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How to destroy Google
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How to destroy Google
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Donnerstag, 8. November 2007

Was ist schlimmer als ein Unternehmen, das nur Geld möchte? Ein Unternehmen, das schon genügend Geld hat. Zu viel Geld. Und zu viel Macht. Google ist so ein Unternehmen. Google ist sogar DAS Unternehmen. Sie haben eine unglaubliche Finanzstärke, lassen ganze Nationen nach ihrer Pfeife tanzen und bringen Menschen dazu, ihr Leben nach einer Suchmaschine zu richten. Information ist Macht. Und Google hat erkannt, dass sie sich in der besten Position befinden, diese Macht auszubauen und zu missbrauchen. Heute sammeln sie noch, morgen werden sie uns beherrschen.

google.jpg

Google weiß wo wir sind, was wir tun, was wir anderen mitzuteilen haben und was wir mögen. Sie wollen auf allen Handys sein, damit auch Leute ausgesaugt werden können, deren Leben sich nicht am Computer abspielt, sie verteilen billige PCs mit eingebautem Google-Betriebssystem, damit auch ja keine Information verloren geht, sie kaufen alles und jeden auf, um an Mitgliederdaten zu kommen. Die klügsten Menschen des Planeten sammelt Google in seinem Googleplex, um schneller und effizienter an und in unsere Köpfe zu kommen. Google ist überall und wir müssen es aufhalten, wenn wir nicht ganz in einem menschlichen PageRank versinken wollen. Doch wie?

Indem wir Google immer und überall mit widersprüchlichen Informationen füttern. Mit wahren Lügen und falschen Wahrheiten, mit unsinnigen Details und mit großspurigen Märchen. Über uns. Über unsere Freunde, über unsere Feinde. Wenn ihr euch bei MySpace anmeldet, schreibt euren Namen falsch, ladet Fotos hoch, die nicht euch, sondern euren Großvater zeigen. Kommuniziert mit Fantasiesprachen, meldet euch bei Gmail mit verschiedenen Adressen an und bringt Google mit einer Masse aus falschen Informationen zu Fall. Und auch wenn ihr mir heute nicht glauben wollt, merkt euch die Worte eines alten weisen Mannes: Wenn ihr Google eines Tages zerstören wollt, lügt es einfach an. Immer und immer wieder. Bis Google sich selbst frisst. Don’t be evil? Bei Google hilft nichts anderes mehr.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

16 Kommentare

  • Nicki sagt...

    woher kommt deine strategie? nun ust es aber auch so das wir google füttern wollen! suhmaschinenefreundliche url’s, bilder und so weiter. ich werde mit meinen grosseltern sprechen, darüber ob sie bereit sind für web 2.0.
    kann ja heiter werden… :P

  • Érdna sagt...

    lecram, mein heerführer,
    lasst die horden raus und schickt sie zu
    burg google, wir werden sie überrennen,
    zerstören, auslöschen.
    Für die Freiheit!

    Black Power!

    Spider Pig!

  • Hoizge sagt...

    ich glaube Marcel musste jetzt so etwas weißes bloggen weil er sein erstes Graues Haar entdeckt hat!? :D ;)

  • Christoph sagt...

    Ich nutze einfach kein google mehr. geht ganz einfach gibt ja ne menge suchmaschinen.

    googlemail nutz ich nur als spammail. sollen sie mal machen was sie wollen.

  • marten sagt...

    oje, umdenken? bin aber schon son bisschen abhängig. mit googlemail bin ich zufrieden, auch wenn ich ausspioniert werde und auch so find ich bei google immer das wonach ich suche. zwickmühle. eigentlich muss man es hassen. hm. schwierig.

  • [...] Marcel mag wohl kein Google. Ich kann und will nicht beurteilen, ob Google jetzt Übel oder Segnung ist. [...]

  • Anonymer Gentoo User sagt...

    Enthält der Artikel eine Ironie die mir nicht aufgefallen ist, oder sollte da jemand tatsächlich so paranoid sein wie ich?

