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Arielle ist tot
Foto: Studio Ghibli
Ponyo auf dem Kliff
Arielle ist tot
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Montag, 22. März 2010

Der weiße Hai ist längst Geschichte, Nemo zigmal gefunden und Riesenkraken haben noch immer nicht ihren rechtmäßigen Platz als Herrscher dieser Welt eingenommen. Was können wir also noch viel vom dem größten Tümpel jenseits der Ufer erwarten? ‘Ne ganze Menge wenn’s nach dem japanischen Traditionsstudio Ghibli geht, das sich bisher für die schönsten aller Animes wie “Prinzessin Mononoke“, “Chihiros Reise ins Zauberland” und “Das wandelnde Schloss” verantwortlich zeigte. “Ponyo auf dem Kliff” heißt der aktuelle Streifen, der bereits 2008 in die japanischen Kinos kam, im Herbst 2010 endlich auch in Deutschland auf der großen Leinwand erscheinen soll und in uns die kleinen, verträumten und verfressenen Kinderseelen weckt.

Rebellion, Ungehorsam, Ausriss – das kleine, rothaarige Fischmädchen Ponyo hat keine Lust mehr auf ihr tristes Leben im Meer und wünscht sich nichts mehr als ein Mensch zu sein, ganz zur Missgunst ihres Vaters und sperrt sie zu Hause ein. Arielle, äh ich meine Ponyo, flüchtet mit Hilfe ihrer Schwestern und kommt bei dem kleinen Sōsuke und seiner Mutter unter, die das nasse Wesen bei sich zu Hause aufnehmen. Doch die haben die Rechnung ohne den Vater der jungen Ausreißerin gemacht, denn umso wohler sich Ponyo bei ihrer neuen Familie fühlt, umso mehr versucht dieser sie wieder zurück ins Meer zu holen.

Was sich nach einer bereits zu Disney-Zeiten ausgelutschten Story anhört, ist in Wahrheit ein für Minimenschen und große Fantasiefetischisten magisches Märchen voller kleiner und großer Wunder, farbenfrohen Ideen und einer mitreißenden Erzählmacht, wie man sie aus Hayao Miyazakis Zauberbude gewohnt ist. Wer ein wenig für die japanische Zeichentrickkunst offen ist: Ansehen und lieb haben!

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

5 Kommentare

  • Jenny sagt...

    Die anderen Filme waren schon gut. Dieser wird es sicher auch.

  • cpier sagt...

    Ich freu mich ja sooo!

  • Marcel sagt...

    @Jenny: Und komplett per Hand gezeichnet ist er auch noch! Also wenn sich das nicht lohnt, dann weiß ich auch nicht…

    @cpier: Wir freuen uns soooer.

  • daniel sagt...

    Von den ganzen Filmen fand ich ja Chihiro am besten :)

    Die Szenen mit den Wellen sind wirklich atemberaubend, und seine Mom(Ich hab den Namen vergessen) is ne crazy bitch :D.

    Langsam find ich es unheimlich wie der Blog hier fast mein komplettes Interessengebiet abdeckt. Könnte vielleicht auf den auf beiden Seiten vorherrschenden guten Geschmack hinweisen… :D

  • Torsten sagt...

    Ich persönlich musste beim ersten Bild an Heidi und Peter denken …

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