Veröffentlicht: Dienstag, 6. Oktober 2009
Einen geliebten Menschen zu verlieren gehört wohl zu den schlimmsten Ereignissen, die einen im Leben ereilen können. Jeder von uns, der schon einmal diesen ohnmächtigen Schmerz eines oft so sinnlosen Verlustes ertragen musste und mit der traurigen Gewissheit zu kämpfen hatte, dass dieser Jemand von einen auf den anderen Tag plötzlich nicht mehr da ist, niemals wieder durch diese Tür treten wird und einen in dieser schnelllebigen, kalten Welt allein zurück lässt, bringt uns an den Rande des Verstandes, lässt Stücke unserer innersten Seele zerbersten und haftet uns wie eine melancholische und depressiv wirkende Krankheit ein Leben lang an.
So sehr wir uns auch selbst mit dem Ableben und seinen Folgen abfinden und uns zunehmend so gut wie möglich darauf vorbereiten, so unvorstellbar grausam sind die Wochen, Monate und Jahre wenn Charaktere in eurem Leben, die euch Liebe, Freundschaft und Trost gespendet haben auf einen Schlag durch dunkle Gedanken ersetzt werden, die sich mit den nicht achtsamen Sekunden beschäftigen, Szenarien eines Paralleluniversums nachstellen, in denen irgendwer, irgendwo eine andere Entscheidung traf, die das Unvermeidliche vermieden und die niemals zu vergessenen Momente des Todes in einen harmlosen Augenaufschlag verwandelt hätten und die allesamt nur um ein auf ewig in eurem Kopf betoniertes Wort umher kreisen: Warum.
Vor einigen Tagen verstarb unerwartet der Vater einer von mir sehr geliebten Freundin, die immer für einen überbelichteten Sonnenschein in meiner manchmal grauen und von seltsamen Gedanken erfüllten Welt gesorgt hatte und es tut mir im Herzen weh ihre sonst vor Lebensfreude hell strahlenden Augen so glanzlos zu sehen und zu wissen, dass ich sie außer Beistand zu leisten und dem Versprechen sie bei diesem Martyrium nicht alleine zu lassen, vor dem eiskalten Schmerz nicht beschützen kann.
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genau deswegen bin ich so n fan von dir marcel. hab dich lieb
Das bringt mich persönlich immer wieder zum innerlich zittern, wenn man so “direkt” drüber nachdenkt.
Genau deshalb denk ich nicht drüber nach. Mir steht das ganze mit meinem eigenen Vater noch bevor. ( Krebs ) Und auch in dieser Situation frag ich mich: WARUM? Aber eines weiß ich. In Zeiten wo ein Freund oder dir nahe stehender Mensch nicht stark sein kann, ist es deine Pflicht,Aufgabe oder zumindest deine einzige Chance, für eben diese Person stark zu sein. Man kann leider niemandem seine Last abnehmen, aber man kann dafür sorgen dass die Last nicht noch schwerer wird und der Weg nicht zu steil. Und ich glaube, auch wenn ich dich nur von deinem Geschreibsel “kenne”, dass du der richtige für diesen Job bist.
Selten habe ich es so treffend gelesen.
Hut ab!
Xx,
p
Der letzte Satz ist leider zu wahr! Vielleicht schaffst du es ja ihr zumindest soviel Wärme zu geben, dass sie nicht völlig erfriert, um mal bei diesen Bildern zu bleiben.
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