Veröffentlicht: Donnerstag, 18. März 2010
Es ist zum offenen Volkssport geworden, Fotos von wildfremden Menschen auf der Straße zu knipsen und diese dann direkt auf den Street-Fashion-Blogs dieser Welt online zu stellen. Vorausgesetzt die Protagonisten tragen Klamotten aus der Altkleidersammlung auf der Haut, Game Boys um den Hals und tote Katzen auf dem Kopf. Sie sind die ideale Verbindung zwischen der Mode der Realität und den zugekoksten Designern, die ihre Köpfe über den Wolken haben und ihre laufenden Puppen in untragbarer Montur auf die Laufstege schicken. Eine Revolution, ein Aufbruch, eine neue Macht. Und der Anführer dieser freien Bewegung, Facehunter alias Yvan Rodic, war gestern zu Gast in Berlin, um sein erstes Buch vorzustellen.

Meine persönliche Fotografin Sandra und ich ließen es uns natürlich nicht nehmen persönlich im Glad I Never… im Trendkiez vorbei zu schauen, um den Inbegriff des Straßen-Catwalks inmitten der angereisten Hipsteria persönlich kennen zu lernen und ein wenig mit ihm zu plaudern. Und überraschender Weise ist Yvan der wohl netteste Mensch, den ihr euch vorstellen könnt. Lässig und geduldig beantwortete er die Fragen des aufgeregten Publikums, schoss hier und da ein paar Fotos von aufgestylten Mädels und signierte uns dann noch sein neues Werk mit den Worten “Power to bloggers”, nachdem er interessiert und beständig nachhakte, wer denn bitte Amy und Pink wären und über was wir dort so schreiben würden.
Yvan versprach bald mal wieder nach Berlin zu kommen und wir wünschten wiederum alle Internet-Berühmtheiten wären so auf dem Boden geblieben und plauderfreudig wie er. Sein Buch, das über 300 seiner besten Arbeiten sowie einige aufheiternde Worte beinhaltet, könnt ihr unter anderem hier bei Amazon bestellen und wir freuen uns darauf Herrn Rodic bald mal wieder zu treffen, um dann vielleicht ein wenig länger mit ihm über bunte Wollmützen, springende Hunde und rothaarige Mädels zu philosophieren.
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den hab ich gestern morgens in der Bahn getroffen… sah total verpennt aus.
Das Paulschen trifft jeden Morgen ‘ne andere Berühmtheit in der U-Bahn ;)
Warum treffe ich dann nur Leute in der Bahn, die mich mit Sprüchen wie “Stinkst du oder stinke ich?” zutexten?
Die Welt ist so ungerecht.