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Kopf aus
Foto: AMY&PINK
Wer, wie, was
Kopf aus
Von Hannah Maria Paffen
Veröffentlicht: Freitag, 29. Januar 2010

Manchmal möchte ich Dinge verstehen können, die wohl keiner verstehen kann. Mir erklärt man sie auch nicht und sie bleiben wohl ein Leben lang unbeantwortet. Besser ist es sehr wahrscheinlich sich damit gar nicht zu beschäftigen warum das und das jetzt passiert ist, aber ich bin wohl zu sehr ein Kind der Generation Sesamstraße. Der, die, das, wer, wie, was, wieso, weshalb, warum?! Wer nicht fragt bleibt dumm! Scheisse war’s. Hätte ich mir als Kind wohl besser mal was anderes reingezogen.

Und wenn dann der Kopf mal wieder aussetzt und das Herz spricht, spielt der Körper verrückt. Einem wird heiß und kalt, das Herz schlägt schneller, man fängt leicht an zu zittern bis man es nicht mehr aushält und in Tränen ausbricht, weil man es einfach nicht versteht. Man sucht nach Lösungen und Antworten, versucht irgendwie auf einen grünen Zweig zu kommen aber es funktioniert einfach nicht. Fast genauso wie damals in der Schule. Wenn man nicht weiss wie man die Matheaufgabe lösen kann, kommt man auch ins schwitzen und da hilft alles nachdenken nicht. Was du nicht gelernt hast, weisst du eben nicht.

Warum akzeptiert man manche Sachen nicht einfach so wie sie sind? Wieso müssen wir permanent nach einer Antwort suchen und wenn unsere Fragen beantwortet werden, geht es uns dann besser? Diese blöde philosphische Phase, die ich gerade habe, geht mir echt auf den Keks. Genauso wie das Achterbahnfahren und das Kopfaussetzen. Mit der Zeit akzeptiert man wohl so einiges und findet sich wohl einfach damit ab, weil man weiss, dass es irgendwann besser wird.

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Über die Autorin

Hannah lebt zur Zeit in Kempten, studierte Modedesign und widmet sich nun der Betriebswirtschaftslehre, um die Pflichten einer angehenden Weltherrscherin perfekt umsetzen zu können. Ihr größter Traum ist es, in naher Zukunft in einem billigen Horrorfilm mitspielen zu können. Als taffe Vampirjägerin. Oder modriger Zombie. Mal gucken. Alle Artikel von Hannah lesen oder eine eMail schicken.

5 Kommentare

  • meierrr sagt...

    Im Zweifel für den Zweifel…

  • st sagt...

    die großen Fragen dieses Lebens, insbesondere die Frage nach der Liebe und der Zweisamkeit, haben einfach einen riesigen Haken, nämlich, dass sie mindestens eine weitere Person mit involvieren und deren Fragen und vor allem auch Antworten klingen nun mal ganz anders als die eigenen… also die meisten Fragen kann man einfach nur für sich selbst beantworten und dann ist aber immer noch lange nicht garantiert, dass diese Antwort über seine eigene Person hinaus irgend eine Gültigkeit oder einen Wahrheitsgehalt oder sonst was hat
    man muss sich, zumindest übergangsweise, einfach irgendwelche befriedigenden und beruhigenden Antworten zurechtlegen und dann, wenn die Grübelphase vorbei ist und man einen sentimentalen Moment hat, kann man ja noch mal nachschauen und korrigieren
    bei Beziehungstrennungen neigt man ja schnell zu sagen, dass die andere Person einfach unfähig war, Probleme hatte usw., man fängt dann auch an den anderen ehemals geliebten Menschen, aufgrund der zurechtgelegten Antworten so richtig Scheisse zu finden und weißt du was, das ist auch gut und wichtig so, weil anders wird man die Fragen einfach nicht los – an einem bestimmten Punkt macht es allerdings auch mal Sinn das ganze umzudrehen und sich selber und sein Verhalten zu befragen – man kann dabei so einiges lernen..

  • PinkahPandah sagt...

    Gerade diese Phase ist es doch die das Leben lebenswert macht. Nur so weiß man die positiven Dinge zu schätzen. Klar kommen diese Phasen immer zum falschen Zeitpunkt, aber wenn sie garnicht da wären, woher sollten wir wissen, was schön ist und was nicht? Wenn wir keine Zweifel empfinden? Wenn wir nicht traurig sind?

  • Zimtgruen sagt...

    es ist halt so und warum auch nicht, hat alles seine guten und seine schlechten Zeiten. Tage vergehen, Phasen vergehen, Momente kommen, Zeiten kommen, Zeiten die einfach nur geil sind, Zeiten, mit denen man überhaupt nicht umgehen kann und man abends mit einem großen Fragezeichen im Kopf versucht zu schlafen, man sich aber nur von vorne nach hinten, von rechts nach links wälzt. Zeiten, auf die man lange gewartet hat und Zeiten mit denen man absolut nicht gerechnet hat, von denen man anfangs nicht weiß, wie man sie einschätzen soll, denen man ziemlich skeptisch gegenüber steht und die am Ende dann doch ganz in Ordnung waren. All diese Zeiten haben etwas gemeinsam, am Ende hat man immer was daraus gelernt und sie sind einfach Teil deines Lebens, sie gehören dazu, und wenn es sie nicht geben würde, wär das Leben nur halb so schön.
    Also koste sie aus, die philosophische Phase!

  • hannah sagt...

    ^^ <3

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