Einmal ficken, weiter schicken Die Sache mit den One-Night-Stands Die Sache mit den One-Night-Stands

Einmal ficken, weiter schicken

Einmal ficken, weiter schickenFoto: Archiv
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Sonntag, 13. Dezember 2009

Langjährige Beziehungen zwischen zwei Menschen sind etwas großartiges. Sie hüllen uns geschmeidig in einen Mantel voller blindem Vertrauen, mentaler Nähe und romantischer Lebenskunst, wärmen alle Beteiligten durch ein gemächlich loderndes Feuer der ständig andauerenden Liebe und lassen uns ein hohes Niveau der sexuellen Lust genießen, bei dem wir uns vollkommen auf den Partner einlassen können. Weil wir ihn und seinen Körper kennen, wissen was gefällt und was nicht und wo man seinen Pillermann reinstecken darf – und wo besser nicht.

Doch des Öfteren würden wir am liebsten auf die ganzen Zwänge einer nahenden Partnerschaft scheißen und uns gemeinsam mit der nächstbesten schwedischen Studentin, dem Fitnesstrainer aus dem Ghetto oder dem Pärchen gegenüber einer Nacht voller brennender Leidenschaft, ekliger Sauereien und ganz viel wunder Stellen an den Knien hingeben. Drauf geschissen ob das Lieblingsessen des Gegenübers Spaghetti mit Lachs ist, die kleine Schwester an Diabetes leidet oder die Miete seit drei Monaten nicht überwiesen wurde. Man erfreut sich an dem großen Schwanz, den wippenden Brüsten und der rasierten Scham und fühlt sich gut dabei. Bis zum nächsten Sonnenaufgang jedenfalls.

Während Männer am nächsten Morgen mit einem triumphierenden Lächeln aus der Wohnung des Saustalls heraus auf die Straße treten, zeichnet sich beim weiblichen Gegenpart oft eine Mischung aus Ohnmacht, Schuldgefühlen und der Suche nach gesellschaftlichen Zwängen ab. War dieser Sex ohne Liebe jetzt richtig? Wurde ich ausgenutzt? Und bin ich jetzt eine Schlampe? Oder ist das heutzutage ganz normal, dass auch Frauen auf die Jagd gehen, sich laufende Penisse zur Befriedigung suchen und es ihnen egal ist, was veraltete Normen und eine verängstigte Männerwelt von Frauen mit einer pulsierenden Libido halten?

Während wir uns in Deutschland noch immer diese eingestaubten Fragen stellen müssen und damit das Ausleben der freien Körperliebe einschränken, machen es sich zumindest die Australier einfacher. Dort tragen sowohl Jungs als auch Mädchen sogenannte “Shag Bands“, die sich farblich unterscheiden und ganz klar ausdrücken, auf was man gerade Lust hat: Kuscheln, poppen oder einmal das volle Programm. Da sind Missverständnisse ausgeschlossen. Na dann: Hosen runter und ab geht die Post!

11 Kommentare

  • Das ist wie auf dem Oktoberfest. An der Art, wie die Frauen ihre Schleife binden, erkennt man anscheinend, so will es der Volksmund, ob sie noch zu “haben” ist oder nicht. Aber ganz ehrlich: Weiß keine Sau so wirklich, wie das gemeint ist.

    AntwortenAntworten
  • kid yeah! sagt...

    klingt wie der hanky code der schwulenszene

    AntwortenAntworten
  • katja sagt...

    sehr passend diesen beitrag am sonntag vormittag zu posten. da können sich sicher einige in der beschriebenen “morgen danach” situation wiederfinden :D

    AntwortenAntworten
  • vEnoMaZn sagt...

    ich bin i-wie noch zu müde um genau alles zu verstehen :T

    ich sag einfach ma

    frauen sind halt komisch und das motte der männer sollte heißen

    “bruder vorm luder :!”

    AntwortenAntworten
  • Mike sagt...

    Ich fänds gut wenn Frauen auch mal einfach mehr auf Spaß aus wären als ständig so was ranziges wie Beziehungen.

    Dont get married till your thirty!

    AntwortenAntworten
  • C sagt...

    “Foto: Archiv”?!
    Dein persönliches Archiv von von Dir geschossenen Vögeleien?!

    AntwortenAntworten
  • Thilo sagt...

    Ich fände diese Bänder super, und Monogamie nutzt eh nur im Winter.

