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Der kleine Fotograf
Foto: Zach Singh
Zach Singh
Der kleine Fotograf
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Dienstag, 13. April 2010

Als wir 15 Jahre alt waren konnte man nicht gerade behaupten, dass wir unsere seelenhafte Kreativität in einem Projekt gebündelt, die Welt auf diese Art verschönert und nebenher gleich ein paar Mädels aufgerissen hätten. Denn in diesem vor kaum vorhandenen Verpflichtungen befreiten wie von der innerlichen Pubertät erdrückenden Alter, traten wir uns lieber mit aus “Dragon Ball” nachgeahmten Pseudomoves gegenseitig die Köpfe ein, betranken uns auf Spielplätzen mit allem, was die Generation vor uns so alles aus der nahegelegenen Tankstelle mitgehen lassen konnte, und waren froh, wenn wir nachts die Hand in die Hose einer zufällig neben uns liegenden Göre schieben konnten, die mindestens genauso drauf war wie wir. Wie romantisch.

Zach Singh ist anders. Augenscheinlich. Denn mit seinem, alles andere als volljährigen, Dasein steckt der junge Amerikaner seine noch kaum erloschenen Energien in die alte Kunst der Fotografie und bannt damit die Realität des minderjährigen Lebens und der heutigen Jugendkultur auf analogen wie digitalen Film. Unter diese gekonnte Definition fallen bei ihm jedoch größtenteils nur hübsche Mädchen. Und Bären.

Denn egal ob rothaarige Schönheiten am Fluss, die mit weißen Socken bekleidete Brünette auf dem heimischen Bett oder das Mädchen nebenan im flauschigen Pulverschnee – Zach Singh schafft es mit seinen verträumten, auf irgendeine Weise intimen und doch direkten Arbeiten eine gar magische, zauberhafte und vertraute Welt in den Köpfen der Betrachter zu erschaffen. Und dieses mit 15 Jahren zu erreichen verdient wohl gleich noch einmal doppelt so viel Respekt.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

9 Kommentare

  • Johannes sagt...

    Ich finds ehrlich gesagt schon erschrecken wie viel so gutes Material von der neuen hipsterjugend kommt.
    Warum können die sowas so früh was ich erst nach ner ausbildung konnte… HÄ?

  • zimtsternin sagt...

    Sehr schönes Fotos und Modelle. Fast schon beneidenswert.

  • Tommy sagt...

    Ich glaube in dem Alter waren wir nicht in der Lage, so gut aussehende Mädels zu kennenzulernen und wenn doch, dann hätte man alles andere im Sinn gehabt, aber nicht fotografieren. Vielleicht ist es aber auch ne gute Masche ;-)

  • jana sagt...

    @ johannes: weil die in den usa photographie in der schule haben. und nicht zu wenig davon.

  • Birk sagt...

    oder irgendwo is ne Fabrik wo die ganzen Jung-Hipster- Fotografen produziert werden. Trotzdem tolle Bilder

  • Torsten sagt...

    @Birk: Da ist keine Fabrik. Da sind kreative Männer die ihre kreativen Frauen vögeln, dass ist alles!

    zum Thema: Wenn ich überlege, was ich mit 15 gemacht habe, muss ich mir eingestehen, dass da sicherlich nicht viel positives bei war!

  • Birk sagt...

    @Torsten: vllt tun sie das ja in ner Fabrik :D
    hatte in dem Alter auch irgendwie anderes im Kopf

  • Tristan sagt...

    Es ist in der tat eine sehr gute Masche :P
    Die sind alle total heiß drauf, Bilder von sich zu haben.
    Ich muss noch nichtmal fragen, die kommen ganz von alleine an.
    Soviel dazu ;)

    PS: Ich bin 16…

  • Birk sagt...

    ach die Jugend von heute

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