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Eine Insel mit zwei Bergen
Foto: Paramount Pictures
Shutter Island
Eine Insel mit zwei Bergen
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Donnerstag, 18. März 2010

Martin Scorsese hat es mal wieder getan und schickt nach Filmen wie “Aviator”, “Gangs of New York” und “Departed – Unter Feinden” den nächsten Blockbuster mit seinem Lehrling und Lieblingsfan Leonardo DiCaprio auf die große Leinwand. Diesmal in Form eines düsteren Psychothrillers, der vordergründig alles hat, um ihn einfach lieben zu müssen: Eine Insel voller Geheimnisse, eine Irrenanstalt mit eisigen Charakteren und leckere Gehirnoperationen zum Wohle der gesamten Menschheit. “Shutter Island” – eine Achterbahnfahrt, die hält was sie verspricht oder doch eher zweitklassiges Pseudogruseln?

Um der Frage auf den Grund zu gehen, waren Basti und ich am Arschlochtag im Kino unseres Vertrauens und wurden Zeugen einer verworrenen Story über labile Polizisten, befreite Konzentrationslager und ertrunkene Kinder, brennende Häuser, blutige Albträume und voluminöse Orchestermusik. Ein kleinteiliges Puzzle, dessen Einzelteile im einen Moment klar zusammen passen und sich beim nächsten Wort wie ein Kartenhaus im Wind in alle Himmelsrichtungen verteilen. Gewalt, Spiel und Verwirrung überall.

Was ist die Wahrheit und wer erzählt Lügen auf diesem nicht ganz so idyllischen Eiland? Das gilt es heraus zu finden. Woher kommt die Narbe am Kopf, was verbirgt sich in dem geheimen Leuchtturm und wer zum Teufel ist Insasse 67…? Fragen, die euch eineinhalb Stunden lang den Kopf weich wie Butter werden lassen und euch auch nach dem Ende des Films noch lange an den Rand des Wahnsinns treiben. Unsere Empfehlung: Anschauen und mitfiebern.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

12 Kommentare

  • matejko sagt...

    grandioser film, wie du geschrieben hast: “Kopf weich wie Butter werden lassen” und wenn ich wieder darüber nachdenke, ist dieser besagt Kopf, in Verbindung mit Shutter Island immer noch wie Butter.

  • kandis sagt...

    Wahre Worte. Ich schaute den Film gestern Abend und bin immernoch ein wenig hingerissen und verwirrt. Am liebsten direkt nochmal ansehen.

  • Marcel sagt...

    @matejko: Auf jeden Fall, besonders weil ich mir immer noch nicht sicher bin, was denn jetzt die Wahrheit ist…

    @kandis: Ja allein schon damit man die Ereignisse noch mal von Anfang mit den Erkenntnissen am Schluss vergleichen kann.

  • matejko sagt...

    @Marcel: Du sagst es! Ich fühl mich irgendwie verarscht, weil ich jetzt nicht weiß, was in dem Film von seinen Gedanken aus, ausging und was wirklich stattfand. War jetzt die Ankunft mit der Fähre fiktiv oder real? Ich glaub, ich werde den FIlm mir heute mal wieder zu Gemüte führen.

  • Daisy sagt...

    Ich kannte das Ende schon, als ich mir den Film ansah und wurde trotzdem nicht schlauer daraus. Das liegt auch daran, dass der letzte Satz aus dem Original eigentlich falsch übersetzt wurde…

  • Yannick sagt...

    Spannend? Das Ende ist doch nach der ersten Stunde schon irgendwie klar. Fand ihn langweilig, aber hab gerne DiCaprio gesehen!

  • Marcel sagt...

    @matejko: Mach das und erzähl uns dann was du entdeckt hast ;)

    @Daisy: Aber ich glaube selbst mit der richtigen Übersetzung weiß man nicht viel mehr oder?

    @Yannick: Aber eben nur irgendwie ;)

  • Deniz sagt...

    fandest du den echt gut??ich fand ihn auch ziemlich schnell klar und irgendwie schlecht gemacht und den martin mag ich jetzt iwie nich,hätte ich mir sparen sollen.auf jeden fall hab ich danach n psycholfilm geschoben und konnt nich schlafen…

  • Max sagt...

    Die Geschmäcker sind anscheinend verschieden. Ich hab mich wirklich geärgert 9€ für den Film ausgegeben zu haben. Fand ihn zunächst einmal schwach gespielt, dann war die Handlung sehr absehbar und der “dramatische” Turn. Oh weh.
    Wie dem auch sei, schön wenn er euch gefällt, ich fand ihn furchtbar.

  • Ich schließe mich @Yannick, @Deniz und @Max an: Der Film war für leider zu vorhersehbar.

    Wer dahinter gestiegen ist, löffelt nur noch kalte, klare Kloßbrühe. Gut natürlich, wenn sich die Butter als Beilage aufs Brot schmieren lässt.

    Das hast du nicht verstanden? Na, du fandest ja auch Shutter Island gut. :P

  • Marcel sagt...

    @Deniz: Ich glaube er war an diesem Abend genau das was ich gebraucht habe: Ein wenig Psycho, ein bisschen Überraschung, viel Nebel. Ich wollte gar nicht gleich dahinter steigen und gucken was wohl als nächstes passiert. Schließlich hab ich 7,50 Euro gezahlt, da wollte ich mir den Spaß nicht selbst vermiesen :D

    @Max: Ach Leo war doch gar nicht so schlecht. Und Ben Kingsley fand ich auch großartig.

    @Fabian Triphan: Butter, Brot, Suppe… Ich weiß nur, dass ich jetzt Hunger habe.

  • Lydia sagt...

    @Marcel: anscheinend ist der Streifen richtig sehenswert! Wenn du ihn gut findest, könnte es nicht schaden einmal wieder ins Kino zu gehen. Kann mir auch gut vorstellen, dass der Film richtig gut ist!

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