    AntwortenAntworten
  • Megab sagt...
  • Paramantus sagt...

    Frauen dürfen das gleiche tun wie Männer. Punkt… ;)

    AntwortenAntworten
  • Bill sagt...

    Die die sich danach einen Kopf machen haben entweder viel zu verlieren oder haben es nur noch nicht so häufig gemacht, denke ich zumindest :D

    AntwortenAntworten
  • Gottkaiser sagt...

    Ich bin in der Gerüchteküche der Hölle gelandet – nicht davon ist wahr. Warum macht ihr das?

    Und woher die Archivbilder kommen macht mich auch Neugierig – achso – das Internet ist ein Archiv – und da haben wir Bilder gespeichert ;)

    AntwortenAntworten

Schreibt uns eure Meinung


Anzeige
Prev Next
  • Tommy-Gun

    Nachdem euch einer unserer liebenswerten Autoren die Knalltüte Rihanna bei Facebook ans...

  • Busenfreunde
    Menschen, deren alternative Herkunft sie an einen anderen Ort verschlagen haben, besaßen...
  • Die Alben der Woche

    Jeder weiß, dass Musik unser Leben ist und deswegen stürzen wir uns gar gierig wie ausgehungerte...

  • Bier, Bett und Bären

    Die Natur scheint in Japan gerade verrückt zu spielen. Während wir hier den heißesten...

  • Die Ungeliebten

    Sie machen es einem nicht leicht, sie gut zu finden. Nicht genug damit, dass OneRepublic...

  • Die Sache mit der Jungfräulichkeit

    Der Schulhof war die Kampfarena der Neuzeit. Wer nicht hart war, wurde gnadenlos ausgelacht,...

  • Ein Tamagotchi und 14 tote Fische

    Als ich klein war, war ich wohl das, was man landläufig als verwöhnte Göre bezeichnet....

  • Pretty in Pink

    Ein Blick aus dem Fenster reicht aus, um zu erahnen, dass der Sommer längst das Weite gesucht...

  • Quiet
    Ganz neu im geplagten und undankbaren Musikbusiness mit dabei ist die noch sehr junge Schw...
  • Ich sehe verrückte Menschen

    Das japanische Fernsehen gehört mit all seinen bunten Shows, perversen Animes und der tollen...

  • Punk Candy
    Genau für diese Art von fulminant einprägsamer Fotografie schlägt unser kleines, pinkes...
  • Naokos Lächeln

    Nichts hat mich glücklicher gemacht, als die Nachricht, dass mein Lieblingsroman “Naokos...

  • Mal wieder das Herz öffnen

    Wir verlieben uns. Immer wieder. Das liegt wohl in unserer Natur und schließlich ist niemand...

  • Shampain
    Popmusik, egal ob gut oder schlecht, war schon immer ein Aufreger, der Kritiker, Fans und...
  • Girls On The Internet

    Dass Mädchen mehr können, als nur gut auszusehen, sich über Schuhe und Klamotten auszulassen...

  • Mischa trifft OneRepublic
    Zwischen Formatradiohörern, die auf der Galerie des Huxleys ihren zweiten Frühling erleb...
  • Red Dead Redemption

    Seit ich mit sechs Jahren zum ersten Mal mit Videospielen in Kontakt getreten bin, haben...

  • Lost in Blogs
    Auch diese Woche war die putzige Blogosphäre und ihre kleinen versklavten Gestalten wiede...
  • Werdet Pokémon-Meister!

    Mich hat letztens der Retro-Overkill gepackt und ich habe mir beim nahegelegenen Dorf-Flohmarkt...

  • Das Mädchen im Bild

    Ich nippe gedankenverloren an meinem Milchkaffee, als mir mal wieder die Fotowand im Café...

10. September 2010
schickes video – und die musik ist mit “ganz hübsch” auch ganz hübsch...
9. September 2010
Nachdem euch einer unserer liebenswerten Autoren die Knalltüte Rihanna bei Facebook ans Herz...
9. September 2010
Ich liebe Japan…. yippiieee.
9. September 2010
Eins meiner lieblings Lieder zur Zeit! Super Video! http://www.youtube.com/watch?v =hEzyRvS4_7k
9. September 2010
Schön das ihr auch dem mainstream mal ein bisschen Geschmack zusprecht. Ich höre auch ab und...

Folgt uns auf Twitter!

Werde Fan auf Facebook