde Blondine und ihren kreativen Anhang einmal live sehen möchte, der muss momentan wohl noch nach England oder Frankreich trampen, ein Deutschlandkonzert ist nämlich vorerst nicht geplant. Aber schließlich haben die drei erst im Januar mit “Unicorn” ihr erstes Album auf den Markt geworfen – und das wird ja wohl erst einmal reichen. Logische Rechnung: Umso öfter ihr die Scheibe hierzulande käuflich erwerbt, umso schneller kommen Tiger Tigs und ihre lustigen Freunde aus dem Hundertmorgenwald auch nach Deutschland. À propos Musikkapellen, die mit T beginnen: Wollten nicht die Ting Tings dieses Jahr nicht ein schillerndes Comeback feiern? Katie und Jules: Wir warten!

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

2 Kommentare

  • KeepItindie sagt...

    Haha, durch Zufall heute auch entdeckt.. mal schaun, wie die sich so entwickeln.. davor kommt allerdings noch Fenech-Soler :).

  • oh ja! salt air, seven & solo sind mal ganz heisse songs von denen. zwar ein bisschen speziell, aber ein bisschen anti-mainstream kann ja nicht schaden. wobei, jetzt wo sie auf amy&pink publik gemacht wurden, wird sie wohl gleich die ganze welt kennen.

    da erinner ich mich doch gern an ein deutschland zurück, das gedacht hat, dass “delphic” der englische ausdruck für delfin – und keine gehypte, aber spitzenklasse-band – ist.

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