Veröffentlicht: Sonntag, 16. August 2009
In meinem in Stein gemeißelten Lebensplan stehen bekanntermaßen nicht nur die Hochzeit mit Nora Tschirner und die Kontrolle der gesamten Welt festgeschrieben, sondern auch, dass ich Berlin irgendwann einmal fluten werde, um danach in Tokio meinen Lebensabend zu verbringen. Lebensabend heißt spätestens bis zum dreißigsten Geburtstag. Spätestens. Live fast, die young und so.
Und was muss man drauf haben, um im Land der aufgehenden Sonne nicht nur irgendwas von Hallo und Tschüss vor sich hinzuplappern? Genau: Japanisch! Deshalb besuche ich ab Mitte September diesen Anfängerkurs im John-Lennon-Gymnasium bei einer gewissen Saki Matsuda, um die knackigste Sprache der Welt zu erlernen und endlich zu verstehen, was mir Ayumi Hamasaki und Utada Hikaru da andauernd ins Rohr brüllen. Vielleicht singen sie ja ständig nur von Tod, Verderben und Sex – wer weiß?
Wer sich da auch anmelden will ist herzlich dazu eingeladen (also eingeladen im Sinne von würde mich freuen), ermäßigt ist der Preis ganz in Ordnung und wer mir Tipps, Literatur, Memory-Spielchen, Webseiten oder Leute ans Herz legen kann, die mir helfen diese doch etwas komplexe Sprache in mein kleines verweichlichtes Hirn zu bekommen, soll sich bitte melden, wir können ja mal Sushi futtern gehen.
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Viel Erfolg :)
Das eingebundene Lied ist ja… irgendwie… toll! :O Hätte ich nicht gedacht!
Als Startpunkt, wegen der Unterhaltung, hervorragender Tips un außerdem als Quelle unerbittlichen Willens kann ich Dir nur http://www.alljapaneseallthetime.com/blog/ empfehlen.
Zum Lernen brauchst Du dringend ein SRS, ohne wird das mit der Kanji-Sache sonst schwierig bis zum Deinem 30sten. Guck dir am besten Anki an ( http://www.ichi2.net/anki/ ), viel besser geht es nicht, und obendrauf ist es noch open source.
Ich lege dir hiermit japanische Holzschnitte, nicht zu verwechseln mit japanischen Schnittchen (=Sushi), ans Herz: http://www.taschen.com/pages/de/catalogue/art/all/01583/facts.japanische_farbholzschnitte.htm
Die Kunstdrucke offenbaren eine Einsicht in die verschlüsselten, traditionellen kulturellen und sozialen Gepflogenheiten des Landes.
@Adrian: Ja, J-Pop von seiner schönsten Seite :D
@alzen: Vielen Dank für die Tipps! Anki sieht sehr gut aus, die Idee hinter solchen Programmen ist wirklich gut. Den Blog hab ich noch nicht so ganz begriffen, aber ich werde die Seite mal einem Dauerprogramm unterziehen.
@synecstasy: Die scheinen mir zwar nicht gerade das Vokabelpauken zu erleichtern, aber dennoch danke für den Tipp ;) Ich habe übrigens ein paar Bücher, in denen solche alte Geschichten und Holzschnitte abgebildet sind.
@Marcel Ja, AJATT ist etwas konfus, wenn man es sich zum ersten mal anschaut. Am besten auf der verlinkten Seite zum Table of Contents gehen und sich so Artikel für Artikel durchschlagen. Macht Spaß.
ich will auch bei saki matsuda japanisch lernen!!
hast du das eigentlich gelesen?
http://www.amazon.de/Tokyo-Diaries-David-Schumann/dp/3941376012
Ach ist die etwa bekannt..?
Ne leider noch nicht, ich will immer so viele Bücher lesen, aber komm irgendwie nie dazu.
Das nächste was ich wohl lesen werde, ist das neue von Mian Mian “Pandasex”.
Wollte vor Jahren mal aus Jux und Dollerei Japanisch lernen. Leider ist die nächste VHS die es anbietet ne Ecke weg und so musste ich die Pläne dann wieder begraben. Ich wünsch dir viel Ausdauer und Erfolg!
haha, nee. aber saki ist sicher eine tolle japanisch lehrerin. :)
ohja. auf pandasex freu ich mich auch schon.
hab mal vor 2 jahren ein semester japanisch “studiert”. das grund alphabet (hiragana/katakana) ist auf jeden fall gut lernbar und die struktur der sprache auch um einiges logischer, als zb deutsch (war zu mindest mein eindruck damals). die kanji sind das eigentlich harte an der ganzen sache.. wenn man sich da nicht von anfang an rein kniet verliert man relativ schnell den faden und bekommt echt probleme.
und das ist auch der grund, warum ich heute nicht kaiser von japan, oder zu mindest menschliche bowling kugel bei takeshis castle bin!
