Die Evolution der Drogen

Farben im Kopf

Farben im KopfFoto: VBS.tv
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Mittwoch, 3. Februar 2010

Drogen gehören neben Sex, Alkohol und Zigaretten zu den Lebensutensilien, die dir von deinen Eltern, der Gesellschaft und Mr. Mackey verboten werden, bevor du dich überhaupt nur ansatzweise dagegen wehren kannst. Die machen dich nämlich abhängig, blöd in der Birne und können dich schnell wie der Wind wahlweise ins Gefängnis oder gleich ins nasse, kühle Grab bringen. Nur doof, dass durch diesen Wald aus Verbotsschildern all die bunten, unbekannten und gefährlichen Chemikalien und Pflanzen einen schlimmeren Reiz erhalten, als jeder Bürosex, Freibadeinbruch und Ladendiebstahl zusammen.

Doch sowohl Kokain, Ecstasy und LSD sind auch schon wieder alte Opis im Geschäft mit den Illusionen, Trips und Fantasien, denn die neueste Errungenschaft nennt sich Meow Meow, ist als Pflanzennahrung und Düngemittel gekennzeichnet und kann ganz bequem über unser geliebtes Internet bestellt werden. Die aus Mephedron hergestellten Kapseln sollen den gleichen Effekt wie Ecstasy hervorrufen, haben bereits ein paar Leute in England und Spanien auf dem Gewissen und fliegen natürlich bereits seit geraumer Zeit in den Szeneclubs der deutschen (Drogen-)Hauptstadt Berlin herum. Und nicht nur da.

Denn Drogen jeglicher Art gehören in der heutigen Gesellschaft zu zwei Szenarien. Während sie in der ersten von coolen, vor Attraktivität und Jugend nur so strotzenden, Models, Hipstern und Partygöttern eingeschmissen und hochgezogen werden, um die Nacht zum Tag werden zu lassen und das Ultimum aus der freien Zeit herauszuholen, sieht die zweite schon tragischer, und depressiver aus, in der Junkies vor lauter Stoff nicht mehr klar denken können, sich für Koks und Crack prostituieren und sich irgendwann auf der Bahnhofstoilette den goldenen Schuss setzen.

Die VICE hat sich mit ihrem neuen mehrteiligen Film “Swansea Love Story” passend zum Valentinstag um die unrühmliche Seiten der Betäubungsmittel gewidmet und begleitet darin mehrere Menschen, die im britischen Swansea zu Hause sind und dort für Liebe, Leben und den nächsten Kick kämpfen. So nüchtern und unrühmlich, dass es einem den Atem verschlägt. Also seid froh, wenn ihr Druffies noch auf der sonnigen Seite der verkoksten Medaille lebt, denn so wie in dieser irrealen Welt will wohl niemand enden. Nicht einmal ich.

4 Kommentare

  • Babel sagt...

    das erinnert einen doch an Trainspotting!

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  • Marcel sagt...

    Was ja nicht schlecht ist.

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  • feronia sagt...

    “Not a lot is known about the drug. It has been linked to one death so far in the UK — a 14-year old girl who took it at a party near Brighton — and there have been a number of people admitted to hospital with bizarre side-effects, including a teenage boy, who is reported to have had such severe hallucinations that he ripped off his scrotum.”

    Wer seinen Hodensack liebt, lässt also besser die FInger von Meow Meow, die Aussichten aus dem Film sind ja auch nicht gerade rosig…

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Da musste ich sofort hieran denken :D http://www.youtube.com/watch?v =0simV8UWWzI
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@hannah: Hallo ich bin genauso liebenswert. Arschloch.
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verliebselt in ines <3

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