Veröffentlicht: Freitag, 15. Januar 2010
Der amerikanische Regisseur, Schriftsteller und Künstler Larry Clark ist ‘ne perverse Sau, das wissen wir doch alle. Ständig lässt er für seine Filme, Fotografien und andere “Arbeiten” drogenabhängige Jugendliche miteinander Sex haben, schickt alkoholkranke Suffies mit nacktem Oberkörper auf Underground-Partys und stiftet die ganze Truppe nach getaner Arbeit dazu an, sich gegenseitig mal mit Karacho die Birne aus dem Leib zu prügeln. Mit anderen Worten: Wir lieben ihn wie Sau. Und sein Erstlingswerk “Kids” ganz besonders.
Ich war irgendwas um die Dreizehn, als ich die Geschichte um die New Yorker Teenager Telly, Casper, Jennie und Ruby, die in ihrem perspektivlosen Leben für nichts anderes mehr Platz haben, außer zu trinken, zu koksen und zu poppen, zum ersten Mal gesehen habe, über die Ereignisse, die darin stattfanden, gedanklich tief ergriffen und geschockt und beim Abspann war meine Kindheit endgültig vorbei. Aids, Gewalt und Vergewaltigungen hatten Einzug in meine kleine, unschuldige Kinderseele gehabt und ich muss an dieser Stelle gestehen: Ja, Larry Clark hat mich gefickt und entjungfert. Und es tat tierisch weh.
Und manche Zitate, Szenen und Gesichter hängen mir auch heute noch nach und haben mein Leben in einer unrühmlichen Art und Weise bewegt. Wie der Mann ohne Beine sein Bittlied in der U-Bahn leise dahin singt, wie Chloë Sevigny von Justin Pierce auf der Couch im Rausch vergewaltigt (was in mir den Fetisch für weiße Socken ausgelöst habe, wenn ich mich heute recht daran erinnere) und wie Leo Fitzpatrick sowohl die kleine Sarah Henderson als auch Yakira Peguero mit Aids infizierte.
Ein Schocker also, der Mitte der 90er zu einem in vielen Ländern der Erde zensierten und indizierten Phänomen wurde und sich nach und nach in einen mit Preisen, Ehrungen und Respekt überhäuften Kultfilm verwandelte. Und für mich persönlich wird er für alle Zeit mein ersten Mal bleiben. Danke Larry, du Arsch.
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kids gehört einfach zur jugend
war einfach standard
pssscht, ich bins casper :D hahah
^^^die skateboard scene im central park Bang
Also ich muss sagen, dass der Film auch für mich bis heute prägend ist. Die Skateboardszene, die Parties, alles Sachen die es unter normalen jugendlichen halt gibt.
Und nen “diggensäck” hab ich bis heute noch.
letztens zum ersten mal gesehen.
krasser film.
Wow, noch nie von gehört. Sieht aber echt interessant aus. (Ist das Rosaria Dawson?)
Ja, ist sie.
Hat mich gewundert, dass Fr. Dawson nirgends im Text erwähnt wird. Neben Chloë Sevigny ist sie die einzige, die sich in der Filmbranche behaupten konnte. Oder hab ich da wen übersehen?
und tragisch, dass sich justin pierce fünf jahre später das leben nahm.
@Nils jo. Ein Blick in die Wikipedia hat mir gezeigt, dass es tatsächlich http://de.wikipedia.org/wiki/Rosario_Dawson in ihrem ersten Film ist. Kids war echt ein krasser Film, zumal ich 15 war als der rauskam und ich noch nicht gepoppt hatte. Ich dachte dann 4 Jahre lang irgendwas würde an mir vorbei gehen – bis ich mein erstes Mal hatte.
Der Film hat mich schon versaut und gefickt und er wirds auch mit den Kids nach mir noch machen. Aber Okay. So isses, dafür guckt man sich Filme an.
eine offenbahrung. und ein dringend nötiger artikel. dieses HIV-drama-ding! und wie gut sevigny ausgesehen hat! so 90er. und dieser telly-spast dazu. muss ich unbedingt mal wieder gucken!
das war da, als das leben noch so unbeschwert war.
haha “…kann nicht mehr gehen…”