Veröffentlicht: Freitag, 18. September 2009
Gymnasien haben diesen eigenartig einzigartigen Geruch von gutbürgerlichen Strebern, Lehrern der 68er Bewegung und an den Wänden klebender Gehirnmasse an sich, der mich gleich an meine temporäre Besuchszeit in diesem Fitnesslager für Brains erinnert hat, aus dem ich bereits nach kurzer Zeit in hohem Bogen heraus geflogen bin. Wohlgemerkt ohne den Schatz im Keller gesehen zu haben. Trotzdem betrat ich gestern Abend frohen Mutes das John-Lennon-Gymnasium, um nach langer Wartezeit endlich die Sprache zu erlernen, die ich brauchen werde, um irgendwann Sailor Moon zu heiraten: Japanisch.
Satt der versprochenen Lehrerin stand unserer 15-köpfigen Truppe, die aus kleinen Schulmädchen, bulligen Polizisten und dem lustigen Abdullah bestand und alle so auf diesen abgedrehten Inselstaat standen wie ich, ein japanischer Rockmusiker gegenüber. Daisuke Hasegawa. Quirlig, ausgeflippt und immer am blöd rumlachen und -albern. Kurzum: wir liebten ihn.
Fleißig, fleißig lernten wir unsere Namen in Katakana zu schreiben, spielten kleine Gruppenspielchen und konnten uns am Ende selbst vorstellen. Iie watashi wa Detlef dewa arimasen. An der Aussprache und der Schnelligkeit hapert es zwar noch ein wenig, aber ich bin guter Dinge, dass ich mir schon bald drei japanische Prostituierte aufs Zimmer bestellen kann. Bis dahin werde ich euch von jetzt an mit fernöstlicher Kunst zuballern, bis ihr alle nur noch viele kleine, rote Punkte seht – vom “Hello Kitty”-PC über schöne Aussichten bis hin zu musikalischer Hochkunst. Watashi wa Marcel, dozo yoroshiku.
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Na da bin ich ja mal auf deine japanische Entwicklung gespannt.
Verdammt Mann… ich will so ein gelbes Kostüm haben.
Na dann mal viel Spaß…
Japanisch – wollte ich auch immer schon lernen!
niiiiiiiecht.
Äyum, die mach so Zeichen. Hiragana, Katakana und Kanji – nichts für’n Emser.
[...] ihr alle ganz genau wisst habe ich dank meines famosen Japanisch-Kurses endlich einen überzeugenden Vorwand gefunden, um mich den lieben langen Tag lang auf [...]
[...] Was aber auch relativ schnell auffällt sind die teilweise an VICE (das Magazin was die Macher von amypink.com ziemlich verehren) erinnernden Fotos. Da gibts mal White Trash, dann wieder Hipster und natürlich auch Tiere. Abseits davon hat Marcel eine Vorliebe für alles was mit Japan zu tun hat. Deshalb gibt´s dann auch mal das japanische Schoolgirl. [...]