@Alexander: Dankeschön, das kann ich brauchen!
@Sarah: Das hoff ich doch ;) Tja dann komm doch einfach nach Berlin und wir pauken gemeinsam :D
Wenn du “Pandasex” übrigens durch hast, dann sag mal wie du’s fandest – würd mich nämlich interessieren.
@Jan: Okay, also von Anfang an Kanjis pauken wie verrückt.. danke, das werd ich mir merken.
:D Menschliche Bowlingkugel ist bestimmt ein Traumjob..
Alles sehr gute Tips, hier noch ein paar mehr:
- Kanjis pauken ist wirklich wichtig, aber ebenfalls wichtig ist sprechen und Hoerverstaendnis – vor allem normale Umgangssprache, die einem (zumindest in den Lehrbuechern) niemand beibringt – da ist alles voll Hoeflichkeitsfloskeln.
Es gibt Sicher an den Berliner Unis japanische Austauschstudenten die Interesse am Sprachaustausch haben (d.h. sich als Versuchskaninchen fuer Konversation zur Verfuegung stellen und dann das gleiche auf Deutsch erwarten) – meiner Meinung nach sehr zu empfehlen.
- Wichtig ist hier auch zu wissen das es im Japanischen Maenner- und Frauensprache (d.h. Redewendungen) gibt – viele Auslaender in Japan sprechen dank japanischer Frau/Freundin Frauensprache, sind sich dessen aber nicht bewusst, also aufpassen bei weiblichen Wesen als Lehrer/Sprachaustauschpartner oder zum Ausgleich viele Yakuza-Filme schauen.
- Weniger wichtig aber gut zu wissen – Japaner sind nicht umsonst das hoeflichste Volk der Welt, und daher (Lehrer inklusive) dazu geneigt, jeden noch so kleinen Japanisch-Versuch GANZ TOLL zu finden (und Fehler nicht unbedingt korrigieren). Fuehrt leider oft dazu dass man denkt man kann schon Japanisch, nur um hinterher festzustellen dass es doch nicht stimmt…Fazit: erst wenn man nicht mehr gelobt wird ist das Japanisch wirklich gut.
Gruesse aus Tokio!
Super, da sind wirklich Punkte dabei, die mir so vorher noch nie jemand gesagt hat.
Frauen-Japanisch, Lobfalle, Umgangssprache sprechen und hören.. Ok alles im Gehirn notiert.
Und wegen den japanischen Austauschschülern muss ich doch gleich mal Unis und Bekannte abklappern, ob die da ein paar Freiwillige haben, die sich dann mein Pseudojapanisch antun ;)
Die tun mir jetzt schon leid..
das is eins meiner lieblingslieder <3
au ja.. son sprachkurs wär schon gut, da muss ich mal drüber nachdenken wa ;D
oh wie toll, oh wie fein! das mit japanisch lernen ist mein thema ;D
aaaaaalso, ich hab ein paar sehr nützliche links für dich:
sehr gut und kostenlos und auch gar nicht langweilig: http://smart.fm/ (bekannt als iKnow)
iKnow ist auch eine art community, die benutzeroberfläche ist schick und so macht das kanji/hiragana/katakana/vokalben pauken mehr spaß als anderswo.
dann “Tae Kim’s guide to Japanese Grammar” http://www.guidetojapanese.org/ (gibt’s auch n link auf deutsch)
und wenn du so weit bist kurze texte zu schreiben: http://lang-8.com/
die idee von lang-8 ist, dass man texte in der zu lernenden sprache schreibt die dann von muttersprachlern der community korrigiert werden. als gegenleistung korrigierst du die texte der leute, die deutsch als fremdsprache lernen.
des weiteren gibt es viele viele podcasts, allerdings meistens auf englisch, wie z.B. “Learn Japanese @ Japancast.net” oder “Japanesepod101″, da kann man ganz gut die aussprache lernen und so
nüja. bei fragen steh ich immer zur verfügung ;D
ãŒã‚“ã°ã£ã¦ãï¼ viel erfolg!
[...] meiner wieder belebten (aber nie wirklich gestorbenen) Liebe zu Japan und meinem bald anstehenden Sprachkurs hat es nun auch der sympathische Düsseldorfer Rapper Blumio in die Playlist von MTV Urban und [...]
Danke, Ana, für die tollen Tipps, kannst dich schon mal darauf einstellen, dass ich irgendwann total fertig vom Vokabeln pauken bin und aufgeben will, dann musst du mir ‘nen Arschtritt geben und schreien: Lern, Marcel, tu’s einfach! :D
mach ich! :D
hehe, ich hatte vor zwei Jahren auch mal Japanisch bei Saki Matsuda gelernt, nette Dame ;) wenn die wüsste dass ich seit über nem halben Jahr nun in Tokyo lebe wär sie bestimmt stolz auf mich ^^