Here’s To The Crazy Ones

Here’s To The Crazy Ones

Here’s To The Crazy OnesFoto:
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Mittwoch, 15. Juli 2009

Nichts brennt sich so sehr in unser Gedächtnis ein, ob nun positiv oder negativ, wie die besonderen Momente in unserem Leben, diejenigen die uns daran erinnern, dass wir noch da sind, atmen, bluten, lachen. Es sind die Geschichten, in denen wir uns den wohl gesetzten Regeln der Nation widersetzen, alle Zweifel über die Schönheit unseres Daseins für kurze Zeit über Bord werfen und Taten vollbringen, die absolut ohne Sinn zu sein scheinen, aber uns dennoch so viel mehr schenken als alle Beförderungen, Liebesbekundungen und Lobeshymnen zusammen. Weil sie aus der Tiefe unseres Selbst kommen, angeführt vom Herzen, der Spontanität und der Unbesiegbarkeit des Augenblicks.

Egal ob wir uns zusammen mit den besten Freunden ein nacktes Wettrennen durch die dunklen Stra&szligen der Nacht liefern, von Liebeskummer gequält eine Mauer vor ihrer Haustür mittels bunten Farben in eine ewige Leinwand unserer zerrissenen Gefühle verwandeln oder allein auf einem gro&szligen weiten Feld stehen und uns vor lauter Glück oder tiefem Schmerz die Lunge aus dem Körper schreien. Dem besten Freund einen Zungenkuss schenken, das Sparkonto plündern und nach Island jetten, sich die Freiheitsstatue als bunte Tätowierung stechen lassen.

Doch die wenigstens lassen ihre inneren Zügel los und diejenigen von uns, die es sich durch Alkohol, Drogen oder der puren Glückseligkeit doch mal trauen machen es viel zu selten oder bereuen es sogar sich diesen Freiraum gegönnt zu haben. Wegen den Blicken der Anderen, der kontinuierlichen Rechtfertigung, der Peinlichkeit, der man sich ausgesetzt hat. Und die man hätte vermeiden können.

Aber wenn wir darüber hinweg sehen, wenn wir an uns selbst, das kurze zur Verfügung stehende Leben und der Freiheit von allem und jedem glauben, dann können wir verrückt sein. Dinge wagen ohne sie vorher bis zur Ermüdung durch deklariert zu haben. Risiken eingehen, die alles verändern können. Und dem Alltag ohne Sinn und Verstand entfliehen.

Seid mutig. Seid verrückt. Seid anders. Und jetzt sagt uns: Was habt ihr Durchgeknalltes in eurem Leben getan? War es toll, war es schrecklich, habt ihr danach geheult? Für die Liebe, für die Freundschaft, für euch selbst? Und was möchtet ihr unbedingt noch ausprobieren? Tiefseetauchen lernen, Orgien feiern, Leben retten? Here’s to the crazy ones. The misfits. The rebels. The troublemakers. The round pegs in the square holes. The ones who see things differently.

12 Kommentare

  • Anna sagt...

    Ich würde gerne einfach so in eine Gro&szligstadt fahren ohne zu wissen, was mich erwartet und mich einfach mit meiner Gitarre, z.B. in Berlin an den Alex, setzen und die Welt um mich herum vergessen und eine Sekunde das Glück spüren, was in diesen Moment durch meinem Körper strömt. Die Freiheit zu spüren. Das ist wohl das , was ich irgendwann einmal erleben möchte, bevor ich für immer von der Erde gehe.

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  • cr sagt...

    schöner text. Gerade im moment würde ich gerne all mein hab und gut verbrennen und weit weit weg fahren.

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  • grunge sagt...

    geiler text!

    und “so fuckin’ true”

    grü&szlige
    das grungetier

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  • Tim sagt...

    Jaja, du Apfelfreund
    Als ich den Heading las, wusste ich, dass dies nur von der Marke mit den Äppfeln sein kann.
    ;)
    Apropo: coole Seite.. und da ich Kommunikationsdesigner werde, bist du mit deinem Webdisign nicht mal so weit von mir entfernt.
    Kennst du eigentlich ein paar Jungs von DHNN oder wieso hast du damals den Post über dieses Mädel gebracht?

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  • Smikey sagt...

    Also auf Wiesen neben Autobahnen stand ich schon und hab mir die Seele aus dem Körper gebrüllt. Und ein nacktes Wettrennen in den dunklen Stra&szligen der Nacht kenne ich auch. Im WINTER!

    Man muss schon mal etwas verrücktes tun, um zu merken, dass man noch am Leben ist.
    Zum Beispiel auch ein Auto imitierend bei McDonalds an den DriveIn fahren *brummmm*.
    So etwas sollte einem nicht peinlich sein, sondern man sollte stolz darauf sein, da es einen von der Masse abhebt.
    Und wer das nicht versteht, der tut mir sowieso leid.

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  • TinaRawatta sagt...

    Aus einer Wette heraus mit der besten Freundin bei einer Miss-Wahl angemeldet.
    Zwischen Abendkleid und Bikini/Badeanzug-Runde dann unter den neidvollen Blicken der Mitstreiter-Tussen Süsses und Schokolade gefuttert und dann mit Bravur die letzten beiden Plätze belegt….
    Wir waren um eine Erfahrung reicher, ein weiterer Punkt auf unserer Lebens-To-Do-Liste konnte abgehakt werde und irre Spa&szlig hats auch gemacht…

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  • sOphie sagt...

    bin aus nem fahrendem Zug gesprungen….

    na? ;)

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  • manfred sagt...

    ich war so begeistert von deinem text, dass ich ihn in meinem blog veröffentlichen musste. hoffe das geht in ordnung!

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  • quasi sagt...

    Literaturpunk mit großartig viel Gefühl und einer Freiheit, die zu gut ist um vergessen zu werden – die anderen nicht ganz so guten Sachen vergisst man nämlich schnell…

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  • asd sagt...

    super.

    AntwortenAntworten
  • [...] hatte ein Wort über Jerikos Ausdruck zu verlieren, obwohl ich doch mit meinem Artikel “Here’s To The Crazy Ones” mittendrin vertreten bin. Eine geile Sache auf jeden Fall, die schöne Blogeinträge [...]

  • [...] Farm, Christoph und Sara ohne Nachnamen meinem im Juli verfassten Minischmöker “Here’s To The Crazy Ones” höchstwahrscheinlich lallend und mit permanenten Lachern zum Besten geben werde und [...]

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erbärmlich. aber unterhaltsam.
2. September 2010
Da musste ich sofort hieran denken :D http://www.youtube.com/watch?v =0simV8UWWzI
2. September 2010
@hannah: Hallo ich bin genauso liebenswert. Arschloch.
2. September 2010
verliebselt in ines <3
2. September 2010
ja sex immer nur zu dritt. ist doch ganz klar wenn man zwei männer dabei hat

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