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Schule
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Schule
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Sonntag, 6. September 2009

Wer von uns alten Säcken erinnert sich nicht gerne daran wie es früher war in der Schule zu sein. Man hat ständig neue Zaubertränke gebraut, durfte hoch in der Luft Quidditch zocken und kämpfte nachts mit seinem kleinen Zauberstab gegen dunkle Mächte. Ach ne, das war ja Harry Potter. Bei uns dagegen hie&szlig es fünf Mal die Woche um 6 Uhr aufstehen, nur um sich dann von pubertierenden Pickelfressen und unqualifizierten und gerade vom Ehepartner verlassenen Lehrern den Tag vermiesen zu lassen. Kann auch Spa&szlig machen. Nicht.

Daraus resultiert, dass jeder von uns wohl heilfroh ist diesen in der ganzen Nation verteilten Folterkammern entkommen zu sein und höchstens ein paar Pädophile regelmä&szligig an diesen Ort des Schreckens zurück kehren möchten. Oder eben ich, denn trotz meines fortgeschrittenen, weisen Alters habe ich die gro&szlige Freude, mein gefühltes zehntes letztes Schuljahr hinter mich zu kriegen, um endlich meine Ausbildung zum Webdesigner abschlie&szligen zu können.

Und wer von euch Tattergreisen jemals auch nur ansatzweise davon geträumt hat, wieder die Schulbank zu drücken, um dort mit euren Freunden auf dem Schulhof herumtollen und mit minderjährigen Mädels herum knutschen zu dürfen: Vergesst es! Denn seit den 1930ern hat sich zumindest in Sachen Bildungseinrichtung nicht das Geringste verändert. Die Bücher sind immer noch die selben, die Lehrer haben ihre physischen Bambusstöcke gegen psychische eingetauscht und diverse Cliquen und Grüppchen kämpfen seit Generationen weiterhin um die Vorherrschaft des Pausenhofs. Mit dem einzigen Unterschied, dass jetzt auch ein paar sich ritzende Emos auf dem Klo abhängen.

Aber so ein sinnlos vergeudeter Tag kann auch Spa&szlig machen. Wenn man einen sexy Yvonne-Catterfeld-Verschnitt in der Klasse hat zum Beispiel. Wenn man sich über Gülcans Glubschaugen lustig machen kann. Oder seitdem die Technologie so fortgeschritten ist, dass auch der letzte Ghetto-Gangster ein MacBook dabei hat, um galant “Plants vs Zombies” zocken zu können, wenn der Bildungsbeauftragte gerade nicht hinguckt. Da macht das Pseudolernen doch glatt doppelt so viel Spa&szlig. Fotos von der Lebenszeitverschwendung findet ihr hier und mein tiefes Beileid geht an alle Mitgefangenen da drau&szligen: Hört niemals auf nach den Sternen zu greifen, schlie&szliglich seid ihr bald die Elite des Landes. Und wehe ein Student fühlt sich jetzt angesprochen.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

4 Kommentare

  • hannah sagt...

    alta heute ist doch sonntag oder? also rede nicht von schule…schon garnich von harry potter….. ;)

  • Marc sagt...

    alta hast was gegen Studenten? ;)

  • elv sagt...

    Uhh ich sehe ein Shirt von meinen alten Cheffchens. Yackfou for the world! Warum hat Yvonne Catterfeld so ein verkacktes Intro?

  • Marcel sagt...

    @hannah: doch gerade eben heute, muahaha!

    @marc: ja, ‘nen baseballschläger :P

    @elv: ich find’s toll – wie so ‘ne miese diashow bei youtube.

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