    PS: F*ck WordPress, denn root@localhost IST eine gültige Mailadresse ;-)

  • Marcel sagt...

    Wir müssen nur ein wenig die Augen offen halten, dann sehen wir was Google um uns herum so veranstaltet. Das erinnert mich an einen früheren Lehrer von mir, der immer lächelnd Verständnis gezeigt hat, aber hintenrum einen ausnutzen wollte und einfach ein Arsch war. So ist Google für mich: Vornerum geben, geben, geben, aber eigentlich sind sie nur ein hochmoderner Rattenfänger von Hameln.

  • Ich muss zu meiner Schande gestehen: Auch ich bin bei Gmail, quasi als Ersatz für meine damalige GMX-Adresse (via POP3 auf Mozilla Thunderbird). Es erschien mir mit seiner vielfältigen Funktionspalette als beste Alternative, da mein Rechner allmählich zerfällt und mit den Massen an Mails bei Thunderbird nicht mehr zurechtkommt. Hab also alle Mails rüberkopiert. Mir blieb keine andere Wahl – bei Yahoo und Hotmail gibt’s, soweit ich weiß, keine (indirekten) Uploadmöglichkeiten. Außerdem sagen mir beide Maildienste nicht besonders zu. Und ob sie politisch gesehen auch korrekt sind…? Überhaupt, p.c. zu sein in der Tech-Branche, das ist schwer. Wer will schon auf sein iPod verzichten?

    Solange ich mir also keinen eigenen Server leisten kann – oder solange ich keinen neuen Rechner habe – muss ich mit Gmail meiner grafisch personifizierten Version leben.

    Was natürlich nicht heißt, dass du, Marcel, Unrecht hast, im Gegenteil.

  • Was red ich da… personifiziert, ich muss mich mal wieder korrigieren: personalisiert.

  • Jamiro sagt...

    Jay. Irgendwie hast du Recht. Scheiße. Ich benutze Google Reader und Google Earth, und suchen tu ich sowieso immer mit Google. Ist halt immernoch in meinen Augen die beste Suchmaschine. Oder kennt jemand was besseres/annährend gleichwertiges? Myspace ist mir zu dumm, aber SchülerVz ist auch nicht besser. Naja, im Grunde sind wir sowieso fast schon im totalen Überwachungsstaat, wir merken es nur nicht. Oder eben erst wenn es zu spät ist

  • Sven E. sagt...

    Ich geb’ meine Daten lieber Google als dem Staat, denn bei Google liegt der Nutzen immerhin auf beiden Seiten.

  • grüssi sagt...

    Wenn ich bei deinem Blog auf Profil klicke weiß ich mehr über dich als google je über dich gespeichert haben wird.
    Der Punkt ist ja vielmehr der, dass jeder in dieser onlinewelt was von sich preisgeben WILL. Ob jetzt google oder irgendwer anderer diese Daten zusammensucht die so im Netz herumschwirren ist ja einerlei. Man sollte halt – so wie schon seit Jahrhunderten – darauf achten wem man welche Details seines Lebens erzählt.

  • Marcel sagt...

    Da hast du Recht, außer dass Google bei der Datensammlerei aufgrund seiner enormen Stellung absoluter Vorreiter ist und mehr scheffelt als seine Konkurrenz. Allerdings habe ich mich jetzt dazu entschieden, in die Offensive zu gehen und das Netz mit all seinen Vor- und auch Nachteilen zu nutzen.

    Wenn es Leuten Spaß macht meine Daten systematisch zu sammeln: Sollen sie’s machen, es wird ihnen nichts bringen. Wenn’s mir zu viel wird mach ich einen Schnitt, lass die ganzen Daten in die falsche Richtung laufen und fertig.

    Dass dies gewisse Risiken beinhalten weiß ich, aber mich ständig zu verstecken bringt mir auf die Dauer noch weniger.

  • [...] habe gewonnen! Google ist down! Was für ein [...]

  • [...] de: http://www.amypink.com/2007/11/08/how-to-destroy-google Etiquetas: Artículo actualidad noticias articulos google Comentar Sitios que enlazan [...]

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