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Die Psychologie des Punktes
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Die Psychologie des Punktes
Von Marcel Winatschek
Veröffentlicht: Samstag, 15. September 2007

Der Punkt wirkt unruhig, passiv in diesem Bild. Diese Linie hier, sie sprengt den Rahmen, wird sanfter, aber kann sich kaum halten. Sie und der Punkt umschlingen sich, werden eins, werden keins. Implodieren auf einem DIN-A3-Blatt, leuchten noch einmal kurz auf, verschwinden für immer auf der weißen Fläche. So etwas lernen wir auf der Berufsschule. Wir gestalten, müssen berücksichtigen wie, wo und warum dieses und jenes nun hier oder dort platziert ist, sollen uns der Wirkung bewusst sein und schauen auch tief in die Technik der Maschinen, die sich bereit gestellt haben, uns bei dem Ausdruck unserer Kreativität zu unterstützen. Was hinter jeder Farbe steckt, wie die gleichen Stilmittel ganz unterschiedlich auf Menschen wirken können und welche Kunden man besser an sich binden kann. So etwas lernen wir. Und Sport.

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Meine Mit-Punkt-Analysatoren wirken alle sehr sympathisch, es macht Spaß an der Schule und wir machen ziemlich viele verrückte Dinge – hätte ich gar nicht gedacht. Einige derer, die da herum springen, sind mir schon nach kurzer Zeit ans Herz gewachsen. Wie der Thomas. Oder die kleene Jenny zum Beispiel. Was aber kein Wunder ist, wenn man mir so etwas präsentiert. Ich steh auf solche Leute.

Für die nächsten drei Wochen geht’s dann wieder ab in die Agentur und am Montag müssen wir sogar eine kleine Präsentation über uns selbst halten. Vor der gesamten Unit. Aber ob jetzt ich oder meine Kollegen sich eher davor fürchten sollten, das wird sich noch zeigen. Draußen sieht’s wirklich ungemütlich aus, aber ich muss noch einkaufen. Wünscht mir Glück.

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Über den Autoren

Marcel Winatschek lebt in Berlin und ist Chefredakteur bei AMY&PINK. Seine meist etwas abstruse Persönlichkeit setzt sich in gleichen Teilen aus Charakteren in TV-Serien, Sprüchen ehemaliger Sportlehrer und Traumfantasien mit japanischen Karate-Kämpferinnen zusammen, dessen Summe er in einer einmaligen Art und Weise als selbstständigen Menschen ausgibt. Alle Artikel von Marcel lesen oder eMail schicken.

6 Kommentare

  • marten sagt...

    berufsschule kann also auch spaß mache, top. wieder was gelernt. du scheinst ja schön in deinem neuen leben aufzugehen. glücksbärchen fetzen und punkte sowieso.

  • Hoizge sagt...

    würde mich irgendwie auch alles interessieren…die wirkung der farben usw.
    wäre doch nur meine scheiß farbenschwäche nicht…dann wär der job vllt auch was für mich.

    viel glück für die präsentation! Aber ich glaub die werden sowieso begeistert sein wenn du die namen tokyopunk und amypink mit screenshots zeigst…glaub ich.

    hau rein!

  • Partywoiter sagt...

    Ich wünschte wir würden an der Uni auch mal sowas machen.

  • Adrian sagt...

    Wer auch immer das auf diesem Foto ist. Sie kommt mir bekannt vor O.o Aus dem Fernsehen!

  • Marcel sagt...

    Schatz, warst du schon mal im Fernsehen?? Ich werd sie mal fragen ;)

  • Adrian sagt...

    lol xD Ja, kA xD Kannst ja mal fragen, jap! :P

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