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Keine Macht den Spacken
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Keine Macht den Spacken
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Samstag, 26. September 2009

Unser Leben ist voll von Entscheidungen. Kleinen und gro&szligen. Leichten und schweren. Klaren und trüben. Soll ich ins Ausland ziehen? Soll ich mir ein Eis kaufen? Soll ich mit der doofen Birte gehen? Und egal wie undurchschaubar und hoffnungslos die Optionen auch sein mögen – haben wir sie dann erst einmal getroffen und treten in den Strom der daraus resultierenden Konsequenzen ein, dann fühlen wir uns anschlie&szligend frei und erlöst. Weil wir merken, dass wir durch dieses Statement ein Stück weiter gekommen sind und es ab jetzt nur noch bergauf gehen kann. Au&szliger ihr habt euch blöderweise dazu hinrei&szligen lassen eure Lehrerin zu überfahren – dann war’s das wohl für euch.

Am Sonntag ist bekanntlich die sagenumwobene Bundestagswahl und von überall her werden wir damit bombardiert uns dazu zu entscheiden uns zu entscheiden. Die Demokratie zu wählen. Gegen Menschenhass einzustehen. Den sozialen Gedanken weiter zu tragen. Unsere Freiheit zu erhalten. Und obwohl ich sehr stark dazu neige alles was auch nur einmal auf RTL oder in der BILD erwähnt wurde als gehaltlos abzustempeln, das es nicht wert ist auch nur als Nieser an andere Menschen weitergetragen zu werden, rufe ich euch hiermit vehement dazu auf morgen eure faulen Ärsche in eine dieser absolut sexy Wahlkabinen zu schleppen. Schei&szlig egal wie stark euer Kater auch sein mag.

Weil ich habe wirklich keinen Bock darauf, dass meine zahlreichen Kinder irgendwann in polierten Uniformen auf den grünen Wiesen des Vierten Reichs herum hüpfen und dabei “Heil Hitler” krächzen müssen, nur weil irgendwelche stinkfaulen Hipster zu blöd zum wählen sind und wir deshalb in naher Zukunft von pädophilen Kommunistennazis regiert werden. Denn wenn ihr es nicht hinbekommt zwei blöde Kreuze zu machen, dann wählt irgendein Atzenspack für euch mit. Und wer wei&szlig für welche kranken Optionen der sich entschiedet… am Ende wählt der noch die Piraten oder so was abartiges.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

12 Kommentare

  • [...] This post was mentioned on Twitter by Marcel Winatschek. Marcel Winatschek said: Neuer Artikel: Keine Macht den Spacken http://bit.ly/16Hfvb [...]

  • Moritz sagt...

    Tut mir Leid, das mit den zwei Kreuzen krieg ich nicht hin. Ich mach nur eines, nämlich das zweite – das erste kann ich hier in Bayern eh kicken, da holt der CSUler um die 97% -.-’

  • Jamiro sagt...

    @Moritz, bullshit, wenn jeder so denkt ist das ja klar.

  • tasherl sagt...

    Das ist mal ein Wort.

  • hearandshout sagt...

    ARRRR

  • Jasper sagt...

    Recht haste! Jede nicht abgegebene Stimme ist eine SYtimme für die Atzen.

  • kasumi sagt...

    Gut gebrullt Löwe! Für die Faulen: Macht es wie ich und macht ne Briefwahl, dann kann man sogar zuhausbleiben (klar jetzt is es zu spät, aber nächstes mal ne? ;) )

  • mixtick sagt...

    oder organisiert bundestagswahlpartys. gemeinsam saufen, gemeinsam wählen. dann kann man sich gegenseitig verkatert in die wahlkabinen tragen. geteiltes leid ist halbes leid, nech?

  • Kamil sagt...

    diese ganze wahlenscheisse geht mir so mächtig auf n sack.
    der trick ist doch der das die uns klarmachen wollen das “wir” was verändern können.
    egal wie sie alle heissen…fdp, cdu, spd, die linken oder piratenpartei
    mit einem kugelschreiber kann man nichts ändern!

  • Moritz sagt...

    @Jamiro: Denkt nicht jeder so. Fünf wählen auch eine andere Partei :-D
    Ich wei&szlig, das klingt bescheuert, aber hier ist CSU-Hochburg, da wählen die Leute seit 1000 Jahren ihre Partei.

  • Adrian sagt...

    Amen.

  • Abgesehen davon bringt deine Stimme 0,85 cent.
    Die Piraten habe leider ganze 2,0%, was umgerechnet um die 720.000 Euro Wahlerstattung sind.

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