Veröffentlicht: Samstag, 29. November 2008

Zwei junge Männer mit Gewehren laufen durch die Shalimar Estate Drive Road. Sie fallen schon deshalb auf, weil sich sonst kaum ein Mensch auf dieser Hauptstraße bewegt. Sie sind höchstens 20, schlecht rasiert, tragen grüne T-Shirts und Jeans. Islamistische Terroristen? “Hier gibt’s viel Alkohol”, sagt einer der beiden und deutet mit seiner Waffe auf einen der zwei Läden. “Na und? Ich hab nichts gegen Alkohol”, erwidert der andere. “Wir kommen zum Einkaufen wieder.” Sie rennen weiter, in Richtung eines Krankenhauses, in dem Opfer der Anschläge versorgt werden. Eine halbe Stunde später werden von dort Schießereien gemeldet. (via)
Ich glaube ich habe seit dem 11. September nicht mehr so viel CNN geschaut wie in den letzten paar Tagen, so schockiert und wissbegierig war ich aufgrund der Terroranschläge in Mumbai, die so kalt, rücksichtslos und ohne jede Gnade von Leuten ausgeführt wurden, die Augenzeugenberichten zufolge fast noch Kinder waren und die ihre Opfer mehr oder minder gezielt nach deren Hautfarbe und Herkunft selektiert haben. Solche Taten sind mir einfach unbegreiflich und ich kann mich in die Köpfe vieler Menschen reinversetzen, aber wenn Unschuldige leiden müssen, da kappt bei mir einfach jedes Verständnis. Scheiß Terroristen.
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Das sind so Momente, da denkt man “Weltuntergang: erwünscht und verdient”. Aber solche Momente belehren einen eines Besseren, nämlich für as menschliche Wohl zu sorgen. Auch für das von Terroristen. Denn bei denen scheint ja psychologisch gesehen etwas nicht ganz Recht im Leben gelaufen zu sein. Schon mitleidserregend.
Dieser “Terror” ist omnipotent, und passiert tagtäglich. Nur das er, wenn er nicht in für die Weltwirtschaft interessante Zonen passiert, keinen Weg in die TV-Stationen dieser Welt findet. Sich darüber dann doppelt so viele Gedanken zu machen, haftet meiner Meinung nach ein Anflug von Heuchelei an. Damit will ich keineswegs diese schrecklichen und absolut zu verurteilenden Taten verharmlosen.
Nur etwas ins Bewußtsein rücken, dass Terror nicht nur dann geschieht, wenn er auf CNN, n-tv & Co. zu sehen ist.
[Edit]Das soll oben natürlich omniPRÄSENT statt omnipotent heißen.
Da muss ich dir leider Recht geben, Terror geschieht ständig und überall und genau das ist das erschreckende an dieser Welt. Trotzdem schlägt einem solch ein Ereignis natürlich den Schrecken noch mehr ins Bewusstsein.
ich hab damals 2003 vorm fernseher gehangen, als die streitkräfte der vereinigten staaten terroristische anschläge im irak gemacht haben und es als invasion deklariert haben. bis heute haben seit 2003 die soldaten der terroristischen führung amerikas mehr als 90.000 zivilisten getöten. finde ich auch unfair. aber du hast schon recht…
So langsam scheint es sich immerhin aufzuklären: http://www.derwesten.de/nachrichten/2008/12/8/news-96743811/detail.html Ist halt die Frage, wie man das als Laie verstehen soll…. “legale Terrorgruppen” etc. Wie kann es denn sowas geben?