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Und wovon träumst du nachts?
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Und wovon träumst du nachts?
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Dienstag, 29. September 2009

Sich spät nachts ganz ungeniert und straflos in das Leben eines Piraten, Hundes oder Triebtäters zu träumen und dabei ausgefallene Spezialfähigkeiten zu verwenden macht vielen Menschen eindeutig mehr Spa&szlig als das monotone Dasein eines Versicherungsangestellten, Busfahrers oder Finanzbuchhalters. Schlafvisionen sind die Rollenspiele der Natur, gelten in manchen Kulturen und verdrehten Gehirnen glanzloser Esoteriker als vorausschauende Schicksalswendungen und können uns aus den variationsreichsten Gründen und an den unterschiedlichsten Körperregionen fröhlich feucht aus dem Tiefschlaf rei&szligen.

Ich persönlich habe in letzter Zeit seltsame, verdrehte Träume, die nahtlos ineinander übergehen, aufbrausend sind, mich um den Verstand bringen. Erlebe ich mit Klassenkameradinnen anfangs noch sexy Abenteuer im Titicaca-Land, so finde ich mich Sekunden später grölend mit Bela B auf einer Berliner Wiese wieder und singe mit ihm Seemannslieder. Kaum sind die letzten Strophen von “My Bonnie Is Over the Ocean” verklungen, sitze ich auch schon fotografierend mit meiner nackten Exfreundin und ihrem kahl rasierten Karatelehrer in der Badewanne, die sich plötzlich als Level eines riesigen Videospiels entpuppt.

Nass geschwitzt und verwirrt wie ein Hamster auf Ritalin verfolgen mich diese Träume noch bis in den Tag hinein und da ich die Bestätigung brauche, dass ich erstens nicht total bescheuert bin und zweitens bestimmt nicht der Einzige in unserer kleinen Selbsthilfegruppe bin, der die grö&szligte Schei&szlige träumt, müsst ihr mir erzählen, was ihr in letzter Zeit an abstrusen, unlogischen und für auf ewig in euer kleines Gehirn eingebrannten Geschichten geträumt habt. Denn sonst melde ich mich gleich morgen in der Klapse an.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

10 Kommentare

  • kasumi sagt...

    oh mir muss man nichts von wirren träumen erzählen…. erst letzte nacht habe ich festgestellt, das ein kumpel plötzlich ehren mitglied beider npd ist und in der nächsten sekunde musste ich mit viel munition und ohne waffen gegen mutierte monster kämpfen.

  • tim sagt...

    marcel du wirst mir immer sympatischer, mir gehts auch so, bescheuerte träume über die ex…

    verfolge seit längerem schon euren blog ;)

  • cr sagt...

    Ich habe die ganze Zeit doppelte Lottchen träume! Eine riesenschar an fremder Menschen steht in meiner Wohnung und zersägt alle Möbel durch zwei…..

  • Adrian sagt...

    Ich träume zurzeit auch echt verrückte Sachen und das nicht sehr wenig.
    Und nicht nur einmal war ich deswegen nach dem Schlafen erstmal total verwirrt Oo

    Komische Sache. Manche Leute behaupten ja, Träume haben was zu bedeuten.
    Man verarbeitet Geschehnisse, Wünsche oder sonstwas darin.
    Ich bin mir nicht sicher, was ich davon halten soll, aber irgendwas wahres muss da doch dran sein, oder?

  • stiller sagt...

    Meine Nachbarn hatte ein Freiluftkino im Garten, dass vom 80km entfernten Schlachthof Wiesbaden präsentiert wurde. Für 24,95€. Und der halbe Garten war ein Trampolin, auf dem alle Leute sa&szligen. Und wir fanden den Weg nicht. Dabei hätte ich nur über zwei Hecken springen müssen oder so. Gut, so verrückt ist das nicht, bzw. ich wei&szlig gar nicht mehr, was noch alles passiert ist. Irgendwas war noch mit meiner Katze und dem FCK. Mhmm.

  • TinaRawatta sagt...

    Jaja, die Sache mit den Träumen ;-)
    In einem Traum, den ich öfter habe, werde ich von Klaus Maria Brandauer verfolgt, durch diverseste absurdeste Szenarien und ich laufe und laufe und komme doch nicht vom Fleck, doch die Szenarien ziehen trotzdem an mir vorbei, wie eine Leinwand die sich weiterbewegt…und immer an der selben Stelle wache ich schweisgebadet auf…

    Am liebsten habe ich aber die Träume, die total verwirrend sind, weil sich mir deren Sinn nicht offenbart, in denen Personen vorkommen die ich im wahren Leben gar nicht kenne, im Traum aber mehr als gute Freunde sind…
    Und diese Träume mir dann überraschende Gefühle bescheren, wenn ich wieder an sie denken muss…

  • mixtick sagt...

    einer der fiesesten und miesesten träume, allerdings schon ein paar monate her, war der, in dem ich auf der beerdigung eines sehr guten kumpels war… da hatte ich echt lange dran zu knabbern, musste besagten kumpel auch direkt nach dem aufwachen anrufen, weil’s so verdammt real war alles…

  • kid yeah! sagt...

    @Adrian: “Manche Leute behaupten ja, Träume haben was zu bedeuten.
    Man verarbeitet Geschehnisse, Wünsche oder sonstwas darin.”

    denke, da ist definitv was dran. wir haben in meinem studium u.a. nen kurs der sich mit der menschlichen psyche auseinandersetzt und da haben wir uns ein ganzes semester nur mit träumen beschäftigt. fazit war: der mensch muss träumen. das gehirn arbeitet dabei dann wie eine gewaltige müllpresse, die sich den ganzen scheiss, den du tagsüber nicht verarbeiten konntest/wolltest, auseinandernimmt.

    unser prof meinte sogar einmal, wenn wir nicht träumen würden, würden wir wahrscheinlich irgendwann elendig verrecken, weil unser hirn mit soviel ‘unverarbeiteten daten’ nicht klarkommt.

  • nico trc sagt...

    “I have my dreams while iam awake” ;) Aber natürlich kenne ich auch das hier Diskutierte. Ziemlich verrückt ist bei mir auch die Aufwachphase wenn ich von Telefon, Wecker oder einem Familienteil geweckt werde. Neulich rief mein Vater von unten, dass ich endlich aufstehen müsse. In meinem Traum muss ich irgendwie Galerist, Kunsthändler oder so gewesen sein. In mir gab es nämlich eine Diskussion wer von beiden jetzt runtergeht um das Bild zu kaufen..
    Während ich das hier aufschreibe, merke ich wie aussichtslos es doch ist seine Träume richtig zu formulieren. :D

  • kat sagt...

    hach je, ich möchte auch ein fohlen im bett!!!

    ich hab träume wie filme – wahnsinnig!!

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